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December 1525,
Dccolampadins nennt) in die erschröcklichen kätzcry gefallen syen, daß in dem hochwirdigen sneramcnt des altnrsnit sig der war frcmlichnam unsers lieben Herren Jesn Cristi, onch nit sin kostbarlichs hciligs bluot; also sollendie blinden kätzer, die die ougcn des heiligen gloubens verloren haben, in die finster grnoben aller kätzcry fallen,darns üwer gnad und gunst lichtlich abnimpt, was falschen tüfelischcn glonbcn die verstopfte lüt leren, so sh inenselbs und nndcr einander so widerwertig syen; dann Zivingli und HnSschein haben vor das hochwirdig sacramentwol nit wölken lassen ein opfcr sin im nmpt der heiligen meß, doch snnst gelcrt, das sneramcnt des lichnam undbluot Cristi hoch zno ercn, also onch Zwingst in nßlegnng sincr schlnßrcd bi dem . . . stj artickel hoch verwystden Bäpstlern ir schalkhaftig gcschrai, als (sagt er) da s>) in beklagten, er wällte nß nnscrs lieben Herren fron-lichnam Cristi nüts machen und die armen menschen der himclischcn spys bcronben, das er nun so gar nit hatwollen lyden, daß man sülichs von im sag, im jar do man zalt 1523 im höwmonat; nit zwei jar darnach fellter mit aller nnsinnigkeit darin und nimpt nit allein die meß der kirchen hin, sonder onch sin erdichte ketzerischemeß, und als vil an im ist, bcroubt er die menschen der himclischen spys; also los, lnck, wankclmnctig lüt syendie kätzer; noch dann schrye» sy, der fels des nngczivyfeltcn gloubens und ewiger warhcit sig bi inen. Darzuoist Zwingli nit ingedenk, daß er dozcmal den Leiter so hoch gepryst hat, er sig ein weiblicher dicner gottes undso ein treffenlicher stryter gottes^ der so mit grossem ernst die gschrift dnrchfündclet, als er in tnsent jaren nfInden je gsin ist, und mit dem mnnlichen unbewegten gemüet ?e. Dann hclt Zivingli so vil uf den Lnter, wieer dach gschribcn hat, ivarnmb folgt und glonbt er jctz nit dem Lnter, der mit der hellen gschrift umbstoßt dieCarlstattisch kätzcry vom hochivirdigen snerament, und iviewol Carlstatt von der selbigen kätzcry gefallen ist unddie frywillig rcvociert und verlougt, so hör ich doch, daß Zwingli zno Zürich und Hußschein zno Basel (es istwol ein hnssischer schein) vil tnsent menschen in die grülichcn kätzcry vcrfnercn, daß sy nit glonbcn, daß in demwirdigen snerament sig der war lichnam und blnot Cristi, wie dann die blinden Inden vil jar das hochwirdigsacrament insundcrheit angefochten haben. Darnmb, gncdig, streng, vcst und fürsichtig Herren, bitt ich ü. gnad,vcst und gnnst durch gottes willen, ir wcl(len)t üch und üwer pnndsvcrwnndten und nnderthanen mit diserkatzcrischen gottslcstcrlichen leer nit ocrfüeren lassen. Ir habt leider gestehen, was jämcrlicher frücht die kätzcryin tütschen landen gebracht hat, alle Uneinigkeit, Unwillen, ungehorsame, rotten, nfruoren, verderben land med lüt,nstilgnng alles gottsdienst, aller erberkeit, sterknng alles mnvtwillens, aller sünd und lastcr ec. Sechet an derkntzer unbestendigkeit und spaltnng, wie in kurzen ziten so vil sectcn under inen erstanden syen, die bildstürmcr,die widcrtönfer, die rottcngeistcr, die vcrzwyflcr (sagend, Cristus unser lieber Herr Hab am crüz gezwyfelt undgesündt), die hell erüziger (sagend, Cristus Hab klein ding nf ärd gelitten, in der hell haben in (die) tüfel erstrecht crüzigct), und vil ander steten. Wie mangerlei meß haben sy an allen orten angefangen, und znolctst machensy am Rhin ein gnots mal und praß darns, nno gcschicht solichs zno vordcrst allein in etlichen rychstetten hoch-tütschs lands; dann ich bin den vergangnen snmmer spaeicrt durch Niderland in Engelland und incr dann durchIrr stctt zogen, nß denen nit mer dann dry luterisch waren, und die zwo nß den drycn hatten »och nichts ver-wandelt in offenstehen ämptern der kilchcn. Darnmb bitt ich e. gnad, gnnst und früntschaft umb gotts willen,(ir) wollen als herzcnhnftig bidcrbcn lüt den waren alten ungczwifclten cristcnlichen glauben mnnnhaftiklich hand-haben und die falsch verfllcrisch gottslesterlich kätzery usrütcn und vertilgen. Was ich armer pfaff darzuo dicnstlichsbewyscn kan und mag, will ich doch von herzen das mit höchstem flyß tnon, sonderlich wa noch Zwingli oderHnsschein nndcr verordneten richter(n) vor üch min(en) Herren gemeiner Eidgnoschnft disputieren ivolten rmdcntlich bliben by erkanntnus der selbigen, wie ich mich dann des vergangnen jar(s) zwei mal erbosten Hab, willich ganz williklich crschincn uf üwer ermanung und an ort und end, wa ir mich hin bescheiden, die disputationich grnnd der heiligen gcschrift vollstrecken, guoter Hoffnung, gott durch sin barmherzigkeit werde siner warheitund heiligen glauben bistan, und deß soll sich ganzlich e. g. vcst inid gnnst zno mir verstehen, wamst ich üch indisen fachen des gloubens, auch snnst, dienstlichen willen erzeigen mag, daß ich das ganz flissig ze thuon ganzbereit bin. Gott der allmcchtig well c. g. streng, vest und wysheit bemühen haben und behüeten. Datum in il w."
St. A. Zürich: A. Neligionssachen (Copic von Landschreiber Locher). — St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede, V. 253. — K. A. Basel: Absch. (Luc. Cop.).
K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 65. — K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XIV. (Lucerner Copie).
Zu I. Wir vernehmen hierüber zunächst die Basler Instruction.