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April 1560.
3) 1530, 20. April (Mittwoch vor Georg). Zürich an Breingarten. Nachdem man eine Botschaftnach Hermatschivyl geschickt, um des Klosters Vermögen aufzuschreiben, verlaute daß die Lncerner und Anderemit einer Anzahl Knechte dort zu erscheinen drohen. Wiewohl man das nicht eigentlich glaube, begehre mandoch, daß die Stadt auf diese Dinge treulich achte und im Fall eines plötzlichen Angriffs die diesseitigen Ab-geordneten nicht verlasse, zc. — Abdruck in „Argovia", VI. 88. Stadtarchiv -vrem-iarw>.
302.
Dießeilhosen. 1530, 19. und 20. April.
Staatsarchiv Zürich: Acten Katharmenthal.
Gesandte: Zürich. (Jacob Werdmüller; Ulrich Funk). Bern. (Hans Franz Nägeli; Peter von Werd).
Verhandlungen mit den Klosterfrauen betreffend Uebertritt zum neuen Glauben.
Es ist nur ein Botschaftsbericht vorhanden, den wir im Wortlaut folgen lassen:
1530, 20. April (Mittwoch nach Ostern), Dicßenhofen. Die Boten von Zürich an ihre Obern. „Ewerbcfelch, die klosterfrowen zuo Dießenhofcn betreffent, habent wir zum trungenlichosten und unserm vermögen nachsampt unfern Eidgnossen von Bern eingespart aller müe und arbeit vollstreckt, und so wir nit an gedachtenfroiven denn alle widcrwertikcit, und die da warten wellcnt, was sy die viij Ort heißint, fanden Hand, wcrdentwir gen Frowenfcld (den übrigen Handel ze volstrecken) verryten und von den Thurgöwern r oder rij erberman (inhalt unser inftruction) mit uns gen Dießenhofen »einen und nochmals mit den gedachten frowen handle»,wiewol wir gar kein zwyfcl Hand, es werdi ganz unfruchtbar sin, so gar Hand sy sich ersetzt (widersetzt). Unddas stettli und kloster Dießenhofen etwas vom Thnrgöw nbgesündert ist, will uns dunken unfruchtbarsin, lüt uß dem Thurgöw dahin ze nenien, auch den Dießenhofcrn beschwerlich und verdrießlich, und den Thur-göwern etwas in ir Hand geben, so inen nit znostüende, dann die vilgcncmptcn von Dicßenhofen des willenssind, kein frömden unbekannten schaffner oder Pfleger im kloster ze haben, sonder einen erbren verständigen manvon D. Wyter so kumpt uns für, daß einer frowen im kloster von Stein gcschriben sy(c), sich geschicklichenin gfallen cwcr unser Herren ze schicken, habe man dem botten gcantwnrt, inen sy(e) aber trost uß dem Hegöwuf hinechtige nacht (das ist an Zinstag znacht) zuokomen; deß wcllent sy sich halten. Item so söllent sy getröwtund gesprochen haben, aller unfal kam inen von denen von Dießenhofen; aber sy wellent inen wol ein spllzuorüftcn, dess si nit gelachen mögint. Item so hat ein frow, so uß dem kloster gangen und gemannet hat,etwas mit den klosterfrowen ze handle» ghan, darmit eini den frowen das recht fürgeschlagen, hat man geant-wurt, der Keiser sy(e) ze land kamen, der wcrd inen ze rechten gnuog geben. Solch tröwen macht die biderbenlüt nntuldig, zuo dem daß sy erst in iren kutten wider unsers lands sitt und bruch verharrent, und redent fryherus, sy könnint und mögint sy nit mer dulden noch lidcn, und schlechtlich, sy wcllint iro nit incr. Har-widerum so wend die frowen also beharren, man bitte ald tröwe was man well. Sy Hand ouch uns ein mis-sive, von den rij Orten zuo Baden usgangen, anzeigt, wie man jederman söll bliben lassen und mit niemannützit unfrüntlichs fürnemen bis nf nächst haltenden künftigen tag zuo Baden; dess wellcnt sy sich halten.Sölichs uns und die boten von Bern zum teil befrömdet, daß sölcher brief von den rij Orten underschribenwas. Item so sprechent die vilgemelten frowen, si habent rechnnng geben, wie meister Blüwler wüsse; sölcherechnung ligc zuo Schaffhusen, und sycnt all stund den viij Orten rechnnng ze geben urbüttig; onch lige >rguot und Hab, so sy entflöcht Hand, ouch zuo Schaffhusen zc." Bitte um Weisung nach Frauenfeld.