846
Februar 1526.
ich allerlei) kindesch llbelgegründt und wider die christenliche warhcit und bcschcidcnheit darinn befunden, undinsunders daß darin Zwiugly min auch gedenkt, Hab ich nach vil sinem toben, wüeten, zürnen und andern un-wysen (?) nit wellen underlasscn, min antwurt, geinüet nnd erbieten zuo eroffnen, wie dann üwer g. uf gesterigemtag von mir verstanden haben, daby ich es mines thcils und so vil an mich kumpt, beliben laß, doch daß mirleid ist, daß durch die felscher des Evangely erst die fach gmeiner Eidguossen dahin kommen, daß man erst solred und disputation darum haben, do menglich ficht, was es für ein wcsen ist, das erschrockenlich, ist noch vilgrössers und bösers vorhanden, wo gott mit sinen gnaden durch die ober und erberkeit solichs, so noch vorhanden,nit fürkäm; ich will ouch denen von Zürich nit zuo leid oder widerdrieß, sunder inen ze guot solich geschrift undenbieten ingelegt haben, mit dem anhang, soferr üwer g. vermeint, daß er (es) gottloblich, dem christenlichenglauben und den fürgcsetzten und underthanen zuo guotem werd und mög, wo ein bessers angesechen, bedacht oderfürgenommen würdet, es sy daß üwer g. uf ander stand der christcnheit, des künftigen Concilien datum nüwlichwider kais. Mt. ab dem Richstag, so zuo Ougspurg sollt vollzogen sin, angerüeft, erwarten, setz ich ganz zuoüwer g. gefallen, will ouch, daß nit hernach gesagt werde, ich sye deß ein ursach gewesen; damit stell ichs alleszuo üwer g. wolgefallcn.
„So aber üwer g. für guot ansehen wurd, uf des hochgelcrteu Herrn doctor Johann von Eck schriben underbieten ein disputation ze halten, bcdunkt mich uß guoter trüwer Meinung zuo bedenken, an welche malstatt dasselbig geschehen söll, daß daruf dem Zwinglp und den sinen ein gleit zuogeschriben werde in bester form; daßouch nit wenig zuo bedenken, ob die disputation solle offenlich oder allein vor den verordneten gehalten werden,uß ursach des bufels (sio, für pöbcls), das also bewegt und znoloufen möcht; wer President sin söll; daß nß denOrten fromm, verstendig und zuovor gclert lüt zuo bisitzen werden geordnet; ob nit guot sye, daß der (die?)bischoffen der Eidgnoschaft dnrzuo berüeft oder von den ordinaricn lüt und gesandten darzuo kummen; ob es zuolatin oder dütsch sölle geschehen, und ob ander von den universiteten und zuovor von bäpstlicher Heiligkeit füllendoder mögend berüeft werden; ouch wie es entscheiden werden sölle; dann ane frucht wäre, lang zuo disputieren undkeinen underscheid geben, wicwol besser wäre, by der gemeinen erberen kirchen, wie üwern g. vorfarcn und eltergethan, zuo beliben. Dise und derglichen anHeng zuo bedenken ist üwer G. und S. von nötcu, darmit guoteordnung gehalten, und was billich, christenlich und unverwysenlich gehandelt werde. Diß Hab ich in diser (schrift)uf üwer G. und S. beger onanzeigt nit lassen wölken. Datum zuo Baden uf den vierten Februarij Anno ze. rrvj."(Unterzeichnet von Johann Fabri).
St. N. Zürich: Tschud. Doc.-Sammlung N. IX, Nr. 13 d. — St. Bern: Allg. eidg. Abschiede S!. 55-—58. — St. A. Lucern: A. Disputation.
K. A. Basel: Abschiede. — K. A. Freiburg: A. ^.Miros tuctoralos. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. — K. A. Schafshausen: Correspondenzen.
Wie die ursprüngliche Fassung dieser zwei Erklärungen flüchtig ausgearbeitet sein mochte, sind auch dievorhandenen Abschriften, die sämtlich in Baden gefertigt wurden, ziemlich roh, und besonders auffällig dieVermischung der Dialecte.
Endlich verweisen wir auf folgenden Act:
5) 1526, 11. Februar (Estomihi). Hirtenbrief des Bischofs von Constanz, betreffend das Umsichgreifen derneuen Elaubenslehre, ?e. Lateinisches Placat im St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten.
Ein Abdruck soll an andcrm Orte gegeben werden.
S4Z.
Mern. 1526, 5. bis 9. Februar.
Staatsarchiv Bern. KantonSarchiv Frciburg.
Tag der Städte Bern und Fr ei bürg, hauptsächlich wegen der Angelegenheiten der Genfer.
»». Abschluß des Burgrechts mit Genf (8. Februar). — S. Beilage ».