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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
817
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December 1525.

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tags halb zuo Lucern begegne, Burg vor Stein, Stammen und anders inhalt des abscheids berücrend, und sichcrbotteu des rechten nach sag der püuden umb das, so güetlich nit hingelegt möchte werden, und darby gebetten,die alte große früntschaft, so zwüschcn den steilen Zürich und Solothurn jewelten gewüscn, zno bedenken, dasbesser ze glauben und sich von inen nit ze snndren noch bewegen ze lassen, wie sy der selben neignng ouch syeirund ir Hoffnung zuo minen Herren tragen. Darzuo berüerend das Gottswort syen sy des guoten willens, ob sylemand eines bessren mög underwysen, demselben gelouben zuo geben und von dem jetzigen ze stand."

II.Darzuo haben min Herren geantwurt, min Herren syen wol ingedenk der früntschaft, so zwüschcn beidenstellen jewelten gcwäsen, und des guoten willens, inen söliche früntschaft fürer zuo bewyscn und den pundt anwen erlich und redlich zuo halten, der Hoffnung, sy werden solichs gegen minen Herren ouch thuon, sich oncherbotten, ob es jendert sin mag, für und für das best darzuo ze reden, und umb die spännigen artikel sich samptden übrigen Orten rechtens zuo bcnüegen. Nüt dester minder sind si mit guoten Worten angekert, sich andrenCidgnossen gelichförmig ze machen und anzuosächen das übel, (so) dem lnterschen Handel mit todschlag, brandund zweitracht allenthalb entsprungen, und wo einigkeit, daß daselbs gelück und heil ist. Wo dassclb beschechen(wind), versuche man sich, es werde vil rechtens oder gezanks wyter nit not sin. Antreffend Doctor Eggenmögen gedachten min Herren erlydcn, daß zno geschickter zyt ein disputation beschechc."

SZt.

cLucern. 1625, 26. December (auf St. Stephans Tag A. xxv).

Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede. V. p. 317. KantonSarchiv Freiburg: Abschiede Bd. 57.

Abschied der acht (corr. neun) Orte.

» Dieser Tag ist in der Eile angesetzt wegen der Frage, ob mau dem Herzog von Mailand, der langeZeit in Frankreich gefangen gewesen, das Geleit gewähren wolle, das er mit dem abschriftlich jedem (anwesenden?)Orte zugestellten Schreiben begehrt. Darüber wird nun allerlei gerathen und unter Anderm bemerkt, wie dieSpanier jetzt in Mailand derart Hausen, daß das ganze Land ihrer müde sei und lieber den Herzog als denKaiser oder dessen Bruder zum Herrn haben ivolle; es wird auch in Erwägung gezogen, wie schwere Nachbar»die (Eidgenossenschaft an dem Kaiser und seinem Bruder hätten, indem den Eidgenossen im Gebiet von Mailandvon den Spaniern und Landsknechten nur Schmach und Schande zugefügt wird. Daher ist die Mehrheit der^ate Willens, dem Herzog das Geleit zu geben; weil aber einige Boten der kurzen Frist wegen keine Voll-macht gehabt, so soll man das zum treulichsten heimbringen; die Mehrheit hofft, daß die andern Orte sichm )t söndern werden, und es soll jedes (jetzt nicht zustimmende) Ort eilends seinen Entschluß nach Lucernen )ten, wenn alle nenn Orte das Geleit bewilligen, so soll Lnccrn dasselbe in aller Namen ausfertigen undweiter handeln, wie die Boten wissen. Denen von Basel und Schaffhauscn ist anzuzeigen, warum man siezu diesem ^.age nicht geladen. I». Jeder Bote weiß, was die Hauptlcute, die dem König in Mailand undanderwärts gedient, geklagt, und was man ihrethalb dem General Morelet geschrieben hat. « . Die Hanptleutebitteil uni Schirmbriefe gegen ihre Knechte, damit sie von denselben nichtüberfallen" werden, weil das Geld aufeine bestimmte Zeit versprochen worden, jetzt aber ausgeblieben sei. Das will man diesmal nur heimbringen, inder Meinung, daß den Hanptleuten Schutz gewährt (fürgehalten") und »ach Vermögen geholfen werde.