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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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October 1526.

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zugeben will, von Schultheiß und Rath zu Recht erkannt, Rudolf Frei solle einen Eid zu Gott und denHeiligen schwören, daß er denen von Bern mit seinen Zureden Unrecht gethan und von ihnen nichts andereswisse, als was frommen Ehrenleuten und ehrliche«? Eidgenossen gezieme. Diesen Eid hat er sofort geleistet. WeitcrcStrafe ist vorbehalten. Darüber wird den Boten von Bern ein besiegelter Brief gegeben.

1526, 5. October. Bern an Luccrn. Man vernehme als wahr, daß ein lucernischer Hintersäß in der Näheder Grafschaft Lenzburg kürzlich zu diesseitigen Unterthanen geäußert:Jr fulen Berner, üwer Herren habenein(en) fulen glauben." Da man diese Ehrverletzung keineswegs auf sich sitzen lassen wolle, so bitte und ermahneman Lucern, den Schuldigen zum Rechten vor der Obrigkeit oder an dem Ort, Ivo er jene Worte gebraucht,zu weisen und deßhalb einen rechtlichen Tag zu setzen; den Namen des Beklagten werde der Landvogt zu Lenz-bürg schriftlich anzeigen, ?c. St. A. sur-r»: Missim». - Ei. A. »->n: Teutsch Mtssive», q. ws i>.

4V4.

Wern. 1526, 27. October.

Staatsarchiv Ber».

Vortrag einer savoyischen Botschaft, betreffend Grenzanstände mit den gemeinen Vogteien der Städte Bernund Freibnrg.

Das Wesentliche gibt die von Bern an Freiburg deßwegen erlassene Missive:

1526, 27. October (Vigilia Simonis und Jndä). Bern an Freibnrg.Uf datumb diß hat uns der Herrvon Luliens (Lullin), f. Dt. von Savoye anwalt, mit langer red hals dann sin art ist) fürbracht nachfolgendartikel. 1. Des ersten, als dann (in) verrückten tagen sins Herrn, auch üwer und unser botschaftcn uf den flößen,so sich von wegen der marchen zwüschen Granson und Jverden, ouch des rors und (der) tischen halb daselbshaltend, erschinen und daselbs nit usträglichen gehandelt, dann daß an obbemeldter partyen oberkeiten sölichsgewachsen; so nun bemelter sin Herr der Herzog von Savoye in Hoffnung, by siuem fürnemen ze beliben unddie bessern brief und gewarsame, die er erzöigt und noch zum teil nit dargethan, ze haben, hat er an uns langenlassen, in darvon nit ze trängen wellen; wo wir aber im hierin nit willfaren, damit niemands wider recht dessinen cntwert, begert, zuo usfüerung der fach eins andern tags uf den stoßen ze kommen und aller sisten gerech-tigkeiten ze vernemen und also früntlichen handle», daß sölichs zerleit möge werden. So wir nun des gedachtenHerrn von Luliens bestich vernomen (und) daby verstanden, was hievor durch üwer und unser Kotten alldagehandlct, haben wir üch heimgesatzt, ein(en) andern tag ze ernennen, nochmals uf den stößcn ze bekommen.Harumb, wo üch sölichs anmüetig, mögend ir uns das zuoschriben, damit wir gedachtem Herrn von Luliens mitantwurt in üwerm und unserm namen begegnen mögen. 2. Demnach hat er uns angezöigt, was durch üwerund unser botschaft bi) dem felbonm der sul halb gehandelt, mit mancherlei inred, und so wir an im begert,sinen Herrn von unser wegen bittlich anzekcren, diser z»)t dhcin sul daselbs ufzerichten, sonders von fridcn undrnowen wegen anstan lassen, angesechen daß anlangest die sul da ufgericht und vor dheine da gestanden, sonderssich siner briefeu behelfen und getrösten, hat er uns sölichs abgeschlagen und uns umb recht gegen den, so diesul gesellt, angerüeft, mit oorgendem anzöig, wie die march bis in die mitte der Broye gange, und wann diesteine sul niit den üwern und unfern schilten ufgericht, sincm Herrn ein großen Nachteil bringen wurde, wo synit in die mitte erstbemeltes wnssers gestellt, ouch wie die hölzin sul mit üwerm und unserm willen dargestellt,und deßhalb ein gcschrift durch zwen notariell gemacht, bcgerend daby ze beliben. So wir nun alles wie oblutvermerkt, haben wir üch sölichs sampt unser Meinung nit wellen bergen, hierin ouch üwern ratschlag ze thuond,damit allersyt obbcmcldt stöß früntlichen betragen wurden, will uns ouch tugenlich bedunken, derenhalb zuo Jverdenund Granson unpartyg lüt darzuo ze erkiesen, wo obbenieldt Kotten sölich spänn nit möchten in der minne gestillen"...

«. A. Fretburg^ Ä. Bern. - St. A. Bern: Teutsch Missw-n, «g. II«. IIS u. Vgl. Rnthsbuch Nr. Sil, p. ««.