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Juli 1530.
Fall sei, :c. Da sich so ungleiche Meinungen zeigen, so ist das heimzubringen, um auf dem nächsten Tagzu berathen, ob uud wie man Schreiben erlassen, Botschaften abordnen oder anders verfahren wolle.
i'. 1530, 20. Juli (Mittwoch vor Magdalena). Die Boten von Zürich, Bern, Glarus und Svlo-thurn, jetzt in Zürich, an Martin, Prädicant zu Jllighausen. Die Frauen zu Mttnsterlingeu klagen, das; ermehr von ihnen fordere, als er früher mit ihnen festgesetzt (24 Gulden und 6 Mütt Kernen); daran könnteman kein Gefallen haben, wenn es sich so verhielte, da er nur eine Caplanei oder Filiale zu versehen, alsonicht besonders viel Arbeit habe; man erwarte demnach, das; er bei der Uebereiukunft bleibe. Glaube er aberein Recht zu größeren Ansprüchen zu haben, so möge er den genannten Frauen anzeigen, daß am Montagnach Laurenz (15. August) ein Tag in Zürich stattfinde, und mit ihnen denselben besuchen.
St. A. Zürich: Missiven.
aus dem Solothuruer Exemplar, dem dagegen Ic j» fehle». Einen Rathschlag Bern's über obigenAbschied enthalte» die Bcruer Abschiede, M. 298—304.
Zu^.:». Die Beschwerde der Thurgauer, an Zürich gerichtet, aber ohne Datum und Adresse, liegt angleichem Ort. Wir entheben ihr nur eine Stelle, diese aber »'örtlich. „Do wir aber nun dalime ob vier oderfünftuscut guldin verreiset und vertaget Hand, darmit man uns arme lüt ouch betrachtete, tragent die biderbenlüt groß beduren, daß wir so schlechtlich, als uns bcdunkt, bedacht sind, wicwol, was das göttlich wort betrifft,habent wir wol verguot; dasselb betrifft aber uns arme lüt glich als wol als die gerichtsherrcn; wo es unsaber allein antrifft, will uns beduukcn, unser krieg reiche den gerichtsherrcn und edlen zuo irem nutz und unszuo Nachteil; dann wir ires zuosags wenig erlangt haben. Do mau dann vermeinen wollt, uns wärint dienüwcn beschwcrden abgenomen, weliche (man) doch der billicheit nach nie ufglegt sölt haben, möcht man anderen statt ander gsüech an dhaud ncmen gegen uns, mit andren uud andren beschwcrden, mit weliche» mauallwegen zeschaffeu gewunn, damit man meiner uf die alten beschwcrden kommen möcht; darmit wurdint allwegendie alten beschwerdcn mit den nüwen beschirmt. Aber »üt bester minder wäre discn dingen wol rat bcschechcnin mitler zit, wo wir... mit einem uupartigischen lnndgericht ze setzen betracht(et) wärint worden; do es unsaber nit hat mögen verlangen, müesscnt wir armen lüt uns lyden; aber was nutzes uns armen lütcn darusentspringt, ist wol zuo gedenken", w. ?c. St. A. Zürich- A. Thmga».
Zu i. Ueber dieses Geschäft wurde ein besonderer Abschied, d. d. 18. Juli (M. u. M.), ausgefertigt,dem folgciide Details zu entheben sind. Im Namen der Aebtissin erscheint Pclagius („Poley") Thüringer,Gerichtshcrr zu Neuenbürg, und berichtet, wie vormals drei Frauen mit großen Kosten ausgesteuert worden, uudjetzt vier andere ihr eingebrachtes Gut auch heraus verlangen; wie der Hagel zu Steckborn „so übel gcwerchct",daß dem Gotteshaus dort nicht so viel werde, als man hätte hoffen dürfen; daß der Prädicant bei 130 Gld.brauche, während ein Caplau mit jährlich 20 Gld. dessen Aintsgcschäftc wohl versehen könnte, zc. — Folgtweitläufige Autwort, auf allgemeine Beschlüsse in Sachen der Klöster verweisend, w. St. A. Zürich-A. Feldbach.
352.
Ncm und Zreilmrg. 1530, 20. bis 23. Juli.
Archive Vcr» und Freilmra.
Verhandlungen mit einer savoyischen Botschaft:
1- 20. Juli, Frei bürg. Der Herr von Stäffis, des Herzogs von Savoyen Bote, wird ans Freitagvor die Burger geladen.