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Octobcr 1525.
nicht einwilligen, wie sich aus besiegelten und unterzeichneten Schriften ergebe. Zudem sei es nicht Gewohnheitder Eidgenossen („min Herren"), als Burger und Bundesgenossen unterthänige Leute anzunehmen, zumal wennsolche mit ihrem Herrn in Zwietracht stehe». — Die Ausrufungen des Herzogs von Savoycn seien nicht aufGeheiß oder Bewilligung des Bischofs geschehen; denn er sei mit deren „Gestalt" nicht zufrieden gewesen, wieer weiter anzeigen werde.
St. A. Bern: Abschiede V. 223—229. — K. A. Sololhurn: Abschiede Bd. XIII. — K. A. Freiburg: Abschiede Bd. 128 (mit dem franz. Original).
Zu b. 1) „Die artikel von denen von der Statt Lausanna, von wegen eines burgrechtcns, so st) mit minenHerren den dryen Stetten Bern, Fryburg und Solothurn begärend anzenemen."
1. „Des ersten, daß min Herren wollend annemen die Statt Losann von wegen der artikeln, die hicnachfolgend, und (daß) st) die mindern und mercn mögcnt nach irem gefallen.
2. „Der ander, wer inen wölte wider recht thuon und gewalt bruchen, daß min Herren die dry Stett inenhilflich sin wollend, in iren, dero von Losann, kosten.
3. „Der dritt, daß ein Statt von Losann mit keiner march wie die andern uß der Waat gegen den dryenStetten in keinem weg verbunden sind, und als mau redt, s>) haben ein stecht recht, da begerend s>), die von derStatt Losann, daß die dry Stett inen beider stst ein march setzen, und der kläger sin ividerpart fürneme vorsinem richter, und welicher der urteil beschwert ist, daß der an die march appellieren möge, und nlldnnn solledie fach daselbs ein ußtrag nemen mit einer bericht oder urteil, wie das nnstcr beredt und erlütert wirt.
4. „Der viert, so solle menklich wüsten, daß der Herzog von Savoy in ir(er) Statt Lansnnna dhcin pottnoch verbott ze thuond gewalt habe; doch begerend st) nit, mit im dem Herzogen noch den sinen ntzit anzefachennoch ze thuond, das zno unfriden diene, in dhcincn weg.
5. „Der fünft, so begerend sy irem Herren, dem Bischoffen, dhcincn abbruch ze thuond, nnd was st) imschuldig nnd verbunden sind ze thuond, deß wollend sy sich nit widern, sofcr daß st) by recht belybcn mögend.
6. „Der sechst, so will ein ganze gemeind von Lausann, daß ir Statt offen syc den dry Stetten, was notes thüege zno beiden teilen.
7. „Der sibend, so will ein Statt Losann zno den dryen Stetten setzen lyb und guot nach irem vermögen,in irem, derselben von Lansanna, kosten, wo es inen (davor gott sye) not täte, ir land und lüt zno behüeten.
8. „Der achtend, als dann gemeint wirt, sy habend uß kciserlichen fryheiten ei» liecht nachlässig recht überdas bluot und malefiz, deßhalb und uß söstchen fryheiten vil Übeltäter by inen enthalten und irem verdienennach nit gestraft werden, wölkend sy sich harin onch lassen wysen nach mincr Herren von den dryen Stetten gnotbedunken, damit alle gercchtigkeit nnd billigtest fürgang möge hgben.
9. „Der nünd, so syent die dry Stett wol ingcdcnk, wie sy nnscr Frowcn nnd der kilchen zuo Losannaschützer und schirmer sind, und die Statt und gemeind von Losan unser Frowen von einem kciser vergäbet ist,mit iren fryheiten, bullen und briefen, da nun min Herren wol mögend sechen, daß sy ir Statt und gemeindvon Losann auch sollend schützen und schirmen by iren fryheiten, und wer inen wölkte wider recht thuon; nitwyter begerend such sy.
10. „Der zechend, so mag ein Statt Losann ein burgrecht annemen als ein frye Richstatt, darumb sy guotbricf und sigel Hand und niemands ützit verbunden sind, weder Herren noch fürsten in keinem weg, weder zuo kriegennoch ze teilen, dann dem Bischof zuo Lösau vier und zwenzig stund, wenn er von der kilchen wegen kriegen will,doch daß es bescheche mit merem Rat der Statt Losan, oder sunst so sind sy im nüt verbunden.
11. „Zum ernststen, ob sich bcgäb, daß min Herren von den dryen Stetten frömbden fürsten nnd Herrendienen, und etlich von der Statt Losan (so da wärschaft wärend), in sinnlich krieg und reisen kommen, so be-gerent sy, daß dieselben ir knecht, so also für wärschaft angenommen, wie die von den dryen Stetten durch irhilf mit besoldung gehalten werden.
12. „Zum zwölften nnd letzten, daß dis burgrecht und verständniß allwcg von fünf jarcn zuo fünfen zuobeiden syten ernüwert und zuo halten geschworen werde."
St. A. B-Mt Mg. eidg. Abschiede. V. p. 2ljg-2!!ti. — K. A. Sol-thum: Abschied- Bd. XIII.
2) 1525, 4. October, Freiburg. Auf Anbringen der Botschaft von Lausanne erfolgt der Entschluß, wennBern sie zu Burgern annehme, so werde man es auch thun. R°aM»ch Rr. is.