616 April 1530.
11. „Zum einliften, als dann st) die Thurgöwer m.losuug der erkauften ziuseu auch eben treffeulichund merklich beschwürt/spg ir hoch und gctrungen pitt, daß st) darin nach zimlicher billicher gestalt bedacht undinen geholfen werde.
12. „Zum zwölften beschwüre sy nit wenig, daß die gcrichtshcrren inen durch ire pott werint und ver-hindrint, daß einer sine lechen oder eignen güeter, holz und fcld nit zuo sincm gefallen und der notdurft nachbruchcn und nutzen möge, und vermeintind, daß die gcrichtshcrren und ander die fachen mit recht und nit mitpotten usücben sölltind; darzuo mücsscnd st) die eichle» in iren hölzern von inen und nämlich vom bischof vonCostcnz erkaufen; st) nemind auch in iren der gebnrsame hölzern das, so inen gefalle, alles on ir aller gunst,müssen und willen; es wellcnt auch ctlich nit, daß st) ir vich darin tribind; aber sy machind und thnegind esnach irem gefallen.
13. „Zum dryzechcnden mneßind sy etlichen gcrichtshcrren lybstüren geben, dcro lybcigcn sy doch nitsycnd, noch inen dhcin guot zuogehörig.
14. „Zum vierzechenden, sitmalen sy iin Thnrgöw mit nachlassung des fridens onch beschwert, sygc irpitt, daß darin nach gebürlikcit gesechen und sy in gnaden bedacht wcrdint.
15. „Zum fünfzechenden sygend sy beschwert in den lechen, so nüwlicher zit und jaren jetzund mit inenanders, dann von alter Harkommen, gebracht ?c., und begcrind, daß sy in sölichen lechnen nach billigtest undaltem bruch gehalten werdint.
16. „Zunl sechszcchenden sygc ir bist und bcgcr, daß mit den schribern, in der landschaft Thnrgöw ivon-hnft med gesessen, verschafft werde, sich zimlicher bclonung der briefen zuo bcflyßen und den arme» gmeincn manwider billichs nit zuo beschwüren.
17. „Zum sibenzechenden beschivere sy, daß ein arm man uff das sin nit buwcn darf das, so im ivolknmpt, und damit er sine kind dest bas wüßte zuo erncrcn, als nämlich schmittiiren, metzinen und pfisterigcn,welichs inen durch ire gerichts Herren je zuo zyten abgestrickt und verbottcn ivcrde, mit bcger, sy (darin) onchgnedcnklich zuo bedenken.
18. „Zuin achtzechenden, den wildpan betreffend, wcltent sy vermeinen, wo sy in und uff iren güeternund hölzern vom gwild geschedigct, daß sy selbs den schaden wcren und nit gestraft werden; daß onch einer
tt) . . . „Ist unser meiimng, diewil sich die Thurgöwer dem göttlichen wort glichförmig gemachet, und wir ine»demnach der satznng und Verbesserung der Zinsen halb, wie die von uns nßgangen, uff ir pitt und begären zuo willen worden,si onch die, wie wirs gemachet, für sich selbs als christenlich und in göttlichem wort gegründt, zuo halten angenomen, vcr-meinent wir, das! si und wir dabi bliben söllint.
12) . . . „Söllent unsere botten vollen gwalt haben ze handle» und ze arbeiten, damit nach verhörung jedes teilsgwarsamcn und gerechtigkeit das an die Hand genomen werde, so gütlich, erlidenlich, billich und recht sigc.
13) - - - „Ist unser Meinung und wellent, dasi die so mit solicher libstür beschivert, für ein unpartigisch lantgerichtgewisen söllint werden.
14) . . . „Ist unser entschluß und gfallen, daß unsere botten mit ermeltem Nachlaß des fridens givalt haben söllint,den uff ein komliche richtige form ze stellen, als dann si und ander für not, nutz und gnot wirt ansechen.
15) . . . „Ist unser befelch und wellent, daß es mit solichen lechnen, wie von altem harkommen und geprucht syge,gehalten und niemants einicher nüwernng nit gestattet werde.
16) . . . „Gebeut wir unser» botten darin vollen gwalt, nach gebürligkeit ze handlen.
17) . . . „Söllent unsere gsandten vorußgangncn der gcrichtsherren abscheid verhören und dannanthin givalt haben,mit andern botten darin ze handlen.
13) . . . „Ist von nötcn und unser will, daß die vor darumb ufgerichten vertrüg gehört werdint; so das geschieht,söllent unsere gesandten dahin tringen und schassen, wo sy die Thurgöwer in und ufs iren güetern und hölzern vom gwild