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Juli 1530.
bedenkt, daß sein k. Mt. setz mit des Reichs Stünden in Handlung stet, sich des glaubens halb mit inen zu ver-ainen und zu vergleichen, damit man allenthalben zu friden, ruhe und ainigkait kommen möchte; söllte nuir k> Mt. setz inen die hilf thun und daß sy den krieg wider die andern Eidgnossen ansahen sollten, so wurdeir k. Mt. alles ir fiirnemen verhindert, dardurch die gemain Christenhait nimmer zu frid, ruhe noch ainig-kait komcn möchte. Demnach so sei ir k. Mt. gnedigs begeren, daß sy sich gegen den andern Nidgnossen mitden besten sngen, als inen möglich sei, aufhalten und kamen krieg ansahen und besehen, wie sich discr gegcn-wertigcr Reichstag enden wirdet.
3. „Als dan mag man sich aber darnach richten; aber es werde hie ans disem Reichstag am beschloßgewinnen, wie es welle, so welle sy ir Mt. darnach an(e) hilf, rat und traft nit verlassen, sonder inen gnedigcnbeistand thun, so vil immer möglich ist, damit sy bei unserm alten christlichen glauben bleiben mögen.
4. „Kais. Mt. mitsampt k. Mt. zu Hungern und BeHein sein auch des willens, setz auf das fiirderlichistall grenzen des Haus Oesterreich notdörftiglich zu besetzen und zu versehen, damit die andern Aidgnossenbester minder etwas ansahen wider das Haus Oesterreich oder die fünf Oerter; dann ir Mt. will demselbenkriegsvolk in befelh geben, auch ain gctrcwes aufsehen ans sy zu haben.
5. „Item den Herzogen von Meiland, Lothringen und Savoyen zu bcfclhen und zu schreiben, den fünfOrten profand und ander Notdurft vor andern zugehen zu lassen umb ir gelt."
Zur Ergänzung legen wir die uns zugänglichen Acten ein:
1) 1530, 22. Juli (Freitag post Margarethä), Augsburg. Jacob am Ort an Sch. und Rath in Lucern.„Edlen ?e. ?c. Demnach ich von eiver wyshait mit etwas beselch allster für kais. und kling. Mt., die bi dcrozuo vollenden, abgefertigci und setz etlich tag nßbliben bin, und nch miner Handlung nichtzit beruht, derhalbcnir dann vilicht zum tail ain Verwunderung haben möchten, nun e. w. dcro zno berichten, so wüsse die, daß ichglich anfänklichs miner anknnft durch täglich fürderung und hilf des jetzigen mins gnädigen Herren von Costenzvor kaiserlicher Mt. selbs persönlichen in mincm (von) c. m. gegeben fürtrag und Handlung allcrgnädigsi undganz guotwillig verhört und von siner kais. Mt., auch all(cn) andern fürstcn und Herren von e. w. und derfünf cristcnlichcn Orten wegen fürtresfenlich und insonders hoch und eerlich gegrücßt und empfangen worden bin (undzum tail für ander, (so) nit die wcnigisten), weitester min fürtrag nun daruf uß befclch kais. Mt. durch erstge-nannten bischoffcn zuo Costenz, als den der sich minthalbcr früe und spat on nnderlaß riebt und brucht, ander-wärt nbgeschriben und zuo verstäntniß kais. Mt. gestellt worden ist, deßhalbcr ich nochmals ainicher gstalt nitabgefertiget bin, sonder bcschaidcn, daß ich für kais. und küng. Mten. kcren und vor inen baiden den Handelwidernm fürtragcn nnd alsdann cndlichs bcschaids erwarten söllc. Dcss bin ich ze thnond willig und wart alsoall stund, mann ich für sy baid gmainlichen komcn mög, dasselb dann on ainich lcnger verziehen beschehen wirt.Und als mir ganz nit zwyflet, wird ich aller Handlung nach von inen dermaßen und so gnädigst abgefertiget,daß e. w. guot wol gefallen cmpfahen werde :c. Sodann wüss diesclb e. w., daß die zyt har des gloubenshalber von kais. und klink. Mtn. und allen ständen des Nychs dermaßen so still und haimlich gehandelt wordenist, daß scmlichs ganz niemand (hat) könnden erfragen, deßwegen c. w. ich ouch die zyt har nützit wüssen zuo-zeschribcn und noch nit änderst, denn daß die Handlung den glauben betreffend, als von den verständigen gesagt,indert zwai oder dry tagen usbrcchcn und endlich eröffnet wirt, und ungczwifelt solcher gstalt, daß sich dcssall alt fromm cristen billich und wol crfröwt werden; dann sich die Luterschcn der fürncmsten nnd obrcsten artiklenhalber gegen kais. Mt. dcmüetig ergeben und ingclassen haben; daruinb wirt die Handlung, ob gott will, sich glück-lich und wol enden und in kurzem ustragcn, nnd so erst das geschieht, welcher gstalt joch das ist nld sin wirt,will ich ze stund und on ainich verziehen Ofrioncn den löufcr, so ich dann dcsshalber alhie ufenthalten, hinwegschicken nnd e. w. by ime aller Handlung im grnnd verständigen und berichten" ... — (Von der Hand desSchreibers Abt Zeilians). St. A. Lucetil: Nngebund. Abschiede.