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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
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619
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April 1530.

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29.Zum leisten, ulldwil mancherlei nrtikel und beschivcrden in gottes wart gcgriindt, auch dero vildem selbigen, glpch, gemäß und nit znowidcr, hievor verzeichnet und gemeldet wirt, hiernf ist der Thnrgöiverendlich Meinung, will und beschließung, daß über sölich bcmclt nrtikel und beschwärdcn niemand änderst danndie zwo cristcnlich stett, nämlich Zürich, Bern und ander unser oberkeit, so vorbcncmptcu stctte» iin wort gottesnnd cristcnlichcm verstand glych und vereinbart syend, darüber nit richten, erkennen, noch ganz kein urteil sprechensollend, alles nach vcrmög (nnd) inhalt göttlichs morts und cristcnlichcn zuosagcns des nfgcrichtc» landfridens.Aber in allen andern lyplichen usserlichen händlcn, usser gottes wort, da wellen sich die Turgöwer ir herreuund obcrn all gcmeinlich in allen zimlichcn lpdenhaften artikleu und pnnctcn gern crzöigeu nnd der billigkcitnach wysen Und gnotwillig finden lassen." K. A. Frciburg: Absch. Bd. <w.

2) Dreimal, am 9. Mai, 19. Mai und 14. Juli, trat auch Bern ans eine umfassende Begutachtungder Thurganer Artikel ein; keiner der bezüglichen Nathschläge ist vollständig durchgeführt; es mag daher genügen,nur erhebliche Abweichungen anzuführen. Die benutzten Einträge finden sich im Jnstrnctionenbuch X. 424431; 436440; 455, 456; die je 12 Tage früheren Conccptc im Rathsbuch 225, p. 251 ss., u. s. f.

1. 1. Billigung, mit dem Hinweis auf das Postulat des Landfriedens.

2. Zustimmung; Vorschlag eines Ehe- oder Chorgerichts mit der zürcherischen oder bernerischen Satzung;Competenz als allgemeines Sittcngcricht; Geldstrafen den X Orten zufallend, nicht den Gerichtsherren. DamitI. 6 und II. 8 als erledigt betrachtet.

3. Klostcrgnt nicht zu verlegen ohne Verfügung der X Orte; im klebrigen die Flüchtling frei*).

4. Verweisung ans die eigne Verordnung; zu fette (feiste) Pfründen den Lehcnshcrren steuerpflichtig; zuschwache aufzubessern nach Erkcnntuiß der Eherichter. Die Caplnue mögen lebenslang bei ihren Pfründenbleiben; nach ihrem Abgang mögen die Stifter oder deren Erben an sich ziehen, was sie vor Gott zu verant-worten hoffen; wo Erben fehlen, oder (fremde?) Fürsten und Herren Stifter gewesen, oder die Geber nicht imThurgan oder an Orten wohnten, wo das Gotteswort angenommen worden, sollen die vorhandenen Güter denX Orten zu Händen kommen.

5. Ungefähr ivic Zürich, nur etwas ausführlicher.

II. 1. Hinwcisnng auf den Abschied von Baden dd. 13. Sept. 1526. Nur unbillige Beschwerden abzu-nehmen, gemäß dem Landfrieden.

2. 3. 4. 5. 6. Billigung der Antwort der Gerichtshcrrcn nnd Bestätigung der im Jahre 1529 zu 'Franenfeld gegebenenErläuterung"; Auftrag einzelne übersehene Mängel zu bessern.

7. Beeidigung ivie von Alters her, mit Vorbehalt des GottcSwortcs nnd der bezüglichen Entscheidungender christlichen Orte (Zürich, Bern nnd Glarns).

9. Beistimmung zu der Antwort der Gerichtsherren.

29) . . .Lassen! wir es, sovil dao gütlich wort bernert, i» vcrning nnsers znosags nnd gemachts lantfridens gänzlichdarb! blibcn, doch mit discni heiterem anhang nnd erlüternng, daß nnscr gesandten in fachen lib und gnot belangend sichnngespart söllint haben, zwiischent den Partien gnetlich nnd friintlich ze handlen, und wo das nit sin mag, söllent unsereKotten niemants. er sige edel oder unedel, wider sincn willen ützit ane recht nnd anderer unser Eidgnosscn verwilgnng ab-thnon nnd nachlassen." S.. A. zrmch - sc. Thurau.

Von obiger Beschwerdeschrist enthält das Zürcher Archiv drei Abschriften (Zwei von gleicher Hand), die Wort fürWort verglichen wurden und durchweg, von einzelne» Schreibfehlern abgesehen, übereinstimmen.

*) I. 3. (19. Mai). Flöchnen im Allgemeinen nur in die X Orte; Klostergnt nach Zürich und Bern.

^ck ll. 6. (14. Juli). Zum Landgericht ivie bisher 4 Mann von Franenfeld, von den Gerichtsherren nnd den Gemeindenauch 4 zu sehen; Vorbehalt einer Aendernng bei erweislichen Ucbelständen.

9. (19. Mai). Die Gerichtsherren zu halten wie im Schwabenkrieg.