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Deccmber 1525.
Wir haben diesen Abschied mit einigen Acten zn begleiten:
Zn 1) 1525, 16. Dcecmber. Bern an Freiburg (und Solothurn). Mittheilnng einer Copic des Geleits,das Maximilian Sforza von den Eidgenossen verlangt. Da man crbötig sei, ihm solches zn geben, an der Sacheaber nicht wenig liege, so habe man Lncern benachrichtigt und um Ausschreibung eines Tages ersucht, und zwarauf Donstag St. Thomas Tag (21.Dec.); dahin möge auch Freiburg ciue bevollmächtigte Botschaft senden, ?c.
St. A. Bein: Teutsch Missiven I?. 494 n. — K. A. Freibuig: A. Bern.
2) 1525, 16. Deccmber. Bern an Lucern. Im Wesentlichen gleichlautend, mit Bezugnahme auf die Nach-richt an F. und S. ' MWv-n i>. «2 o.
3) 1525, 24. Deccmber. Bern an Lncern. Mau erhalte täglich Warnungen, wie die jetzt in Mailandliegenden Spanier vorhaben, die Plätze Lauis, Luggaris und Bcllitz einzunehmen, weßhalb man bitte, die (III)Länder eilig davon zu benachrichtigen, damit sie solchem zuvorkommen können.
St. A. Bern: Teutsch Missiven ?. 495 d. — St. A. Lucern: Missiven.
4) 1525, 36. Dccembcr (Samstag nach der Kindlein Tag rrvj). Schwpz an Lncern. Antwort auf denAbschied von St. Stephaus Tag. Nach Erwägung der möglichen Folgen könne man diesseits dem Herzog nichtentsprechen; wenn es aber andern Orten gefiele, daß er botschaftswcise nach Bern käme und da sein Anliegenund seine Absichten deutlich vortrüge, sodaß man die Folgen crmessen könnte, so würde man den Tag auch be-suchen, sein Begehren wieder heimbringen und in dem Falle, daß für die Eidgenossenschaft keine Gefahr zubesorgen, einen Rathschlag thun, „dcß wir Hassent glimpf und eer zuo haben," :c.
K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV (Verner Copie).
5) 1525, 31. Dccember (Sonntag nach der Kindlcin Tag rrv), eilends. Glnrus an Lucern. Antwort aufden ncnnörtischen Abschied betreffend das von dem (alten) Herzog von Mailand begehrte Geleit. Man sei, wie-wohl man bedenke, daß es „eben (wyt) verlauAn welle", zu dem Entschlüsse gekommen, das Geleit nicht abzu-schlagen, wenn die Orte, durch deren Gebiet er seinen Weg zu nehmen hätte, dasselbe gewähre»; falls ihm abersolches von einem oder mehreren Orten versagt würde, wolle man auch nicht dabei sein, ze.
St. A. Lncern: Missiven. — L. A. NIdniaidcn (Copic). — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV (Berner Copic).
6) 1525, 31. Dccembcr (Sonntag vor dem neuen Jahr rrv). Lnndammann, Rath und Landleute vonOb- und Nidwnlden an Lncern. „Wir sind beruht, wie oder in was gestalt der gefangen Herzog von Mailand,so in Frankrich ein gnot zit gewouet, bcgert durch üwcr und unser landschaftcn allcnthalb ze faren, und (daß)vil Orten will gefallen, denselbigcn Herzogen durchzuolnsscu und im das gleit ufzcrichtcn, wie er dcß begcrt, undwer das nit in befelch gehcbt, wider hinder sich (bringen) und als bald das möglich üch . . zuoschriben (sollen).Nu ist nit minder. ., was wir wüssen und verstau möchten, daß üwer und unser aller (und) einer ganzen Eid-gnoschaft lob, nutz und eer sin möcht, wellten wir unsers teils nit gern hindern, aber daß uns keins wcgs gefallenwell, sölich schwer geleit ufzerichten, welltend wir nit thuon uß vil großen Ursachen, dnrvon noch nit gcrcdt, undinsonderheit, wo dcrselb Herzog in unser landschaft knmpt, die unfern in großer zal knechten hinweg in dasMailand ze füercn, das üch und uns allen ein rechte mördergruoben, und kein glück noch eer da nit erlangen,und aber in großen sorgen (stau), es wurd uns Eidguossc» vil frommer lüten kosten, daran den Herren weniggelegen will sin; ivas rnoweu, frid oder unfründschaft das alles, wo es zum böstcu fallen, in unser Eidgnoschaftbringen, geben wir üch ze ermessen. Deßgelichcn ist ouch kein red gehalten von unsern Herrschaften ennethalbdem gebirg, wo demselben Herzog und siu(cm) auhang das sorglich fürnemen zuo guotem usschlieg, weß dennwir uns gegen iuen vcrsecheu (mücßteu), das alles wie hievor stat billich in »uscru herzen wol abgelütert (?).Aber so üch und andern darvon nit hat gefallen trefsenlich red ze halten, so »messend wir das underlassen sinwie es ist, und zuoletst, daß dcrselb Herzog uns und den nnsern eben vil schuldig, darumb wir nit wenig gelitten,wo er söll(t)c vorgemclt geleit erlangen durchzekommen, so wurde er uns weder red noch antwurt geben, das wirkeins wcgs crliden, als wpt unser lib und gnot gelangen möcht, »nd an den Herzogen setzen, was uns Gottberaten, in guoter Hoffnung, ir und ander unser lieb Eidguossc» wnrdcn uns darin nit (ver)lasscn, das wir üchim allerbesten nit verhalten, mit fründlicher bitt und begcr, üwer ersam wysheit welle disen schweren vorangezeigtenHandel bedenken und zuo herzen fassen und üwcr geleit an dem cnd dem Herzogen nit geben und in abwysen