November 1525,
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10, Ein Auszug des Schiedspruchs zwischen Benedict de „Monte Ferrando," Bischof zu Lausanne, nud derGemeinde, Appellationen betreffend, d, d, 3, Februar 1483.
11. Ein „Zeddel" d. d. Lucern 27, August (Freitag nach St. Bartholoms!) 1512, — ans dem Bündnißder acht Orte mit Savoyen: Verbot, für Ansprachen von Einzelnen Partei und Angehörige des andern Thcilsin Schirm ?e. zu nehmen,
12. Aus zwei Missiven der Stadl Lausanne an Herzog Karl, d. d. 7. Januar (?) und 20. December 1517,die Bemerkung, daß sie denselben anrede „Unser aller gnädigster Herr" ?c., und unterschreibe „Die ganz üweraller demüetig(st)en und gehorsamen nnderthan(en) und diencr, die Gubcrnntores und Gemeind zuo Losen ,(ähnlich in der zweiten).
13, Ein pergamentener Vollmachtbries d, d, 5. December 1517, dem Herzog Karl von der Stadt Lausanneertheilt, betreffend Entscheidung gewisser Späne, ?c. K, A, S»loih»»>', MMdc Bd, xm, — K, A, Fnibuegi Abschiede Bd, es,
II. Antwort und Gewnhrsamcn deren von Lausanne.
Zu 1, 1—3. Die Bckanntniß für den Herzog sei widerrufen in Gegenwart der Rathsboteu der drei Städte,von Bern Caspar von Mttlincn, von Frcibnrg Peter Falk, von Solothnrn Niklaus Hebolt, laut eines von fünf(genannten) Notarien unterzeichneten Instruments d. d. 10. Octobcr 1518, des Inhalts.
Die Gubcruatoren, Räthe, Nachräthc und die ganze Gemeinde von Lausanne widerrufen und vernichtendie Erklärung, die der Rath dem Herzog von Savopcn gegeben . , ., weil dieselbe wider die Autorität und Freiheit(der Kirche)'llnser Frauen, auch wider den Fürsten, Bischof zu Lausanne, wie auch wider der Stadt und derKirche Freiheiten. . . sei; Räthe und Gemeinde anerkennen den jetzigen Bischof und dessen Nachkommen als diewahren Herren und als rechte Statthalter des Reiches, denen sie Treue und Gehorsam schwören gemäß dem Plailgencral, rc. Dcßgteichen enthebt der Bischof die Unterthanen von Lausanne der (damals) gcthancn Eidspstichten;ebenso entkräften die Gnbcrnatoren, Räthe und Gemeinde den Eid, den der Bischof gethan, w. :e.
(Folgt weiter aus dem Inhalt die Aufzahlung der seit 1011 bis 1510 dein Bischof gewährten Freibriefe).
4. Die savoyischen Richter betreffend wird eingewendet, daß solches wider des Bischofs Freiheit sei, kraftder Urkunde vom 3. Mai 1368, die in einem Artikel sage: Wenn Jemand in dem Placito eine Klage fühlenwolle, in welcher Sache es sei, so solle den Parteien Recht gehalten und innert drei Tagen der Handel erledigtwerden.
7. Daß der Herzog von Savoyen in der Stadt Lausanne keine Obrigkeit habe, ergebe sich ans dem um-gelegten Briefe vom 25. October (Donstag vor Simonis und Inda) 1436, eregnirt 1437, einen Rcchtshnndclzwischen Lausanne und denen von Mondän betreffend, wegen einer March im Jurten (Jorat), in welchem letztereunterlegen und zum Ersatz von Kosten und Schaden vcrurtheilt worden seien. — Ein anderer Brief in gleicherSache, d. d. 17. Januar (Donstag nach Hilarii) 1409, excquirt Donstag nach der alten Fastnacht (23. Febr.);daran ist ein Brief vom 10. März 1421 geknüpft, worin Graf Amadeus gebietet, obiges Urtheil zu vollziehen.
8. Ein Brief vom 30. September (Donstag nach Michaelis) 1400 zeigt, daß Lausanne und Milden zu„Mouprenero" zu gemeinen Tagen gekommen; ein anderer, vom 27. Januar 1426, besagt, ivie Lausauue undMorges zu St. Sulpice Tag gehalten.
Ferner liegen vor:
9. Eine Eopie von Kaiser Sigismunds „Bulle," worin er die Freiheiten und Satzungen der Gemeinde zuLausanne, den sog. Plait gencral, bestätigt, ohne eines Grafen oder Herzogs von Savoyen zu gedenken, d. d.24. Mai 1430.
10. Eine Eopie von Kaiser Friedrichs (III) Bestätigung, d. d. Venedig 6. Februar 1469, worin als Be-schirmer iil geistlichen Sachen der Erzbischof von Besanyou, in weltlichen der Herzog von Savoyen bestimmt ist.
11. Aus dem Plait general ist ein Artikel gezogen, welcher sagt, was die ^stadt Lausanne dem Kaiser schuldigsei: Wenn er des Bischofs und der Bürgerschaft wegen nach Lausanne berufen wird, so sollen sie ihm Morgen?und Abends Speise und Kost geben; anderes kann er nicht verlangen; an jene Pflicht haben auch die äußernBürger von Boll, Curtilly und Avenchcs (Wiblispurg), beizutragen.