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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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612
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April 1530.

1.Erstlich, dicwyl sy sich des göttlichen Worts sovil undernome», daß sy nit allein die götzcn, messennnd ander verwendt gotsdicnst hin »nd abgcthan, sonder onch sich dugcnlichcr, gott gefelliger fruchten undwcrchen, die inen zuo ewigem heil reichend, nach irem vermögen befleißend, daß fürhin endheiner ussert derlandschaft Thurgöw zuo einichem frömbden fürsten ulid hcrreli nit zuo reiß ziecheu sol, alles by vcrlicrung derlnndgrafschaft.

2. Zum andern, daß all prelatcn, closterlüt, edellnt, gerichtsherren und ander im Thurgöw wonhaft nndgesessen, niemand nsgenommcn, sich, sovil an inen syge, dem wort gottes vcrglychen, oder mit biblischer geschriftnttws und alts testamcnts erhalten (söllind), daß die jenen, so dem göttlichen wort günstig und anhcngig, irrindnnd nit recht daran syend.

3.Zum dritten, daß niemand, er syge geistlich oder weltlich, von nnd ussert der landschaft Thurgöwnüt flöchnen sölle, als dann zuo Criizlingcn nnd andern enden beschechen ist.

4.Zum vierten, daß all nnd jede guotmüetig nnd dem göttlichen wort anhengig prcdicanten vcrmcltcrlandgrasschaft Thurgöw von und den zechenden nnd wydem gnetern nach zimlicher ilotdnrft erhalten werdensöllind.

5.Zum fünften, der Priestern nnd unzhar genempten geistlichen Personen halb, so dann ussert dem Thur-

*) Diesem Actenstück fügen ivir den Ertract eines weitläufige» Rathschlages (21 Folioseite») bei, welchen Zürichseinen Abgeordneten zu dem folgenden Tage in F. (U. Kambli, U. Funk) als Instruction mitgab; derselbe ist dem Titelzufolge nach Uebergabe der beidseitigen Beschwerdell an die betheiligtcn Orte versaßt. Der jedesmal als Eingang gegebene Aus-zug des Te.rtes fällt hier weg, Ivo der Inhalt keine Abweichungen zeigt.

1. I.Diewil die Thurgöwer des guoten christenlichen gemüet und willens, und onch uns darumb zum höchsten anniesenche», zno verhelfe», daß fürohin endheiner ussert der lantschast Thurgöw zuo einichem frömbden fürsten und Herren nit znoreis ziechen sol, alles bi verliernng der lantgrafschaft, thnond wir Ulis sölich der ermelten Thllrgömern erber christenlich götlichfürnemen größlich gefallen lassen, und wellcnt gehept haben, daß es als wol von den edlen und gerichtsherren, als (voll)der gebursame stif und unzerbrocheillich gehalten und erstattet werde.

2. . . .Lassent wir disern artikel als götlich und aller billigkeit gcmäs genzlich blibcn, mit dem Kescheid, daß die fachden eerichtern angeheult und den selben die übertrettenden ze strafen befolchcn, onch inen von der oberkeit rnggen gehaltenwerden sölle.

3. . . .Ist uilser will und gefallen, daß die prelatcn und klöster, onch dero amptlüt, verwäser und schaffnere garnüt flöchnen ane gunst, wüssen llnd zuolassen unser beider stetten Zürich und Bern, und onch der verordnoteu und ußgeschossnendes gemeinen Thurgöws; aber die übrigen edlen und weltlichen gerichtsherren mögent das ir wol je zuo ziten an sicheregemarsame thuon, doch allein in unser Eidgnoschast, sliiltst aber gar mit ussert ätters flöchneil.

4. . . .Diewil dann klintlich, daß pfrüenden und competenzen ze schöpfeil nnd ze tarieren bißhar onch den bischoffenznogehört, nnd kein leigisch oberkeit sich deren beladen oder ützit darin zno erkennen gehept hat, welichs aber den cristenengemeinde» durch den lichter götlichs worts jetz onch wider znogestellt ivorden z deßhalb, so das ganz Thurgöw lind der Synodussolichs für uns gewisen, wcllent wir, daß lnt miserer ordnungen, die wir unseren erichtern deßhalb behendiget, den predicautennnd seelhirten zimlich erlich narilng und competenzen geschöpft, und nämlich von ersten die collatores und lechenherren darnmbangesuocht und an sy, die pfrüenden in zimligkcit zuo versecheu, begert iverden, und wo si das in manotsfrist, dem nächstennachdem si darumb angefordrot, nit thätint, als dann die erichter unverzogenlich die competenz, ivie sich gebärt, zno schöpfeilgwalt und recht haben. Ob aber die von Snmmeri, Altnow oder andere von jetzt gemelten richtercu nit (zuo?) recht gehört,mögent wir wol liden, daß si widerumb (in Zürich) verhört, und wo inen ze kurz beschechen, alsdann recht bescheche; woes aber daran manglote, daß die gerichtsherren, klöster oder andere zechend nießer den gemeinden das vorhieltint, das inengeschöpft, da söllent sy inen ire frücht und zechenden heften und nit folgen lassen, bis sy der competenz vernüegt sind. Obaber die zechentnießer inen deßhalb für die übrigen Ort recht pieten nnd si zno tagen umzezüchen nnderstan wurdint, söllentsi sich an soliche rechtsbott und ladnngen nützit keren, sonder dem nachfragen, darzuo sy vermög göttlichs wort fnog undrecht Hand.

6. . . .Wellent wir nit, daß jemand, besunder denen, so mit irem lib lind gnot im land hindcr unserem und anderer