October 152K
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4) 1526, 27. October (Samstag vor Simon und Inda), vor Mailand. Ammann Troger und gemeine(eidg.) Hauptleute (im Dienst) des hl. Bundes an die zu Lucern versammelten Boten. 1. Antwort auf die Zuschriftab dem Tage zu Baden, besonders die Aufforderung zu berichten, ob man weiter dienen wolle oder nicht. Dadie alte Bestallung vermindert worden sei, so haben etliche Hauptleute den Dienst abgeschlagen und Paßportengenommen, einige sich aber in die neue Bestallung geschickt, etliche sich noch nicht entschlossen; mehr wisse manjetzt nicht zu melden. Die Bündner, 2000 und etliche Hundert, die herbeigezogen, seien mit dem Provcditore derVenediger noch nicht ganz vereinbart und beinahe gesonnen, wieder heimzukehren; ob es geschehe, wisse man nicht;jedenfalls sei nichts Gutes davon zu erwarten. 2. Gestern („uf nächsten tag vor dato diß briess") habe der Herrvon Musso geschrieben, daß er etliche Briefe besitze, die der Dietegcn (von Salis) dem Herzog von Bourbonnach Mailand habe schicken wollen; die Copieen lege man bei und bitte um entsprechenden Rath. 3. Fernerschreibe er, wie der Vogt zu Lugano einen seiner Diener, den Sponghin, gefangen und durch öffentlichen Rufzu Klagen und Kundschaften aufgefordert habe; als Niemand gekommen, habe ihm der Vogt 133 Ducaten fürZehrung abgenommen; nun bitte der Herr von Müß zu verschaffen, daß dem Gefangenen das Geld wiederzugestellt werde, da sonst gute Freundschaft nicht möglich wäre, ?c. Weiteres wisse man diesmal nicht zu berichten, :c.
St. A. Lucern: A. Frankreich.
Zu q. Vortrag des savoyischen Gesandten (Datum fehlt). 1. Es sei auf dem letzten „hier zu ^Baden" gehaltenen Tage den Boten des Herzogs ein Abschied gegeben worden des Inhalts, daß die Eidgenossenjetzt ihre Boten nach Bern und Freiburg abordnen wollen, um auf die Widerrufung der Burgrechte mit Genfund Lausanne hinzuwirken und dadurch die alte Freundschaft zu erhalten ?c. Das sei des Herzogs dringendesBegehren, und er hoffe, es zu beweisen (?), bitte daher um Absendung der versprochenen Botschaft, wünsche auch,daß dieselbe bevollmächtigt werde, (nöthigenfalls) zu ihm zu kommen, um desto leichter zu einein Vergleich zugelangen, ivofür er sich ivie immer zu aller Billigkeit erbiete. 2. Er müsse sich beklagen über die Genfer, diedem Abschied zuwider, daß beide Theile gegen einander an Leib und Gütern sicher M? sollen, die Gegner desBurgrechts verfolgen, von der Stadt und ihren Gewerbsgeschaften ausschließen und die Untcrthancn des Herzogsinit schwerem Weinzoll belasten, zum Schaden des umliegenden Landes; infolge dieser Beschwerden und Neuerungenhabe er (bestimmte) Märkte bezeichnet, wo die Genfer in? Fall von Mangel sich versehen könneil, jedoch unbewaffnet.3. Der Herzog könne auch nicht verbergen, daß der Herr von Thorens und seine Verwandten drohe??, nach deinauf „der March" gesprochenen Urtheil einen Theil der savo?)ischen Lande . . . einzunehmen, und spreche dabei dieHoffnung aus, daß die Eidgenosse?? so grobe Verletzungen nicht zugeben werden, ?c. 4. Der Pensionen halb fehlees den? Herzog nicht an guten? Willen; allein er sei mit schwere?? Sorgen beladen gewesen, habe auch der Einfälleder Spanier wegen viele Einkünfte verloren und deßhalb die Bezahlung aufschieben müssen; da nun auf Aller-heiligen die Steuern :c. eingehen werden, so bitte er die Eidgenossen, bis dahin Geduld zu haben; dann werdekeii? weiterer Verzug eintreten, zc. S?. A. B-nn Mg. -?dg. M?ch?-d- 2. ?9g-2«s.
Konstanz. 1526, 17. October.
Staatiarchiv Zürich: Abschiede Bd.«, c. 290. KailtoiiSarchi» Schaafhausen.
Tag des Abtes von Salmansmeiler, der Grafen Felix von Werdenberg und Hngo von Montsort, und derStädte Ueberlingen, Schaffhanse», Linda», Ravensburg, Pfullendorf, Radolfzell, St. Gallen, Stein,Feldkirch, Stockach, Bregenz, Tuttlingen, Markdorf, Meersburg, Mcßkirch, Steckborn nud Eonstanz, behufseiner Vereinbarung wegen des eingetretenen Aufschlags der Fleischpreise.
Statt der getroffene?? Abrede lassen wir hier zwei andere Actenstücke folgen?
1) 152k, 7. December. Constanz an Schasfhansen. Was bisher über den letzten Abschied des Fleischkaufswegen geantwortet worden, wolle man, da es sich so lange verziehe, jetzt nicht mehr verbergen. Den Abschied