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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
848
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Februar 1526.

6) 1526, 7. Februar, Bern, Versammlung des großen Raths. „Es haben min Herren des kleinen Ratsden Bürgern bewilliget, die von Jens zuo iren burgern ufzenemen, und sind ouch dieselbigen ufgenommen, dochhieby ingedcnk, daß sölichs die Rät ze thuon sich gewidrigct haben." w. w.

7) 1526, 8. Februar, Bern. 1. „Es sind die bottcn von beiden Stetten widerum berüeft und in irgegenwürtigkeit die brief abermals von (dein) Bischof von Jens von inen verhört. Darnf sich die von Fryburgentschlossen und begcrt, es söllc wie denen von Jens gestern zuogesagt, bcliben." 2. Nach Besammlung des GroßenRnthes: „Es haben min Herren die von Jens zno iren burgern ufgenommen mit allen artiklen wie die von Losan,cind (daß ein) gemeiner rechtstag gan Losan gesatzt werde." n>. iv.

8) 1526, 9. Februar, Freiburg. (Mündlicher?) Bericht der Boten, daß Bern die Genfer zu Burgernangenommen.

9) 1526, 12. Februar, ebcndort. 1. Befehle in die Landschaft, daß Jedermann gerüstet sein solle. 2. Be-rathung wegen der Genfer; deßgleichen 13. und 15. Februar. 3. Am 26. wird erkannt, daß Niemand nach Genfhinweglnufen solle. K. A. FrNbmg: Rathsbuch Nr. 40.

16) 1526, 9. Februar, Bern. Instruction für Peter von Werd und Wilhelm Weißhahn, als Gesandte nachFreiburg. Sie sollen zuerst eröffnen, daß man, der Bitte von Freiburg willfahrend, die Genfer zu Bürgernangenommen habe We die von Lausanne, jedoch mit Vorbehaltnng der Rechte des Herzogs von Snvoyen, undnicht in der Meinung, mit Gewalt zu helfen, sondern alle Billigkeit zu fördern, wiewohl man besorge, daß darausein Aufbruch und in der Folge ein schwerer Krieg erwachsen könnte. Da nun wider Erwarten einige Ungehor-same nach Genf aufgebrochen, so habe man, weil man es mißbillige, Rathsboten abgesendet, um sie heimzumahncu,und begehre, daß Freiburg den Seinigen gegenüber das Gleiche thue und weitere Züge verhindere, in Betrachtdaß ein solcher Aufbruch dem Burgrccht schädlich werden dürfte, und die Fürsten unter sich einig seien, sodaßman Ursache habe, für die Erhaltung der Eidgenossenschaft zu sorgen, ?c. St. A. Bmi: Abschi?t>- x. wo—rm.

11) 1526,, 9. Februar, Bern. Instruction für Hans Stürler, Ludwig von Dießbach und Anton von Erlach,als Gesandte zu dem Herzog von Savoycn. „Anfangs, nach gebürlicher vorred, füllend ir fürstlicher Durchlüchtig-keit von Savoye allen Handel anzöugen, wie dann sölicher verlaufen, doch alles in bescheidenheit und uf dasglimpflichost. — Demnach, wiewol min gnädig Herren Rät und Burger ein burgrecht mit deneu von Jens ange-nommen, sye doch sölichs bcschechcn mit vorbchaltungen siner Herrlichkeit und gerechtigkeit ane Nachteil und inbruch,dermaß (daß) im sölichs nützit schaden (möge). — Und ob villicht ctlich ungehorsam ufgebrochcn, sye wider minergn. Herren will beschächen und habind dhein gefallen daran, dann sy des willens und stätes fürnemens, alles dasso die alten und uüwen bundbrief zwüschen gedachter f. Dt. und sy (inen?) inhalten, irs Vermögens unverseert zegestatten und dem nachzekomen. — Und damit größer unruow gemitten (werde), lange au bemeldte f. Dt. vonSavoye ir früntlich bitt und beger, irs teils nützit unfründlichs, gewaltigs noch anderer gestalt dißhalb fürzenemen,guoter gewisser zuoversicht, alles zuo guotcm (end) bracht iverdcn, deßhalb ir ouch usgesandt, alles das so zuofrid, ruow, einigkeit und erhaltung der bänden gcdicnen mag, ze fürdern und die ungehorsamen abzemanen. Solichsalles mögend ir mindern, mcrcn und bessern nach vermög üwers befelchs und vertruwter wyshcit."

St. A. Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, X. p. 398—399.

12) 1526, 9. Februar, Bern^ Abmahnung der (nach Genf gezogenen) Leute, mit Rücksicht auf die gefähr-liche Zeitlage und das eben geschlossene Burgrecht mit den Genfern, welchem solches Geläuf zuwider sei, ze. ?c.

St. A. Bern: T-utsch Mtsstvm H. 3 t>.

13) 1526, 9. Februar, Bern. Anzeige für Stadt und Land, daß in den letzten Tagen eine Anzahl Unge-horsamer nach Genf gezogen, was die Obrigkeit hoch bedaure, zumal ein verderblicher Krieg daraus erwachsenkönnte; deßhalb habe sie eine („treffenliche") Botschaft dahin gesandt, um die Knechte heimzumahnen; sie begehredaher auch, daß solches Weglaufen unterbleibe, ze. w. w.« v.

14) 1526, 16. Februar, Bern, Versammlung der Räthe und Burger, „mit dem bott." Der Tag zurBeschwörung des Burgrechtes mit Genf ist aufgeschoben (resp. die Bestimmung desselben?), bis die Boten vonBern ivieder hcimKmmen, „uf anbringen des ratsbolten von Fryburg." St. A.Bnn: Rathsmamml.