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April 1530.
setzend und entsetzend mit ircn vögtcn und amptlüten, ouch weiblen, knechten und andern nach ircm willen; esbcdunke sy ouch gar gcfarlich syu, mit früntlicher pitt, inen bcholfm ze sind, daß söliche nidere gcricht nit alleinvon den gerichtsherrcn, sonders ouch von den bidcrben Wen mit cerlichcn, tapfcrn männern verscchen und ver-walten wcrdint; darzuo syg ir bcger, daß sy je zuo zyten in fachen, daran inen gelegen und die nutzlich underlich sygen, so darmnb an die amptlüt crsuochnng bescheche, und aber abgeschlagen wurde, die gmeinden zno-samen berüefen, halten und alles das handlen mögind, so die notdurft irethalb erfordere.
24. „Zum vierundzwcnzigistcn beschwert uns, daß wir unser eigen arbeiten (erbuwten?) win nit bedörfcntußschenken, damit wir unser narung deß stattlicher bekamen möchten; das wirt uns durch die gerichtsherrcnverbotten, mit demüctiger pitt, sy die gerichtsherrcn darzuo (ze) vermögen, von ircm fürnemen abzestan und unshierin ungesumpt lassen.
25. „Zum fünfundzwcnzigisten beschwert uns, daß wir den kleinen zechenden zuosampt dem großen geben(mücsscnt), mit hocher (ul. höchster) pitt, des kleinen zechenden halb ein gncdig ynsechcn ze thuon.
26. „Zum sechsuudzwenzigistcn ist ir der Thurgöwer höchst und trungenlichist pitt und bcger, daß ircklöstcr im Thurgöw nun hinfür mit frommen gotsförchtigcn dapscrn männern bemelter landschaft fürsechen undzuo schnffnern und hußhaltern erwelet und gesetzt werden; die selben söllen dann järlichen unfern Herren undobern ires ampts und hnßhaltcns trnlichen rechcnschaft geben, und die so wol und fromklich husent, (des) genießen,harwider die so übel und unrecht, gestraft, abgesetzt und ander togcnlich an ir statt gesetzt werden, damit daßdie güeter dester förderlicher bclybcnd, und nit also dem land die güeter (und) Nutzungen cntwert und entfüertwerden, wie dann zuo Crüzlingcn und anderßwo bcschcchcn und noch tcglich beschicht.
27. „Zum sibenundzwcnzigisten beschwert sy ouch, daß der landvogt die ledigen kindcr understat ze erbe»,und aber wo nit (nüt vorhanden?), da nünpt er derselben wenig war; da (ist) ir Meinung und pitt, welle derlandvogt erben, sol er die selben kinder erziechcn oder sich der erbschnft entzychcn.
28. „Zum achtundzwenzigistcn beschwert sy, daß etlich gerichtsherrcn sich undernemcnd, nämlich der Bischofvon Costenz, und wöllent ab den güctern, so zechend fry und darmnb gcwarsame (vorhanden?) ist, zechend habe»mit pott; da vermeinend sy, by sölicher anfordcrung nit (nüt) schuldig (ze) syn.
verkünden, ouch daß der weltlichen oberkeit und wen gerichtsherrcn in zitlichen usserlichen dingen, was weltlich regiincnt be-langet, unvergriffenlich und unnachteilig sin solle. Dann wo si etwas, das wider erbars und billichs sin und mit gütlichemwort (nit) bestan, ouch dem lantsfriden zuowider sin inöcht, an iren gemeinden fiirnemen und entschließen, darin wurdenwir inen selbs dhein statt oder Nachlaß geben; deßhalb die gerichtsherrcn unsers bednnkens das wörtli rottieren wol ersparthettent, diewil die biderben lüt zuo undertruckung christeulicher rcchtgeschafsner oberkeit und guoten erberen regiments nochnie gerotticrt, ouch sich stirer ze rottieren ir genistet nit gewesen, und ist hicmit entlich unser ernstlich Meinung, daß sich diegerichtsherrcn und edlen ouch weder in oder usserthalb unser Eidgnoschaft gar nit rottieren söllint.
24) . . . „Sollen! die vertrag des winscheukens und tafernen halb gehört, und das winschenkeu der winen, sojetlichem an sine» eignen erbnwten güetern und reben wachst, nach lut unsers letst ußgangneu maudats gcmäßiget werden.Der tafernen halb lassent wir es bi gemachten vertragen, brief und siglen blibeu.
26) . . . „Ist unser gefallen, die Thurgöwer irs fürnemens dis artikels halb güetlich nud friintlich abzuowisen, n»dwo das je nit erschießen, als dann mit der fach für alle Ort, so sy zno beherscheu Habcut, ze kommen.
26) . . . „Will mrs gefallen, die fach biß zuo ußlrag der irtung und spännen, so zwüschent den drigen Stetten Bern,Friburg und Solothurn eins, und den sechs Orten anders teils, vorhanden sich halten!, in ruoiv anstan ze lassen; doch daßdie preisten, schafsner und amptlüt der klöstern beschickt und mit inen ernstlich geredt und verschaffet werde, gctrüwlich, alsfromm biderb lüt, hnßzuohaltcn und nüt zuo veraberwandle» und zno entfrömbden.
27) . . . „Gefallt uns, daß der landvogt von wägen der oberkeit die ledigen kind erben und dargegen die, so nüthettint, erzüchen und versechen sölle.
28) . . . „Ist unser will und ansechen, solich fachen für unpartigisch lantgcricht ze wysen, die dann jedes teils gcwar-sameu stattlich, wie sich gebärt, verhören und die Partien ab einander;; mit güctlichem oder rechtlichen; sprach erkennen söllen.