März 1530.
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er diese Sache ernstlich betriebe, den von Klingcnberg wohl bewegen konnte, ihm und den beiden Städten znWillfohren. 3. Außerhalb dein Befehl ihrer Herren und deren von Konstanz, allein ans eigenem Gutachten,habe» die Gesandten von Zürich über die Frage, wie eS mit dem Schloß Twiel gehalten werden sollte, wennder Herzog vor Verfluß der zehn Jahre mit Tod abginge, in ganz nnvorgrciflicher Weise als ein Mittel vor-geschlagen, daß Graf Jörg von Würtemberg. als nächstgesippter Verwandter und Vormund der Kinder HerzogUlrichs, seines Bruders, sich mit Ulrich verschreiben würde, und daß jewcilen der Burgvogt und andere obereAmtleute und Verwalter zu Twiel schwören sollten, in dem Falle, daß Herzog Ulrich vor Ablauf der zehnJahre stürbe, ohne Wissen und Erlaubniß der beiden Städte niemand einzulassen, auch das Schloß zn keinenandern Händen zn übergeben, bis „man" sich mit denjenigen, welche dann als Erben oder aus andernGründen Ansprüche daran zu machen haben, über einen ziemlichen Verkauf (wenn die Städte zu einem solchengeneigt wären) verglichen und vereinigt hätte. — Weil aber die Gesandten beider Parteien für diesmal keineandere Befehle gehabt, als einander ans Hintersichbringcn anzuhören; weil auch die Boten von Konstanz nichtmehr gegenwärtig, sondern schon heimgereist sind und denen von Zürich aufgetragen haben, die MeinungHerzog Ulrichs zu vernehmen und ihnen z» melden; weil endlich in der Verhandlung über das hessische Burg-recht abgeredet worden, daß der Landgraf, wenn dasselbe von allen Theilcn angenommen wird, einen TagZum Abschluß bezeichnen solle, so ist nun verabschiedet, daß jeder Theil obige Meinungen an seine Herrenund Obern bringe, die sich dann weiter darüber berathen mögen; wenn dieselben dem Herrn von Würtem-W'g gefallen, so kann er auf jenen zn erwartenden Tag seine Botschaft auch verordnen, um in dieser SacheZu handeln/gefiele aber S. Gnade» nicht, so lange zu warten, so könnte er einen früheren Tag bestimmenuud die beiden Städte über seine Ansicht schriftlich verständigen; was ihn nun das Beste bedünken will, sollihm hiemit zu seiner Wahl und seinem Gefallen anhcimgcstellt sein.
Hiezu dienen folgende Missivcn:
1) 1530 4 Mär- (Freitag nach Estomihi), Münden. Herzog Ulrich von Würtemberg an die Ge-sandten von'Zü'rich auf den. jetzigen (nächsten) Tag zn Basel. Credi.iv für Sigmund von Bainenbork, alsBeauftragten in Sachen des Verständnisses betreffend das Schloß Tnnel, mtt Zürich »nd Konstanz, auf Grund-lage der von den heimlichen Näthcn Zürichs cnt.vo.fcncn Aotcl (zu handeln). ... - ^ >
^ ^ St. A. Zürich: A. Würtemberg. — Stadtarchiv Constanz (zurch. Copie.)
2) 1530 4 März (Freitag nach Estomihi), Münden. Landgraf Philipp von Hessen an die Botenvon Zürich Bern und Basel . . . „Wir geben üch gnädiger guotcr meinunge zuo erkennen, daß der hoch-geborn fürst, unser fründlicher lieber vettcr nnd gvatter. Her Uolrich, Herzog zno Würtemberg nnd zuo Teck,Grave zno Mümpelgart, gnoter »eignng und willens ist, nnd bcgcrts onch, dor.unb daß siner Lieb undcrthane»,die sin Lieb noch in' iren gravcschaften und Herrschaften, welche siner Lieb brnoder, Grave Geörgc. jetzo innenhat. mit dem gnadenrpchen nnd seligmachenden wort Gottes, zuo eer und pryß sins heiligen name.^s n.er.mgeund pflanznnge siner christenliche» gemeine, dester fridlicher und beßer versehen nnd men das gepredigt werdenmüge. sich „.it iich in ein christenlich und erbar verstäntniß mznolassen und zno verfassen Verwegen an uchnnser günstig und gnädig beger, ir wellen vor (für) iich selbst "^.0 geneigt, auch darob und au sin undfördern, daß sin Lieb angeregter gestalt umb unsernt. onch siner L.eb selbst willen ... sol.ch verstan.nn genomenwerde. DaS, verhoffe., wir,'nns solle allerzvt zuo guotem gereichen, und wo len nur nut allem mngl.chen fchßwege und .Nittel normenden, daß sin Lieb zuo denselben iren grave chasten und Herrschaften d.e siner L.eb brnoder
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3) 1530 17 April (Ostcrtag). Zürich — Heimliche Näthc an kcmsianz. Der Herzog Ulrich vonWürtemberg habe durch den hessischen Gesandten, Sigmund von Bänncnburghmo). auf dem letzten Bnrgcrtag zu