Mai 1530.
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Baden nach Gebühr darin zu Handel». «I. Es soll jeder Bote seinen Obern berichten, was in Betreff derKleinodien und der 0000 Gl., die dem Gotteshaus St. Gallen zugehörig, die der Hauptmaun samt denenvon Zürich zu Händen genommen, angezogen worden ist, und auf dem Tage zu Baden darüber Antwortgeben, v. Da°scit einiger Zeit Beschlüsse, die man ans Tagen gefaßt nnd in die Abschiede genommen hat,von Zürich verworfen zu werden pflegen, so daß man nirgends zu etwas Bestimmtem gelangen kann, alsoKosten und Arbeit auf Tagen umsonst sind, so wird beschlossen, auf nächstem Tage zu Baden sich zuerstzu erkundigen, ob man die Bünde, den Landfrieden und andere dergleichen Vcrschreibungen den V Orten haltenwolle oder nicht, um sich darnach richten zu können. I'. Da man gesehen, daß Zürich vor de.» letzten Kriegealles aufgezeichnet und in Schrift verfaßt hat, was ihm zu Glimpf und Ursache seines Aufbruchs dienlichgewesen, und zu vcr.nnthen ist, daß es dasselbe jetzt wieder thue, und da die V Orte nach allem, was täglichvorgeht viel mehr Glimpf und Ursache auf ihrer Seite haben, so wird Lucern beauftragt, seine Schreiberernstlich anzuhalten, alles aufzuzeichnen, was Zürich, Bern und die (andern) lntherischen Städte gegen Bünde,Landfrieden und andere Verträge thun, um im gegebenen Falle das Boll darüber auch belehren zu können.
317.
Frcilmrg. 1530, 7. Mai.
Kaiitoiiöaechiv Frciblirg - Rathsbuch Nr. 47.
I- Abermals erscheint eine Botschaft der V Orte, um über den zwischen ihnen und Zürich waltendenUnwillen ernstlich zu klagen. Sollten sie überfallen werden, so begehren sie, daß Freiburg ihnen kraft derBlinde nnd des Landrcchts mit Wallis tapfere (tröstliche) Hilfe beweise, :c. II. Zu antworten, der HandelU'ißfvllc meinen Herren; aber der kleinen Zahl (II Räthe anwesend) wegen wolle man sich darüber berathcnUnd die Antwort schriftlich senden. ,
Hiezn dienen folgende Acten:
1) 1». Mai: „Es Hand min Herren Rät und Burger geschworen, den Handel unser Eidgnossen (derV Orte) heimlich zc halten, nnd ivclichcr das ivirt eroffnen, ab dem soll man richten als ob einem Verräter nndfleischverköufer." (Rathsbuch.)
2) 153», 13. Mai (Freitag vor Cantate). Luecrn an Freibnrg. Dank für die letzthin der Botschaftder V Orte gegebene freundliche Antwort.. . „Und als ir uns ansnochcnd nnd begcrcnd, daß wir nit zuo gächnoch anfänger sin (wellen) rc., lieben Eidgnossen, es darf dcßhalb wenig sorg; dann man hat (in) vergangnernfrnor wol gesechcn, ob wir nid ander lüt zuo gäch nnd anfänger gsin sigcn; dann uns mint licbers dann frid»nd einikeit in der Eidgnoschnft, sind onch des willens nie gwesen nnd noch nit, mit jemand krieg nnd unfnor (?)in der Eidgnoschnft anzefachcn und zc gebrachen, ja wo man uns onch by frid, l») dem unfern und by recht»ach vcrmög der bänden bliben ließ; dann wenn uns wol (wär) mit kriegen, so ivärend -vir vor jnr und tagenvorm landsfriden nnd darnach überflüssig zno vil darzno verursachet; aber von sridcn nnd rnoiven wegen habenmir sovil vorgeben nnd nachglasscn, daß mint darvon ze sagen nnd uns zuo großem Nachteil erschossen, als üchdann nnverborgen ist. Und darumb, l. E., so dankend wir üch üwers trüives erbietens nnd trostlichen antwurtzum allerhöchsten, mit ganz früntlichcr bitt nnd ermanen an üch, daß ir ein gnot trüw nfsehcn nf uns haben"nd das best thuon, als wir üch ganz ivol vcrtruwcnd. Dcßglich erbietend wir uns, Ivo es üch not tät, unserUb und gnot nach unscrm vermögen trülich zno üch ze setzen nnd alles das trülich zuo erstatten, so die nüw