Mai 1530.
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nicht fehle, zur Förderung der Sache den Boten don Zürich überlassen, laut ihrer Vollmachten weiter zu fahrenund einen billigen Vergleich zu versuchen; was dann sie und die Conventherren mit einander beschließen würden,wollten sie (die Boten don Glarus) treulich und eiligst an ihre Herren berichten, in bester Zuversicht, daßdieselben, nachdem sie sich in größeren Dingen von Zürich nicht abgesöndert, auch das zulassen und ihreMeinung dem Hauptmann beförderlich zuschreiben werden. 3. Die Conventherren wollen nun ans ihrer letztenForderung von 1000 Gl. zu Eigen und 100 Gulden jährlichem Lcibgeding beharren, sich stützend ans desGotteshauses Reichthum, indem sie vermeinen, daß ihnen, die beständig und gehorsam geblieben, weil der ver-meinte Abt mit seinen Anhängern flüchtig geworden, billig alle Habe zustehe, daß sie aber den zwei Ortenzu Gefallen sich der aucrerbten Gerechtigkeit begeben wollen, und man sie deßhalb nicht mit so Wenigem ab-finden, sondern ihnen an ihrem Begehren gar nichts abbrechen sollte, da man sie dessen vielfach vertröstethabe. ' 4. Es wird ihnen aber „vorgeworfen", daß das halbe Vermögen nicht mehr da sei, indem die abge-tretenen Mönche einen großen Schatz entführt haben, daß daher eine so reichliche Ansstenrung über des Gottes-hauses Vermögen hinausginge, zumal dasselbe mit schweren Schulden, Zinsen und Leibgediugen beladen sei;darum werden die Conventherren ermahnt, ihre hohen Ansprüche falle» und sich an Weniger», genügenzu lassen. 5. Nach vielerlei Mitteln und Vorschlügen haben es die Boten von Zürich mit großer Mühe dahingebracht, daß die Convcntualen freiwillig und dankbar 500 Gulden zu Eigen, in Baar oder an sicheren („hab-lichcn")'Zinsen, und 100 Gulden Leibgeding, nämlich auf jede Fronfasten 25 Gulden, annehme»; für allesund besonders für die Leibgedinge solle» sie gehörig versichert und an die Stadt St. Gallen gewiesen werden,sofern man der Plätze halb mit ihr Übereinkommen kann; Bett. Kleider und Hausrath, was sie im Klostergehabt soll ihnen folgen; was sie aber an seidener Waarc oder Andern, von den, Statthalter Studergenommen soll von genannter Summe oder dem Leibgeding abgezogen, dagegen die 150 Gulden, die sie Vör-den, gemeinsam empfangen, desgleichen die ihnen bezahlten Kleider nicht mehr gerechnet werden; damit sollensie aber für alle Ansprachen befriedigt und abgewiesen heißen und ans ihre Titel und Gerechtigkeiten vor demRath zu St Gallen förmlich Verzicht thuu, das Gotteshaus gänzlich gnittiren und das auf ihre Kosten ur-kundlich bekräftigen Sobald auch Glarus seine Zustimmung zu diesem Abkomme» (wie man hofft) erklärt habenwird soll dasselbe in Kraft treten, und den Conventnalen ans die Fronfasten nach Pfingsten der erste Postenvon 25 Gulden bezahlt und für ihr Eigen und. Leibgeding billige Versicherung zugestellt werden; da»» sollensie sofort das Gotteshaus räumen und sich anderwärts setzen. 6. Nachdem die Conventherren diese Abredemit Erstattung verbindlichen Dankes angenommen, haben sie die Boten von Glarus, als die zu endgültigerZusage keine Vollmacht besitze», des allerfreundlichsten und dringendsten bitten und ermahnen lassen, in Betrachtzu ziehen wie reich das Gotteshans vor diesen llruhen gewesen, indem es jährlich bei 18000 Gl. rh. „auf-zuheben"'gehabt - wie man sie öfter vertröstet habe, sie mit anständigem Auskommen zu versehen; wie geschickt undwohl sich Glarus bisher au, Gotteswort gehalten und im,,,er den Wünschen Zürichs nachgelebt habe; wie sie.die Conventnalen. nachdem sie ihre beste Zeit unnütz verzehrt, de». Alter nahen und zur Arbeit untauglichseien- wie etliche von ihnen bereits eheliche Kinder haben, und die andern sich noch zu verheiraten gedenken,u s' w Da^ alles sollen die Boten von Glarus. so treulich und so bald ihnen möglich, an ihre Obernbringen'und sich mit allem Fl-iße dafür verwenden, daß die Sache beförderlichst zu Ende geführt und dieKosten vermindert werden, da doch das Geld, das u.a.. zur Aussteuer gebe, in drei Jalwen beinahe erspar,werden könnte indem das Gotteshaus in eine», Jahre mehr einnehme, al» alle ,hre Forderungen zusammenbetragen Sie hoffe» sich auch so redlich zu halten, daß ihre Herren und Obern daran Gefallen haben sollen,