Februar 1526
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Wern. 1i>Zsi, c. 22. Februar.
.^atttoilSarchiv ^reiblirg: Instructionen Bd. I. 19.
I. I, Der Gesandte von Freiburg, Peter Arsent, soll den Brief vorlegen, den die Freiburger in Genfgeschickt haben, und in Betracht der gefährlichen Lage den Borschlag eröffnen, 6—800 Mann nach Genf zn schicken,nicht »in etwas Feindliches anzufangen, sondern zu guter Hut der Stadt. 2. Ferner ist die Frage zn stellen,wie man in dem (als wahrscheinlich) zu befürchtenden Fall, daß der Herzog einen „Aufruhr" versuchte, dieeigenen Lente in Genf sowie die Genfer entschütten wollte; Freiburg räth, sofern man jetzt Knechte hineiuschickte,und der Herzog sich vor der Stadt lagerte, mit ganzer Macht aufzubrechen; doch null es ohne Wissen undWillen der Berner nichts unternehmen. 3. Da der Herzog die beiden Städte und die Genfer vor den Eidgenossen verunglimpfen wolle, so habe es diesen Boten auch nach Ginsiedeln verordnet, um sie da zu „ver-sprechen" ; man bitte Bern, das auch zu thun oder der bereits dahin abgefertigten Botschaft nachträglich bezüglichenBefehl zu geben.
Die Antwort liegt in folgendem Schreibens
II. 1526, 23. Februar (Freitag vor Reminiscere). Bern an Freiburg. Antwort auf Peter Arsent's Vomtrag. Nach Verlesung des Briefes von dem Boten Franz Armbroster in Genf tonne man nicht finden, daß eineweitere Berathung nöthig sei, da die Boten, die sich bei dein Herzog und in Genf aufhalten, von der Rüstung,welche Hauptmann Kalbermatter vorgegeben, gar nichts melden, denen doch billig mehr Glauben zn schenken sei,als solcher ungewisser Sage; es sei also auch überflüssig, eine Anzahl Kriegsvolk von sich aus („zuo ungeforderter hilf") nach Genf zu schicken, damit mau nicht Ursache zu Kriegsanstaltcn gebe; man sei überhaupt ent.schlössen nicht weiter zu gehen, als die Burgrechte mit Genf und Lausanne erfordern; deßhalb bitte man Frei-burg dringlich, in diesen Dingen weise zu handeln und nichts anzufangen, wodurch die zwei Städte verunglimpftund in einen verderblichen Krieg verwickelt würden. 2. Auf die gestellte Frage, wessen sich Freiburg in gewisse»Fällen zu versehen hätte, sei das zu erwidern, daß'beide Theile unzweifelhaft wohl wissen, was ihr Burgrechtvermöge; dein wolle mau getreulich nachkommen in der Hoffnung, daß Freiburg das Hinwider thun werde.3. Einen Boten mit Arsent nach Ginsiedeln zu schicken, erachte man nicht für nöthig, da man noch nicht wisse,wie mau da beklagt werden möge; sobald man darüber etivas Bestimmtes wisse, ,verde man sich nach Gebührverantworten, tt. St. N. Bmit Teutsch Miiswen <z. >4 b, l!>. Nathsmmtual Rr. 209, p. 9, u>. — K. A. Ft'-lbm'g: A. Bern.
Der Eingangs ermähnte Bericht scheint verloren; es liegt aber etmelcher Ersatz Iii folgendem Schreiben:1526, 23. Februar (Freitag vor Matthias, Sitten. Hauptmann und Rath der Landschaft Wallis an Bern.„Großmächtigen .'e. u. So dann mir marlichen beruht sind, wie der Herzog von Saphoy sich nahet in (mit)merklicher macht, willens üch, (auch) ander unser lieben Eidgnossen und uns zuo überfallen, und aber nit mögenmissen, was mvers willens sye, wie wir uns sollen halten, haben wir unser Meinung bericht die edlen wisenHerren Franz von Chivron, Simon in Alben, Hans zen Trugen, alt houptlüt, und Joder Kalbermatter, altlandvogt. Hiernmb ist unser stündlich bitt und vermnnung, ir wöllent dieselben in unserem »amen verhören,onch, ob irer etlich verrückt wären, jedem insnnders glauben geben und mit beschlnßlicher antwurt begegnen, unswissen darnach zu halten" . . . (Vgl. Nr. 350h. Si.A. B-r»- A.W-um.