December 1525. 819
durch unser land ze faren, damit ir und wir (die) vier Waldstctt insonderheit gcrüewiget under einander unsharmit verhüetcn große unruow, kummer und schaden, deßgelicheu ein schwere thnri von spis und trank und allerlei,so uns dersclb Herzog mit sincin anhang stiften (möcht)," ?c. K. A. S°i°ihm»: Abschi-d- Bd. xiv (»->»« C°pic).
7) 1526, 3. Januar. Lucern an Bern. Auf den letzten Abschied haben Schweiz, Unterwaldcn und Glarusgeantwortet, wie die Beilagen lauten. Weil nun diese drei Orte sich so erklären, so lasse sich diesmal in derSache nicht weiter handeln; wenn aber Bern sich derselben annehmen wolle, so werde man mit andern Ortenthun, was man könne, ?c. K. A. Soloihunn Abschiede Bd. XIV tBerner Copie).
8) 1526, 3. Januar. Bern an Lncern. Obwohl der letzte Abschied sage, daß Lucern, wenn die andernOrte das Geleit für den Herzog Maximilian bewilligen, ihm dasselbe zuschicken solle, habe man doch bisherdarüber von Lucern aus nichts vernommen, worüber man sich nicht genug verwundern könne; daher bitte manfreundlich um Bericht, wie sich die fraglichen Orte geäußert haben. . . S«. A. !»«>-»- Misswc».
3) 1526, 5. Januar, Abends. Bern an Solothnrn (und Freiburg). „Diser stund sind uns zuokommenmver und unser lieben Eidgnossen von Lucern verschribne (nntwurt) sampt den übrigen hie beigelegten kopicn,daran wir nit wenig bedurens empfangen, und wicwol wir vermeint, die selbigen hätten sich nit von uns gestindert,dicwyl aber und warnmb das bcschcchen, mögen wir wol gedenken, wclichs wir üch guoter Meinung unvcrkündtnit haben wellen lassen, üch demnach müssen ze halten."
K. A. Solothurn: Abschied- Bd. XIV. — St. A. Bern: T-Ntsch Missimn I>. 4S8 e>.
16) 1526, 5. Januar. Bern an Herzog Maximilian Sforza. Man habe sich mit allem Eifer für dieErtheilung des Geleits verwendet und schon ans guten Erfolg gehofft, jetzt aber von Schweiz, Unterwaldcn undGlarus abschlägige Antwort erhalten, die sich thcils ans die rückständigen Ansprachen stütze, theils Besorgnissewegen Bellinzona, Locarno, Lugano (w.) erkennen lasse. Man wüßte nun keinen bessern Rath, als daß er einenbevollmächtigten Voten sendete, wenn die Zeit nicht zu kurz und ungelegen wäre, und daß er dessen Ankunftvcelündigte, worauf man einen andern Tag in Lucern veranstalten würde.
St. A. Bern: Latein. Missiven I. 230 d, 221 a.
Am 13. Januar wurde an Denselben in Kürze geschrieben i „guo oiroa. rom alia. via allxrecli opus, guumvöllig III. cl. v. NCL oonckucüllilö neo oporteeiium villöietur per lias clitionss nostras transiro"... id. u,. 232 ».
11) 1526, 6. Januar (hl. 3 Königen), Bern. Instruction für Peter Stürler nach Unterwaldcn und Lucern,wegen des Geleits für Herzog Maximilian. Der Herzog verspreche, nicht aus der Eidgenossenschaft wegzugehen,bevor er sie mit Verschreibungen, Siegeln und Gelübden hinreichend versichert hätte, daß er sie, falls es ihmgelänge, sein Vaterland zu erobern, an ihren Herrschaften jcnscit des Gebirges in keiner Weise anfechten oderihren Besitz bestreiten würde. Er begehre auch freundlich, daß man ihm der Ansprachen wegen das Geleit nichtversage und seinen Durchzug nicht verhindere; denn im Fall seiner Einsetzung wolle ex den Anspxcchern vor denEidgenossen das Recht gestatten. Damit verhindert werde, daß der K(aiscr) sich da einniste und bei Gelegenheit
en alten Plan aufnehme, die Eidgenossen zu unterwerfen :c., sei man willig, dem Herzog zu entsprechen undwünsche man, daß die zwei Orte, in richtiger Würdigung der erörterten Umstände, das nicht abschlagen, zc.
Si. A. Bern I Abschiede X. 393—397.
12) 1526, 13. Januar, Bern. Nathsbcschluß, rcsp. Auftrag für den Stndtschrcibcr: Dem vertriebenen Herzogvrimilian von Mailand eine Antwort (zu schicken) des Geleits halb; Bern habe allen möglichen Fleiß angc-
wen et, aber nicht erreicht, daß er hier durchziehen könnte. S«. A. B-rm Raihsmanuai.
Am 30. Januar wurde zu schreiben befohlen, es seien heute neue Berichte eingegangen, welche weitereSchritte verhindern.
s" ^ ^ 1525, 22. December (Freitag vor dein hl. Abend), Sitten. Hauptmann und Rathsboten der
e Wallis an die eidg. Boten. Sie vernehmen, daß ihre Knechte, die dein König gedient, in der
^ezastung des Soldes zurückgesetzt werden unter dem Schein, daß die Pensionen zuerst „abgestellt" werden müßten;wenn dem also wäre, so hätte man an solcher Verachtung wenig Gefallen, indem man glaube, die Knechte vonSnrllis haben die Eidgenossen nirgends verlassen; darum ersuche man die Boten, dahin zu wirken, daß die