576 März 1530.
begegnet sye, und so vilicht der lnndvogt etwas unruow anzeheben understüende, weß sy sich zno inen versähensölltind.
12. „Habend die undervögt erstlich gebetten, sy wcllind sich zum höchsten alles fridens mit den übrigenOrten beflyßen, söliches ouch iren Herren und obren gen Zürich zuoschryben. Demnach sycnd sy -von iren gmeindenabgefertiget ze losen, was man an sy bringen welle, dorumb sy nit wyter ietzt ze mol handlind, wellints aberhindersich an ire gmeinden widerumb bringen, guoter Hoffnung, ire gmeinden wcrdint lyb und guot zno inensetzen, so man sy vilicht also nnderstan wurde wyter ze tringen, dann der landsfrid vermöchte, und ietz ze inol,was iro person anträffe, wcllind sy, was da knmb, eerlich handlen, ze.
13. „Hieruf antwurtet Jörg Göldlin, daß es gar gheines hindersich bringcns oder gnicindens bedürfte,und vcrnüegte sy wol iro erbieten. Dann so man gmeinden sollte, wurde es onc zwyfel einen nfrnor undrüstnng bringen, das wir nun nit wollend noch bedürfend, diewyl wir nit hie sind (ouch one üwer bitten, wic-wol wirs im besten verstand) unruow ze machen, snndcr friden, ja daß der landsfrid gehalten werde, daß woes dz meer wirt, als es hie worden ist, (es) ein fürgang habe und nit ein jetlichcr nach sinem mnotwillcn dar-wider handle; ja wellend üch allen hiemit den Herren (prcdicanten), so hie zuo gägen ist, befolhen haben, daßir ein ufsähen uff in haben wellend, und nach innerem vernniglichen flyß vergoumen, dz im ghein leid beschähc;dann füllte im etwas wider billichs mit gwalt zuogefüegt werden, wurdent es unsere Herren und obren gar nitcrligen lassen. Zuo dem wirt es ouch gheines hindersich bringcns noch mcren gwalts not sin. Dann kumptder landvogt schon, nach sinem tröwcn uns dannen ze tryben, wirt ers alein nit underston. Bringt er dannein vile mit im, so werdent wir sy (deß) innen, ee er gen Muri kumpt; denn wirt es noch früe gnuog, nachmeerem voll ze schicken. Bringt er dann allein rr oder mee, so ist unser gnnog, und wellend, ob gott will,im so er je schlahen will, dz kloster wol vorhaben. Und dorumb entlich wcllind wir ietztan hie warten, wasuns unsere Herren und obren wyter befälhen, und darzwüschend ouch, wie der landvogt uns vertryben welle ze.
14. „Also habend sich die undervögt beratschlaget, da im kloster ze verharren biß an abind, dz sy jenach gstalt der fach handlen köndint. Und ist ouch hiemit in yl und kurz ob angezeigter Handel aller vongenempten Kotten hindersich gen Zürich an einen burgermeister und rat geschriben, wie und was der landvogtgercdt und getröwt habe, wie sy gägcn im und ze Hermanschwyl gehandlct, und wie sy sich wyter halten söllind.
15. „Uff den abend aber ist den undervögten von dem landvogt gebotten, daß sy ghein gelöuf oder un-ruow anhebind von deren von Hermanschwyl wägen, und bracht die botschaft einer von Muri abhin.
16. „Aber uff der nacht kam vogt Hünenberg, ein gesandter ratsbott deren von Luzern, und etlich Meeri-schwander und uß dem obren Ampi mit im. Der kam morgens*) für die Kotten von Zürich und sprach, erhette vermeint, als er usgcritten märe, er Helte hie zuo Hermanschwyl ein geröl und groß gelöuf funden, dannalso hette der landvogt ze Luzern vor rat fürggebcn, ouch also hitzig, dz etlich vermerkt und geargwonet habind(mcr dann?) das, das er ietztan sin befinde; dorumb habind in also sine Herren abgefertiget ze erfaren, wie esdoch stände, und Zürich hochlich ze ermanen und bitten, daß sy sich des fridens und einigheit flyßen wcllind,dann sy ouch ze Luzern, so ferr es jemcr gsin möge, gheinen sinn, willen noch lust ze kriegen habind. Desgegenwirtigen Handels halben, von wägen des prcdicanten, sye ir trungcnliche pitt, sy wellints lassen hindersichan die nächsten tagleiftung gen Baden reichen, guoter Hoffnung, da werde es alles zuo guotem, one zwytracht,vertragen' zc. Bitten, ir wellind ietzt ze mol heim ryten oder söliche miner Herren von Luzern Meinung heiman unsere g. Eidgnossen gen Zürich schryben.
17. „Uff söliches antwurtet Jörg Göldlin und zeigt dem Kotten von Luzern an, wie und was sich derlandvogt ze Muri ußgethon, und was er geredt habe, ouch wie und was im geantwurtct sye, (wie vor der Handelan im selbs gehört ist), und syend also (redt er wyter) nit da, einige unruow anzerichten, sunder einighcit ze
*) Am Rande: „Was des rvj tags im Merzen, Mittwoch nach dein andern Vastsonntag."