Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
615
Einzelbild herunterladen
 

April 1530.

615

größlich beschwert ze sind; dann so sy hie discnthalb säßint und sich als fründ crzöigtind, .pellten sy cS nitwcrc»; doch sygint sy nit darwidcr, daß inen ir amptlüt schwerint, iren nah ze fördern und schaden zcwenden, als dann Mich beschießt, und daß. ein ganz connnnn, gmeind, fleck oder dorf oberneniptcr cideuerlassen werdint.

S.Zum achtenden syg ir ernstlich bcger, inen bcholfcn und berate» zuo sind, damit sy mit einemcegcricht verstehen, mich jung und alt zno einem gcbnrlichcn rechten der ccsachcn halb, nach lnt göttlichs wortsnüws und alts tcstnmcns mögind kommen; dann inen allerlei) Ursachen, und sonders nmb vcrmydnng großeskostcns nit mer gemeint noch gelegen sin welle, über sec gan Zell oder Mcrspnrg für dnS bäpstlich gcrichtze kommen.

9.Zum »unten, als dann sy unser» Herren von Zürich znogczogen, syge ir pitt, daß inen ctivas aniren crlittncn kosten gegeben werde, als das wol sin und geschechen möge von etlichen klöstcr» im Thurgöw,dicwyl doch der abt von Crüzlingcu syn lyb, ouch ctlich Hab und güeter über see ußhin zuo iren widerwertigcngeflöchnct; deßglych der münch von Jttingen ouch von inen gcsündert, und sofcr das uit syu und erlangetivcrden möchte, daß doch die gmcincn klöstcr snmpt den gcrichtshcrren im Thurgöw daran gcivyßt, daß sy ineniren gcheptcn und crlittncn reiskosten hclfind nach zimlichen und billichcn dingen ertragen; dann irs bcdunkcnSes ein unglychc bürde sin wurde, daß sy inen ir lyb und guot schirmen, und sy inen dargcgeu nüt zuo thuondschuldig sin söllten.

10.Zum zechenden, ob jemnus sy die Thnrgöwer von den oberzelten artiklcn wider recht gcivaltiklichze Irengen und sy darby nit blybcn ze lassen understüendc, daß dann sy ein lobliche stall Zürich, als das nächstund gelegnist Ort, nmb hilf ankeren mögind, von den übrigen Orlen unverhindert, welichs inen ouch ircr creuhalb unverletzlich und ganz uunachlcilig sin fülle. § 9.

8)Sind wie wol geneigt und wcllent, daß unsere botien sy darin zum besten fürderint und schafsint, daß solichcgericht stattlich mit ernst vcrwaltot und verseche» werde, doch vorbehalten die appcllation, also daß ein jeder, der ircr urteilenbeschwert für 'uns oder unser lieb Eidgnossen und christenlichen Mitbürgern von Veen appellieren möge, und (daß) doch ouchsi die Thnrgöwer die appellation für uns oder gen Bern wie gemcldt gan ze lassen sich nndcr cinandcrn ze entschließen undzuo erlütcrn gwalt haben sollend

g) "cht unser befelch und Meinung, dicwil sich die edellüt und gerichtsherrcn mit den bidcrben lütcn göttlichs

worts halb verglicht ouch lib und guot deshalb zno inen ze setzen bewilgt, und dann diser ufprnch sich von götlichswortS wägen erhept' daß dann nnserc bottcn. wie es vornahar in solichen ußzügc», da die Eidgnossen krieg gehept habint,und nan.lich in Schwabenkricg, »>it dergliche» brächen und reistosten gehalten worden. erlonnen sollend Find! sich dannlals wol mo vermnoten), daß si, die edellüt, vornahar ouch in solich briich nnd koste» gelegt worden, bclipt es billich indisem sal ouch darb! dann es je ein gemeine lantsnot gewesen. Ob sich aber solichs nit erfinden, sonder si villicht durchbrief und ge.varsamen erscheinen möchten, daß si mit der meigerschaft ze beuchen ouch nit witer schuldig wärint. dann jctlichermit sin selbs lib oder einen, besoldeten an siner statt ze reisen nnd damit gnnog gethan haben -c., alsdann habent unsereKotten gwalt mitsampt unser» lieben Eidgnossen von Bern nsss best und frnntlichost mit de» edellnte» ze handle» nnd siin der anetliäkeit etwas nach gstalt der fachen ze thnond zno vermögen, sind wir gnoter znoversicht, si werdint sich n.nb umsern nnd n.erer rnowen willen zuo beiden teilen der billigtcit wysen lassen nnd zi.nliche mittel nit nsschlachen.

lg) 'Ist »nscr Meinung, diewil »nser lieb Eidgnossen nnd christenlich Mitbürger von Bern sich dis arlikels halb

zno etwas Unwillens gegen den Thnrgöwer» annämcn. nnd als ob sy damit verachtet, dnrns ermessen möchtint, daß unseregesandten die ermellen Thnrgöwer zum besten verantwurte» sollint, denen Ursachen, daß diser artitel vor nnd ee man indas feld gezogen und si eigentlich gewicht, ob uns »nsere Eidgnossen von Bern znoziechen wnrdint oder »il. ouch vor nndee si den ^lnrgöwern götlichs worts halb schütz und schirm znogesagt, gestelt und gmachet, znoden. d.e von Bern si in.Thurgöw nit bevogten syen -c.. nnd nmne gfalt uns wol, daß der artitel nfs uns nnd Bern, der hilf und trosts halb, gestelltund darin endhcin statt snr die ander gesünder! werde.