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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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697
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Juli 1530. 697

digct werdend, sye. Harumb unser cntlichcr entslnß, will und Meinung ist, dnß ir inen solichs trnngcnlich für-hnltcnd und bcgcrcnd, das lmrgrccht von stund an ze schweren mit obcrlütertcm anhang und ltttrnng, unddaß es vorhin offcnlich geläscn werde; (dann) sind wir auch, wo das beschicht, urpüttig glychcr wys ze schweren.Daß st) aber die lmrgrechte, so wir mit den stellen Zürich, Costanz, Straßbnrg und andern nnwlich »fgcricht,anzogen, nnrt sich nimmermcr erfinden, daß diesclbige» dem obangcrcgten beider Stetten ewigen bnrgrechtc widrigoder nachteilig; damit st) aber dem argwon kommind, wo sy deß bcgärend, wellend wir inen die bricf sechcnlassen, sofcrr s>) uns onch die brief, so st) mit den v Orten, (den) Walliscrn oder andern nfgcricht, zno läsengcbind. Wann st) aber je das lmrgrccht wie oblut und nach besag üwcr instrnction nit schweren wellend, all-dann sollend ir den burgrechtbricf harnsfordrcn und den, so wir dem spittclmcistcr Tremp geben, hiuusgebeicund damit vcrritcn, 2. Sodcnnc bcrücrcnd den gefangnen Tischmachcr sollend ir begnrcn, dnß er nnzöuge, vonwem er gehört, dnß wir willens und gcmücts sycnd, als bald die crn inkommc, die von Fryburg ze überzic-chcn zc>, wellend wir aber darinnc handle» nach aller notdnrft, dann uns daran nngnctlich beschicht-. . Wylersollend ir üch des Tischmachcrs nützit beladen." St. sc. B->n: T->nsch Miss. s. w?zo».

3) 1530, 11. Juli, Freiburg. Betreffend die Beschwörung des Bnrgrcchts mit Bern ist bcrnthcn,dazu einzuwilligen und die (Anrufung der) Heiligen nachzulassen, mit dem Vorbehalt, daß dies Freiburg imBurgrecht nicht schade; es soll auch in den Eid begriffen werden, dnß, wennwir" etwelche Bünde oder Burg-rechte dnwidcr gemacht hätten oder ferner machten, solches abgethan und kraftlos sti. Ferner wird cinbeduugen,daß Bern ohne weitere Einwürfe auch dergestalt schwöre. Nalhsimch Nr. w.

34«.

Milmrg. 1530, 14. Juli.

ÄaiitonslN'chiv Mcibura: Rathabiich Nr. t«.

I. Die Botschaft bau B c r'n Peter dou Wcrd und Licnhard Treust, eröffnet das Begehren, das;es den Papst (in dem Bnrgrecht) nicht mehr borbehalten müsse; dagegen will es gestatten, daß Freibnrg den-selben borbehaltc, wie dieses eben geschworen habe. II. Es wird eingewilligt, mit dem Beding, daß es demBnrgrecht in Zukunft nichts schade.

1530, 13. Juli, Bern. Instruction für die Voten nach Freibnrg. Infolge der Vurgrcchtsbeschwörung inFreiburg habe man hier den Brief verlesen und sich dabei an dem Vorbehalt des Papstes gestoßen, weßhalbdie (Beschwörung) jetzt aufgeschoben sei; da die Boten von Freibnrg sich der Sache nicht beladen wollen, so bitteman die von Freiburg dringlich, zu bedenken, dnß wenig daran liege, und es für sie nützlicher sei, wenn Berndiesen Vorbehalt fallen lasse, damit man, wenn sie von dem Papste angefochten würden, ihnen behülflich seinkönnte; sie mögen daher ihre Boten ermächtigen (auf de» Vorbehalt zu verzichten und) den Eid zugeben"ohne Erwähnung der Heiligen, wie sie es gutwillig nachgelassen. Das alles soll mit freundlichen Worten an-gebracht und vorgestellt werden, wie verhaßt und verabscheut der Name Papst geworden sei. Wenn sie aberwider Erwarten dieses Ansuchen abschlagen sollten, so begehre man wenigstens, daß sie die zwei Wortedenheiligen" (Bater) weglassen und bloß noch den Papst von Rom vorbehalten, da doch Gott allein wisse, werheilig sei. Vgl. Nr. 310. Sc. A. Bcr»! Instruci. cseo. wz.

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