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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
676
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Juni 1530. "

gfcllig sin inachtend (achtend?), damit wir Herrn Landgrafen mit einhelliger antivnrt begegnen, und diefpcnd christlicher warheit durch unsere zwcynng nit erfröumt, ires bösen fürnenicns gegen uns bester wenigergsterkt werden. Und so es, als wir nit gctrnwen, je dahin kommen, daß üch diser christclicher verstandanzenemen nit gfcllig, und aber unsere Herren darin gan wurden, so wollen wir üch dennocht getruiven,wann sich (das gott wend) etwas tätlichs hierunder zuotragen, ir wnrdeii üwcre herzen nit von uns ab-wenden, sonder üwer getrüw ufsehen zuo tins haben, üiver getrostlichc (hilf?) zno uns setzen, wie irvon uns zno geschehen begeren möchten, so üwern Mitbürgern von Costanz, die uns von Basel undStraßburg auch mit versprochen, etwas begegnen sollte. Was üch hiernndcr gefallen, wellend in unseraller namen üwern und unfern Eidgnossen und christlichen mitburgercn von Basel in acht oder zechen tagenzuoschriben, uns stirer weissen zuo halten. Hiemit üch dem allmechtigen Gott wol bcfclhendc; der gebe uns allengnad, sincn willen und wolgcfallen anzenemen. Datum und mit unfern lieben Eidgnossen und christlichen Mit-bürgern von Basel ufgetrucktem insigel in unser aller namen bewart uff Doustng den rvj tag BrachmonatsAnno ?c. rrr."

Der Stetten Zürich, Basel und Straßbnrg sandtbotten jetz uff dem bnrgertag zuo Basel versamlet."

St. A. Zürich: A. Hesseu-Cassel (Copie). St. A. Beru: Kirchl. Angeltzgenh. K. A. Basel: Abscheidschnften.

Abschied und Missive an Bern in moderner Schreibweise abgedruckt im Archiv E. H. I. 422428.

2)Acndernng des hessischen Verstands."

Und demnach diser verstand allein gegcnwers und rettungs wyse, und gar nit darumb angesechen, daßjcmants under uns einichen krieg anfachen solle, ob sich dann begebe, daß einicher teil nndcr uns, wer joch derwäre, umb des wort Gottes, evangelischer leer oder sins gloubcns willen, wie denselben ein jeder uns in sineroberkeit für cristenlich und recht haltet und predigen laßt, oder umb fachen willen, die dem wart Gotts, evange-lischer leer und dem glauben folgent und demslbigcn nnhcngig, oder so ein andere fach gegen einem uns zuoeinem schpn fürgcwendt wurde, da aber wir die andern, die solcher zit nit angegriffen, erkennen möchten, daß esfürnemblich umb des Gottsworts willen beschcche, bcfcchdet, begwaltiget oder überzogen wurde, daß dann wiralle die andern, in disem christenlichen verstand begriffen, und ein jeder für sich selbs, so bald wir das (des?)von dem bcgwaltigeten verstendigt oder sunst durch glaublich erfarung bericht und innen wurden, die fach unsdheiner andern gstalt sollen angelegen sin lassen, dann als ob unser jeder selbs angriffcn, befechdct, überzogenund also sin selbs eigen fach wäre, daruf auch one allen gefarlichcn Verzug unserm vermögen nach den bcgwal-tigeten helfen retten und entschütten, luft und platz machen, wie dann jeder zit nach gelegenheit des Handelsdurch uns die übrigen am füeklichisten und fruchtbaristcn für gnot angesechen und unser jedem cristenliche liebeund trüw, ouch sin eigne gewüsscn und selbs wolfart dahin wyscn würdet, und also den Handel einander» trülichhelfen stieren, sich ouch dhein teil on der andern wüsscn und willen in einiche rachtung, vertrag oder anstandbegeben." St. A. Zürich t «. H-ss-».

Einige früher gewechselte Schreiben lassen wir weg und fügen zunächst Berns Antwort bei:

3) 1530, 26. Juni. Bern an Basel. Nachdem der Bote, der letzthin auf dem Bnrgertag zu Basel ge-wesen, den Abschied und die freundliche Ermahnung des hessischen Verstands halb eröffnet, habe man doch nichtfinden noch hassen können, daß Solches bei den Angehörigen zu Stadt und Land zu erreichen wäre, so gerneman seinerseits das Beste gcthan hätte; darum lasse man es bei der vorigen Antwort bleiben, mit dem Anhang,daß man, wenn der Fürst von Hessen des Gotteswortes wegen überzogen oder mit Gewalt augefochten würde,sich gegen denselben so freundlich erzeigen wolle, wie man sich getraue, gegen Gott und der Welt Glimpf undFug zu haben. Diese Meinung möge Basel nach Straßburg melden, da man nicht Willens sei, sich weiter zuverbinden. St. A. Bern! T-Utsch Miss. 8. lt?. K. A. Vastl: Abscheldschriften. St. A. Zürich I A. H-ss-n (Kopie von B. Wirz).

In moderner Schreibweise abgedruckt im Archiv E. H. I. 428429.

Zu beachten ist endlich noch folgender Act, der die Situation im Reiche beleuchtet:

4) 1530, 25. Juni (Samstag nach Johannis Baptistä). BM., OM. und heimliche Näthc von Zürichan Bern.Unser früntlich, -c. zc. 1. Wir haben üwer schryben der Werbung und prntikcn halb, so die fünf Ort