1006
October l52k.
40S.
^5ucern. 1526, 30. October s. (Dienstag vor Omnium Sanctorum f.)
(Staatsarchiv Lucern : Allst. Abschiede H. k. 240. Staatsarchiv Zürich : Tschud. Abschiede.Sammlung, Bd. 6 Nr. 38.
Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede /. 373. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede, Bd. 57. KautonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV.
LandeSarchiv Appenzell I. N.: Abschiede.
Gesandte: Bern. (Anton Bütschelbach; Peter im Hag). Freiburg. (Ulrich Schnewli; Hans Guglen-berg). Solothurn. (Hans Hugi). Appenzell. (Heinrich Bamnann). — (Andere nicht bekannt).
Der alte Landvogt im Thurgau, Joseph Amberg, wiederholt sein Gesuch um Entschädigung und weistden besiegelten Abschied vor, der ihm Ersatz verspreche; wenn solcher ihm nicht gütlich bewilligt würde, so müßteer Recht darschlagen allen neun Orten insgemein oder jedem besonders; er ersucht deßhalb, ihm den Rechtstaganzusetzen, den Richter zu bestimmen und die Sache förderlich erledigen zu helfen, mit dem Vorbehalt jedoch,daß er mit einzelnen Orten sich i» Güte verständigen könnte, die dann des Rechten erlassen wären. Es wirdnun mit Mehrheit berathschlagt, daß jedes der X Orte, die Antheil am Thurgau haben, ihm 4 Gl. rheiu.gebe. Obwohl der Landvogt nicht darein gewilligt, ist dieser Rathschlag heimzubringen und auf dem nächstenTage bestimmte Antwort zu geben; wenn einzelne Orte jenen Beitrag nicht leisten wollen, so soll dann ihrethalbohne Verzug das Nechtsverfahren angeordnet werden. >». 1. Abgeordnete von Merenberg bringen vor, es seieinem armen Gesellen ein Acker von dem Vogt Winkler zu kaufen gegeben worden, den er auch dem Winklerbezahlt habe; nun wollen ihm Einige denselben abziehen, in der Meinung, daß dieses Geld nicht in die Rechnungder sechs Orte zu Baden gekommen. Erkannt, es soll sich der Landvogt im Aargau darüber erkundige». 2. Fernerweisen dieselben den Entwurf eines Amtsrechtes vor und begehren dessen Bestätigung. — Antwort: Sie sollendieses Amtsrecht sechsfach abschreiben und rechtzeitig jedem Orte mittheilen, die sich dann hierüber berathen undans dem Tag der Jahrrechnung zu Baden Bescheid geben werden, ob sie dieses Amtsrecht bestätigen wollen odernicht, v. Gebhard Bräsel, Kirchherr zu St. Margarethen im Rheinthal, bringt persönlich vor, er habe aufder letzten Jahrrechnung zu Baden einen „Abschied" erlangt, daß er die 20 Gl. Pension, die er vorher einemPriester zu Rorschach von der Pfründe habe geben müssen, nicht mehr entrichten solle; er bitte, ihn bei diesemAbschied zu schirmen, da der Priester, wie es scheine, von Ort zu Ort gehen wolle, um denselben abzuthun.Es wird nun der erlassene Abschied bestätigt und der Gegenstand heimgebracht, damit der Pfafs von Rorschachüberall abgewiesen werde. «I. In Betreff der aus Mailand ohne Urlaub heimgekehrten Knechte und besondersder vier Hauptleute, die zuerst aufgebrochen und heimgekommeu sind, hat man verordnet: Sie sollen auf nächstemTage verhört und je nach dem Maß ihrer Schuld bestraft werden; es sollen daher die Boten gehörige Voll-machten mitbringen, auch für die Bestrafung der „einspännigen" Knechte, die man „in den Zugewandten" und inden Vogteien ergreifen kann. Mit Bezug auf die aus den Orten weggezogenen Knechte wird der Abschied vonBaden bestätigt, daß jedes Ort die Seinen strafen solle, v. Der Streit zwischen Basel und Solothurn wirdwegen Erkrankung des Boten von Basel wieder verschoben und zwar auf den Tag zu Bern, wo sich dann diebeiden Orte bestimmt erklären sollen, ob sie dem zu Bade» „geschehenen" Vertrage nachkommen wollen oder nicht;es soll dann auch jeder Bote mit gehöriger Vollmacht versehen sein, um weiter in der Sache zu handeln, wennder Vertrag wäre verworfen worden, t Da Unterwalden den Altvogt von Luggaris, der wegen eingenommenerund nicht verrechneter Gelder sich immer noch nicht hinlänglich gerechtfertigt und auch das zu ersetzende Geld »ochnicht bezahlt, aus diesen Tag als Boten geschickt hat, so wird es ersucht, einen Andern zu senden, bis jener das