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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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März 1530.

1.Daß allein ein gemeiner verstand nfgericht werde, an Verstrickung einer benampten maß oder hilf,sunder uff forme wie in dem Markburgischen und Straßburgischen abscheid vergriffen, und nachfolgenden Ursachen.

2.Erstlich diewyl der Landgrafe unfern Mitbürgern und uns etwas entlegen ist, und deßhalb übel maßzuo finden, wie stark ein jeder dem anderen zuoziechen oder hilf thnon solte; dann ob schon der Landgrafe etlichanzal reisiger uns hieruf in sinem kosten schicken möchte, wurde doch unseren mitburgercn gcfarlich sin, ir fuoß-volk so wyt hinab ze schicken, sy wären dann ganz wegstark; dargegen war zuo vil beschwärlich und kostlich,ein großen Hufen, der wegstark wäre, hinab ze schicken.

3.Zum anderen, so ein benempte maß gesetzt wurde, wie ein teil dem andern zuo helfen schuldig, so esvon den widerwärtigen crfaren, möcht lychtlich durch gegenpraticierung dieselbig anzal der schuldigen hilf ver-hindert werden. So aber kein maß, sunder in gemein die pündtniß gestelt, miicßte sich die gegenparty nllwegeneins jeden ganze macht und vermögen besorgen und entsetzen, dardurch dann vil angrisfs und kriegischer Hand-lung verhüetet werden möcht.

4.Zum dritten wurde ein solicher gemeiner verstand nicmands beschwärlich können sin, diewyl er nitwyters einem jeden uflegt, dann er on das cristenlicher Pflicht und ime selbs zuo guot und wolfart ze thnonschuldig ist; dann ein jeder verständiger guot zuo ermessen hat, so jemands um des gloubens willen überzogenoder begwaltiget wurde, was der ander, ob er schon mit dem vergwaltigten nit in pündtniß wäre, zuo gewartensyge, und ob ime nutzlich wäre, also still ze sitzen und zuozesechcn.

5.Diewyl nun vermuotlich, wo man je mit der that ze handlcn understan wurde, daß vil ee mit unserenmitburgercn und uns angefangen werde, dann mit cim fürstcn, vil Ursachen so guot zuo gedenken, so kündtje nit schad sin, daß wir mit dem Landgrafen in sölichcm verstand wären, wo wir angriffen, daß wir sin gewißwärend, daß er im die fach solte angelegen lassen sin, als ob er selbs angriffen wäre.

6.Dann dardurch wurd der widerwärtigen vcrmügen geteilt und manicher, so dem Landgrafen gesässen,anheimisch zno belybcn gctrungen werden.

7.Wurde dann der Landgrafe zum ersten, das nit wol versächenlich, angegriffen, wurde uns je nit zeraten sin, daß wir darzuo still säßen, ob wir schon nimmer kein verstand mit im Helten; dann guot zuo gedenken,was wir uns hernaher zuo verscchen Helten; dcßhalben in sölichcm fal dise gemeine pündtniß oder verstand unsouch nit beschwärlich oder nachteilig sin köndte.

8.Zuodem so wurden alsdann alle die jenen, so mit dem Landgrafen in sundern pündtnissen in fachenden gelouben belangende sind, hiemit ouch in dem krieg vergriffen werden, als da sind Sachsen, Lynenburg,Mechlebnrg, Maidburg, Anhalt und Dennmark ?c.

9.Es ist ouch wol zuo bedenken, daß vil Wäger, man schicke sich in gegenwer, diewyl man noch zuoallen teilen unverjagt, dann erst so etlich verleiben und verderpt wären, und derselben vermögen, land und lütschon uff der gcgenteil syten und party gebracht wären.

10.So ouch solicher verstand mit dem Landgrafen angefangen, wurde on zwyfel vilen guotherzigen vonstctten und sunst ursach geben, sich hernacher ouch in glychm verstand zuo begeben."

St. A. Zürich: A. Hessen. St. A. Bern: Absch. 00. SliSSS9.

3) Dem Verner Abschied ist eine in Basel gefertigte Copie des erwähnten Projectes beigelegt, die inihrem Titel wie im Eingang die vier Städte Zürich, Bern, Basel und Straßburg nennt, im Uebrigen größtcn-theils wörtlich mit dem früher von Constanz vorgelegten Entwurf (Nr. 146, N. o,2) übereinstimmt. Alswesentliche Aenderungen sind nur folgende zu nennen:

In Art. 2 wird der Fall vorausgesetzt, daß die Bekenntnisse nicht ganz übereinstimmen:wie denselben(glouben) ein jeder uns in siner oberkeit für christlich und recht haltet und predigen lasset."

Ferner in Betreff der Kriegshülfe die Bestimmung:Es wär den nächsten, so in(cn) gesessen und sichempört, oder desselben Helfer anzuogryfcn, zuo beleidigen, verhindern" ?c.