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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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April 1530.

appcllatzcn billicher für ein landtgericht gezogen und die biderben lüt nit also beschwert werden söllteu, es wäredann, daß beid partycn des güctlich mit cinandern bekämind; dann zwölf man irs bcdunkens mcr Verstandshabent dann einer, und wcllent aber hiemit ein landvogt und sine bysitzer irer eeren ungeschulten haben. 8 4-

5-Zum dritten vermeinend sy, daß die schulden mit recht und nit mit potten, wie bißhar gcprucht sygc,inzogen werden. Glychcr gstalt söll ein unverlümdeter man, uff den vormaln nie arx oder böß gehört wordenzc., nit uff ein lychtfcrtige verklagung glich fcngklich augenomen, sonder das recht vor mit im in niderm gcrichtgcücbt und dasclbs crlütret werden, ob der Handel malesitzisch sygc oder nit; doch wellen sy hiemit der stattFrowcnfeld ir fryheit des Indens halb, wie sy die bißhar gehept, vorbehalten haben. 8 5.

4.Zun: vierten, daß hinfüro dheiner umb ecrlich fachen fengklich angenommen oder getürnt werden (sol),so zuo vertrösten Hab, wie dann zuo zytcn villicht beschcchcn, ui:d von den knechten mit hüetung der gefangnenmuotwilligcr kost ufgetriben, den der arm man, so also umb Unschuld gefangen gewesen, nach der lcdig lassunghat müesscn bczalcn; daruf ist ir undertheuig bitt, sy harin ouch gnedcnklich zuo bedenken. 8 6.

5.Zun: fünften werdent die bidcrbc» lüt von den vögtcu für landgcricht oder für die Eidgnossen zun:dicker:: mal citiert, und so sy mit recht ledig ußgnnd, »messend sy nützit dester ininder iren erlittnen kosten aninen sclbs haben, da ir mcinung, so einer also in: rechten obgelegen ist, daß in: von den: gcgenteil umb denschaden der billikcit nach wandcl und abtrag beschcchcn söll. 8 ?.

<Z.Zun: sechsten, als dann bißhar das landgcricht im Thurgöw mit der edlen und gerichtsherren ampt-lülcn beseht, beschwärcn sich die bidcrbcn lüt deß merklich, und ist deßhalb ir ernstlich pitt, daß hinfür vomgenuinen man lüt verordnet, die togcnlich und geschickt darzuo sycnd; dcßglychcn ein ordnung im landgcrichtgcmachet, damit die bidcrben lüt in: rechten gefördert, dergstalt so die partyen eins tags nit gefertigct, allwegzwei: tag nach einander:: landgcricht gehalten, und ouch die fernsten partycn zun: ersten gefertiget werdint. 8

7-Zun: sibenden, als dann sy den kleinen oder nidern gerichtsherren, so cnnet den: See sitzend, alsnämlich der Bischof von Kostenz, Abt in der Ow, und (die) thumherren so zuo Ueberlingcn sitzend, bißharschweren müssen, iren nutz zuo förderen.und schaden ze wenden, und aber die selben inen und vorab göttlichen:wort widerwertig gewesen und zuo unruowen geneigt sind, vermeinend sy mit sölichem schweren merklich und

3) . . .Vedunkt uns ziiulich und rechtmäßig sin, daß die schulden mit recht und nit mit gebotten, wie nntzhar gc-prucht, ingezogen werden; doch ob jemants den: rechten nit statt thuon und geladen (ward), alsdann möge man gegen denselbenungehorsamen fürter mit Kotten handle::, wie sich gebürt. Deßglich :c. (wie oben). Doch hierin abgeschlossen, wo einer anoffner frischer und malesitzischer that ergriffen, daß zuo dein selben griffen und mit in: sinen: verdienen nach gehandlet werden." Vorbehalt der erwähnten Freiheiten der Stadt Frauenfeld.

4) . . .Söllent unsere ratsfründ und gesandten in disei: zweyen beschwerlichen artiklen, wie die Thurgöwer desbegärent, zum getrüwlichisten, angespart einicher inüey und arbeit, ze handle:: gewalt und befelch haben.

ö) . . .Ist unser will und entschluh, soferr jeumnts, es sigint vögt ald ander Personen, den andern in einen :>:::-billichen mnotwilligen kosten werfe, daß darmnb die richter allweg gwalt und macht haben söllent, den: teil so recht gewännt,ein zimlichen kosten znozespreche», je »ach gstalt und gelägenheit der handle:: und fachen.

6) . . .Und (als) dargegen die gerichtsherren vermeincnt, diewil sy mit hnldnng, rciskosten und andern dienstpar-keitcn uns und andern nnscrn Eidgnossen bißhar gewertig gewesen, daß dann (das) lantgericht für den halben teil inenbesetzt, ouch ire mnptlüt von jetzgemeltem lantgericht nit verschalten werden söllent: ist darüber unser Meinung und lütrnng,daß nämlich das lantgericht mit frommen, dapfercn, gottliebenden und nnpartigischen Illten besetzt werden solle; dann wenndise wörtli nach irem rechten sinn erwägen, wirt lichtlich zno erkennen, wie und mit was lüten das lantgericht besetzt werdensölle. Von wägen der ordnung des lantgerichts ist unscrs gcfallens, daß unser botten zun: besten und getrüwlichosten hand-ln», damit inen den Thnrgöwern lnt irs begärens geholfen werde.

7) . . -Ist unser Meinung und welle:», daß die nnderthanen in: Thurgöw schweren und doch den cid mit heiteren:Vorbehalt göttlichs worts, eins gemeinen wolstands, »atz und frommen unser Eidgnoschaft und des ganzen Thnrgöws, undnit anders, thnon nnd erstatten söllint.