December 1528.
813
11 Die Bolen sollen zuerst erfragen, ob die gegen die Stadt erhobene .Ülage für den Bischof allein oder sü.ihn und das Domcapitcl gemeinsam eingelegt sei, und das heimbcrichtcn.
„Deinnach sollen sr> sagen, wir haben von wegen der sorgsamen und geschwinden löuf, so leider sich underder nfrüerigen bursamc und andern erhaben und zuo besorgen noch nit gar erlöschen, ein verstand mit nnsermgnädigen Herren dem Bischof von Basel, ir gnaden stift und deren stecken, diewil er den »amen von einer stattBasel hat, ingon und machen wellen, damit ein jedes teil wüßt, demnach wir by und mit cinandcrn wonen sollen,weß es sich zno dem andern in nötcn vcrsechcn sollt; dann der Bischof etwas nüwerungcn mit den sinigen undganz unlidlichcn fürzencmen undcrstot, dcßglichen sich ouch hören lassen, daß der Keiser und rüt ein statt Baselder würdigen stift Basel kastvogt sye, das uns ouch etwas beherziget, angcsechen, daß wir ein stift Basel, ireschloß, flecke», land und lüt bisher so trüwlich nach nnserm besten vermögen geschützt und geschirmt und mit desCapitels guot(em) wissen und willen, ouch in der stift kosten, die schloß Pfeffingen und Birseck, alleinig vornntrüw ze bewaren, in ircm rnrd nit in nnserm nanren besetzt. Daß solches war sig, haben wir die unfern, diein solche bcsatznng kamen, irer eiden, damit sy uns verivandt, eiltschlagen und des Bischofs vogtcn in den schlössenschweren und huldcn lassen, daby mcnktich nbnemcu mag, daß wir der stift oder dem bistumb die schloß nit mitgwalt, als darthon rvill werden, ingcnommen haben; darzuo haben wir onch der stift Irrt etlicher stecken und döifcrnit anders dann als der stift Basel kastvögt in schütz, schirm und eidc rnrd burgrecht, doch der stift und bistnmbin alleweg an ircm alten herkommen, rechten, herrligkeiten, ingonden Zinsen, zechenden, gülten, gcbotten, verbotten,Höchen und nidern gerächten unabbrüchlich und unnachteilig, dann alleinig (sy) vor Widerwärtigkeit zc schützen undschirmen, gcnonrcn, dcßhalb wir unbillichen von dein Bischof oder sincn auwältcu verklagt . . . waren, und daßdem also, sollen sr, den cid verlesen lassen. — lind ob nochmals von eim rechten oder güetlicher Handlung gcredtwollt werden, sollen unsere bottcn gar nit daryn verwilligeu, dann das diser zyt uns unnotsnm sin bedunkc» will."
K.A. Basel: Abschiede.
2) Basel hat einen nndatirten Special-Abschied, dem wir folgende Momente cutheben . ^
Auf den Bortrag der abermals erschienenen Botschaft des Bischofs von Basel hat die Stadt geantwortet.Die Boten von Basel und Solothurn haben keine Instruction für eine bestimmte Erklärung; die erster» sagen,ihre Herren haben (eigentlich) mit denen von Solothurn keinen Span, sondern nur Liebes und Gutes; irr gleichen!Sinne spricht sich Solothurn ans, mit dem einzigen Wunsche, daß Basel den Austausch der eigenen Leute mitdem Bischof nicht hindern möchte. Weil nun aber der .Handel nicht besser wird, indem Basel die Ilnterthanendes Bischofs aus dem jüngsthiu gemachten Bnrgrecht nicht entlassen will, und der Bischof diese Entlcdigungnochmals fordert und im Fall des Abschlags das Recht begehrt, und zwar vor den Eidgenossen, so ersucht maudie Stadt des dringendsten, die Angehörigen des Bischofs und der Sjist der geleisteten Eidc zu entbinden, ihreHerrschaft über Land und Leute nach dem Herkommen verfügen und den Abtausch mit Solothurn vollziehen zulassen, dem an der Virsbrückc gemachten Abschied gemäß. Im Weigerungsfalle könnten die Eidgenossen, wennder Bischof weiter das Recht anriefe, nicht wohl umhin, ihm das zu gewähren; es soll daher ans dem nächstenTage darüber geredet, und von Basel dcßhalb Antwort gegeben werden. K.A.B»s°n Mchi-d-.
STS.
Mern. 1525, 21. December (Jpsa Thomä Ap.).
Tlaaisarchiv Zürich: Acic» Bern. Staatsarchiv Bern: Allgcm. -idg. Abschied- X. i>. SW. — .I!aihs»m»»ai .!r. , i
Auf den Vortrag der Botschaft von Zürich") geben Schultheiß, kleine und große Rathe die Antwort:Daß sie letzthin ihre Botschaft nach Zürich abgefertigt, fei aus besonderer Freundschaft und Liebe geschehen,
Zürcher Ra.hsbuches bestand dies- Botschaft aus Diethe!». Röist. M. Conrad?) Escher. Schultheiß EsfingerHeinrich Werdmüller.