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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Seite
1008
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U)08

October 1523

lassen, und wenn sie dies nicht gütlich zn bewilligen gesannen wären, deßhalb einen Rechtstag anzusetzen, um nachInhalt der Bünde zu handeln, worüber es schriftliche Antwort begehre, . . Si.A.AiMch: Myswen.

i». (Berathuug über die Herausgabe der Disputations-Acten? S, d. Note).

k aus dem Berner Abschied (8 2), dem dagegen, sowie dem Freiburger und dem Solothurner, ld, «?, I', lfehlen. Das Lucerner Eremplar ist defect und mit Nr. 354 (K«») zusammengeworfen. Von dem Glarner sindnur I» erhalten. Dem Appenzeller fehlen I», I) i.

Zu >i. Das Berner und Freiburger Eremplar hat eine weitläufigere, wesentlich verschiedene Redaction, dieunter Anderm ausführt, warum der Herzog das zu Biel eingehaltene Verfahren nicht anerkenne, dann dieBedenklichkeit des Handels vorstellt, aber die Ansehung eines Tages in Bern nicht berührt und mit folgenderApostrophe schließt:

Darum, guoter trüwer Meinung so ist nochmals unser das höchst und ernstlichost pitt- und ansuochen,in namen unser Herren und obern, die uns sölchs insunderheit befolhen, an unser lieb Eidgnossen von Bern undFryburg, daß ir ansechend und wol betrachten die gmein vercinung, ouch sundere püntnus, verschribungen, abscheid,brief und sigel, so ir besunder mit dem Herzogen Hand, und nochmalen bewilligen und vergönnen, in der fachgüetlich und früntlich ze handlen und den span hinweg ze thuon. Wo aber das je nit mag sin, daß ir dochdem Herzogen eins rechten sin und rechts gestatten nach inhalt der gemeinen pündnus und vereinung, wie irüch dann vormals erbotten Hand, und allda lassen mit recht usfündig (machen) und erkennt werden, ob ir üwcrssürnemens fuog und recht habent oder nit, und daß ir uf nächstem tag unfern Kotten ein guot fründlich antwurtgebeut und gar eigentlich ermesscnt, wo sölcher Handel zuo unruow und unfrid erwachse, in diser zit, was üchund uns allen, so wir suust so mit großen sorklichen kummerhaftigen fachen beladen, entstan möcht, und daßwir jetz vil bas bedürften fründ machen dann fyend, und lassent üch die fachen abwerden, bittend wir üch zumhöchsten."

Zu I. Zu de» Verhandlungen über die Disputations-Acten gibt die Basler Instruction für diesen Tageinen sehr erheblichen Beitrag, den wir wörtlich folgen lassen:

Zeletst soll unser bott gemeinen unfern trüweu lieben Eidgnossen zuo dem fründlichisten und mit ernstanzeigen, demnach uns uf nächstem tag zuo Baden gehalten zuogestellt sye ein vorred sampt einer beschlußred,die der Wichbischof von Costanz begriffen und man zuo den Acten gehaltner Disputation zuo Baden offenlichsolte im truck usgon lassen, daß wir die selbige vor und schlußred zuo dem dritten mal mit bedcn unfern Rätenund fürwar mit hohein ernst und flyß gehört und beratschlagt, und demnach wir darinnen mer dann luterbefinden, daß nit allein der Luther und Zwinglin, sonder onch ire anhänger für verfüerer, ketzer, schelmeu undmit derglichen schändworten angezogen, gescholten und geschmützt, ouch darby ein verstand, wie man mit denselben,so die in einer oder der andern unser Eidgnoschaft Orten oberkeit betreten, mit gefänknus und straf handlen fülle,oergriffen, und aber darby bedenken, daß der Luther und Zwingst, als vil uns wüssen(d), bishar ein Eidgno-schaft an irem Harkomen und oberkeiten, so vil weltlicher oberkeit zuostat, nit geschmächt, gelestert noch geschändet;ouch darby erwegen, daß sich ir beder anhang eben wit strecket, dann es lyt ougenschinlich am tag, daß ebenvil fürsten, Herren, grasen, frye», ritter, knecht und richstett der leer, so sy füerend, anhangend und dennochtnit ketzer, verfüerer noch schelmen gescholten, sonder frome christen wellen geacht sin, die aber in diser vor undnachrede verfüerer und schelmen gescholten, ja ouch als ketzer verdamt, und inen als anhängern frid und gleit,also zuo reden, in einer Eidgnoschaft abgeschlagen sin gedacht werde» möchte. Was nachtheils und schadensgemeiner Eidgnoschaft und sonderlich den iren, die frömde land bruchend, darus entston werde, das will uns notsin ze bedenken für guot ansehen, und ob glichwol der beder anhangs in der vor und nachrede möchte geschwigcnwerden, und allein Luther und Zwinglin benannt, so ist dennocht wol zuo bedenken, wie Luther in verrücktenjaren dem König von Engelland, von wegen daß der selbig König (in) eigner person wider den Luther geschriben,usgebutzt, und wie er siner Majestät so gar nit verschont hat, der doch keiserlicher Mt. wol verwandt gsin w.Wie wurde er dann erst einer Eidgnoschaft thuon, on zwifel vil fachen, die bishar sich verloufen (Gott wett, sywärend underwägen pliben), dermaßen an tag thuon, daß wir Eidgnossen gemeinlich unser» glauben, achtung und