Februar 1526
ob mau ins seid kome, mit uns die ardinanz des glonbens und anderer stucken halb nns glichförmig machenund sich halten, wie iren und unser vorderen von alter har. Aber unser Eidgnossen von Zürich berüereud lassentsy es beliben by der antwurt uf einem tag zuo Lucern vormals gegeben, doch mit dem ivytern entschluß, wannwir Eydgnossen sy beschriben uf ein tag, wellen sy gern komm, und wen sy zno tagen finden, by denselbenwellen sy gern sitzen und mit inen handlen; dann ine» nit gezimen (welle), für sich selbs dhein Ort us(ze)setzen."Appenzell: Sieben Roden oder Kilchhören seien Willens, den VII Orten zu entsprechen; die Bünde wollenalle treulich haltein In der Messe, den Sacramcnten :c. wollen sie sich den VII Orten gleichförmig machen.Die von Zürich können sie nicht-ausschließen; sie wollen an beiden Theilen die Bünde halten, aber geschehenlassen, was die Mehrheit der Orte thne, und von dieser sich nicht söndern lassen. K. Der Bote von Lucernhat in das Geleit, das man dem Bischof von Lodi gegeben^ gar nicht gewilligt. Die Eonsolationes undUnser Frauen „bett" wollen die Herren von den IV Waldstätten bleiben lassen wie von Alter her. i. DerBote von Uri zieht an, daß Niemand wisse, wie es nm den Grafen von Arona stehe. Erkannt, man wolle ihmschreiben, er möge Bericht geben, namentlich über das Schloß ans der Insel. Ii. Zeder Bote weiß, wie Lucernden Boten von den Waldstätten geschrieben, daß ein Gerede ausgegangen, die IV Waldstücke würden die Bernerüberzogen haben, wenn es ihnen in Mailand nicht übel gegangen wäre; nur Zürich habe dies abgewendet ?c.;es soll ein Thomas von Hofen, Angehöriger von Bern, solches gesagt haben. Man hat an Bern geschrieben,es solle jenen Gesellen zum Recht handhaben und einen Rechtstag setzen; dann wolle man ihn suchen undbeweisen, daß diese Rede den Waldstücken Unrecht thne. S. Heimzubringen, was des Franzosen wegen angebrachtworden ist. Man soll auf dem nächsten Tag Antwort geben, ob man der Königin entsprechen wolle oder nicht,in. Aus den Berichten der Vögte von Lauis ?e. hat man ersehen, daß der Graf von Arona sich mit dein Kaiservereinbart habe. Man hat für gut erachtet, ihm einen Boten zu schicken und unter manchen andern Aufträgenihn zu bitten, das Schloß Vitalian uns zu überantworten. Es wird deßhalb auch nach Mailand geschrieben,i». I. Der Herzog von Savoyen hat durch seine Botschaft, Herrn Emy (Aymo) von Genf und einen Andern,nach Darlegung der Eredcnz vortragen lassen, wie Bern und Freibnrg die Städte Genf und Lausanne in einBurgrecht aufgenommen; dies sei wider den Bund, den die Eidgenossen mit ihm haben, ?c.; er bitte daher, diebeiden Orte zu vermögen, von diesem Bnrgrecht abzustehen; denn wo es nicht geschähe, so wäre er genöthigt,sich an den Kaiser und andere Fürsten zu wenden. 2. Die Boten von Bern und Freiburg erwidern, Genfund Lausanne seien Reichsstädte, haben nm dieses Bnrgrecht geworben und erwiesen, daß sie befugt seien, Burg-rechte zu schließen, mit wem sie wollen; ionst hätten sie dieselben nicht angenommen; des Herzogs Rechtsameseien übrigens vorbehalten, weßhalb er über keinen Nachtheil zu klagen habe. L. Darauf hat man nöthig befunden,dies treulich heimzubringen und mit allem Ernst einzuschreiten, da viel an der Sache gelegen ist; man soll daherans dem nächsten Tag mit Vollmacht erscheinen, nm darin gütlich zu handeln; wenn dies nicht fruchtet, so willman die Bundbriefe mit dem Herzog verlesen und je nach deren Inhalt mit den zwei Städten weiter reden,damit Frieden und Ruhe erhalten werden. Dem Herzog ist befohlen, seine besiegelten Briefe von den Eidgenossenund andere Gerechtigkeiten auch darzulegen, dergleichen den zwei Städten, die ihrigen ebensillls zu bringen unddie erwähnten Freiheiten von Genf und Lausanne vorzuzeigen, damit man alles gegen einander verhören und danndesto sicherer handeln könne. «». Die Boten von Basel und Solothurn haben wieder ihren Streit um die Eigeu-leute vorgetragen, und Solothurn darauf begehrt, ihm zum Recht zu verhelfen. Man hat jedoch den Parteienabermals angezeigt, sie sollen zuerst vor den Boten der bezeichneten Orte die Güte versuchen und unterdessennichts Unfreundliches thnn; wenn jenes glicht zum Ziel führe, so mögen sie die Sache wieder vor die Eidgenossen