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October 1525.
(de Jnsnla?), der Kaufmann ans Genua, bittet nm Geleit für die von dem König von England in Mailandbestellten Harnische; Lncern und Uri haben es ihm zwar schon bewilligt, allein er lege Werth darauf, von allenEidgenossen ein besonderes Geleit zu erhalten; sonst wäre er genöthigt, die Sendung durch Frankreich führen z»lassen. Heimzubringen, e. 1. Die Boten der III Bünde in Chnrwalen berichten, wie ihre Gesandtschaft, diesie vor einiger Zeit zu dem Herzog von Mailand, mit dessen Geleit, geschickt, nm über eine» Frieden zu haudeln, auf dem Heimwege durch den Castellan zu Musso überfallen und in seinem Schlosse gefangen gesetzt wordenseien. Darauf habe er einen schmählichen Brief nie die Bünde geschrieben mit der Drohung, diese Gesandtenohne alle Barmherzigkeit hängen zu lassen, wenn nicht das zum Herzogthnm Mailand gehörige Land, das sieinne haben, zurückgegeben werde. Zudem habe die Besatzung in dem Schloß Eleven durch Betrug den Haupt-mann der Bündner gefangen und etliche Leute erstochen. Daher rufen sie die Eidgenossen nm Rath und Hülfean, weil sie zuletzt niemand anders ansprechen können, und bitten, vergangener Dinge nicht zu gedenken, sondernzu erwägen, was ans diesem Spiel werden möchte, indem bereits verlaute, daß der Herzog gesonnen sei, alleswieder zu erobern, was früher zum Herzogthnm gehört habe. Heimzubringen und ans nächstem Tage wieder zuberathen. Man hat jedoch sofort an den Herzog von Mailand geschrieben^ wie jeder Bote weiß. 2. Fernerbitten die Granbündner, da seit einiger Zeit viele Landsknechte nach Mailand ziehen, und diese Rüstung ohneZweifel gegen sie gerichtet sei, indem der Herzog sonst mit niemandem in Fehde stehe, die Landsknechte nicht mehrpassiren zu lassen. Hierauf ist beschlossen, es sollen alle Pässe gehütet und kein Kriegsvolk »ach Mailand durch-gelassen werden, weil dasselbe zuletzt gegen die Eidgenossen gebraucht werden könnte. «I. Der Abt von Pfäfersbeschwert sich in einem Schreiben, daß ihm überall und namentlich von den Bündnern seine Einkünfte, Zinseund Zehnten vorenthalten werden, und begehrt einen „gewaltigen Beistand," damit er seine Renten und Gülteneintreiben könne. Heimzubringen. «. Wiewohl man ab dem Tage zu Baden an die Regeittin in Frankreichgeschrieben, und (auch) Bern dasselbe aufs ernstlichstc gethan hat, ist doch noch keine Antwort erfolgt. Da manjetzt einsieht, daß alles Schreiben nichts helfen wird, indem die Briefe entweder unterschlagen oder als geringfügig beiSeite gelegt werden und die Regenten sich damit trösten, daß uns wenig an der Sache gelegen sei, so lange wirnur Briefe schicken, da doch die Erfahrung lehrt, daß man an solchen Höfen nichts erreicht, wenn man nichtfrüh und spät sollicitirt, und daß, wenn man zu lange wartet, Gefahr für die Zahlung eintreten könnte, — so hatman den Porschlag erwogen, eine eidgenössische Botschaft an den Hof zu senden, nm dort persönlich das Geschäftzu betreiben. Da General Morclct zu Bern und der andere Gesandte nichts dagegen haben und sich selber be-schweren, daß ihnen aus Frankreich zwar viel geschrieben, aber wenig gehalten werde, so hat man beschlossen,diesen Nathschlag heimzubringen, um ans dem nächsten Tage darüber Antwort zu geben, t. Da den Bundes-genossen in Bünden „ein seltsam Spiel an die Hand gestoßen," und sich eben ein Heer in Mailand sammelt,und noch andere mißliche Umstände obwalten, so wird auf Allcrseelentag (2. November) ein Tag nach Lucernangesetzt. K-. In Betreff der Gesellen, die das Kloster Gnadenthal überfallen haben, wird dem Landvogt befohlen,von ihnen gemäß dem Beschlüsse zu Baden eine Bürgschaft von 300 Gl. zu fordern oder sie zu verhaften. —Sie werden gemeinsam um 120 Gl. rhein. bestraft. I». Bern begehrt abermals, daß man endlich den Briefüber das Bnrgrecht mit Neuenbürg aufrichte oder im Fall der Verweigerung einen Rcchtstag ansetze, indem esohne rechtlichen Spruch nicht nachgeben würde. Heimzubringen, ob man dessen Vorschlag zu dem Neversbricfannehmen oder das Recht brauchen will; wird letzteres beschlossen, so soll auf nächster Tagleistnng ein Rcchtstagbestimmt werden, um den Streit nicht länger hinauszuziehen. I. Man hat abermals verabschiedet, daß alle An-sprecher ihre Forderungen für die zwei Feldzügc »ach Mailand und in die Pieardic auf dem nächsten Tage