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März 1530.
die jetzt dort hinaus kommen, befohlen werden, eine gütliche Ausgleichung zu oersuchen, soweit es ihnen gelegenist. «. Dn der große Syz von Rheineck, der viele hübsche Kinder Hot, dos Lehengut, welches er bisher inne-gehabt, und dos durch ihn bedeutend verbessert worden ist, als Erblehen zu erholten begehrt, so ist ouf dem Tagin Boden Antwort zu geben, Ivos man ihm lossen wolle. «Z. Nachdem der Morchenstreit zwischen denenvon Altstätten und Oberriet durch den füher vorgenommenen Untergong so weit abgethon ist, daß nur nochdie Morchsteine zu setzen sind, so Hot man den Eidgenossen von Appenzell aufgetragen, dem Vogt zwei Männerbeizugeben und ihnen zu befehlen, die Märchen zu setzen und dies als Wille der Obern den Parteien zu ver-künden, damit sie zur Ruhe kommen, v. Der Vogt im Rheinthol hat angezeigt, daß die Rheinthaler etwasBiichseupnlver gekauft hoben und meinen, daß er im Nomen der VlII Orte es bezahlen sollte; wird in denAbschied genommen, um später darauf einzutreten, Hons Grüter von Nickenbach bei Whl erscheint miteinem Gefährten und klagt, dos; sie von dem Ihrigen vertrieben worden seien, ohne daß sie wissen, durch wendos gegen sie erlassene Verbot ausgewirkt worden; er begehre nun, dos; ihnen zum Recht geholfen und ange-zeigt werde, mit wem sie es zu thuu hoben. Heimzubringen und ouf dem nächsten Tag zu Baden Autwortzu geben.
Zu u. Näheres bringen die nochfolgenden Abschiede und Acten. Hier sei nur noch folgende Missiveangefügt:
1530, 9. März, Einsiedcln. Die Boten der sieben Orte an die vier Höfe im Rheinthol. Antwort ansderen Schreiben. Anzeige des nach Altstätte» angesetzten Tages. „Darum so wellend . . den gfangenen, ouchdes gerichthandels die Ramschwng berüerend, ganz nützit fürnemen, sonder erwarten uf der Kotten znokunft.". -Siegel von Heinrich Reding, Landammann. St. A. Zürich: A. Rh-mthal (Copie).
2tt3.
Basel. 1530, 9. (bis 12.) März.
Staatsarchiv Zürich: Absch. Bd. 10, f. S04. Staatsarchiv Bern: Allgem, lidgen. Absch. Lv. 111. jkailtonsarchiv Schasshauscn: Abschiede.
,N»>lt»»oarchiv Basct: Abschcidschrijten. Stadtarchiv Konstanz.
Gesandte: Zürich. (Rudolf Stoll; Werner Bchel, Stadtschreibcr). Bern. (Niklans Manuel; Petervon Werd). Eon stanz. (Konrad Zwick).
i». Dieser Tag ist angesetzt wegen der besorglichen („sorgsamen") Läufe und Practiken, worüber täglichvon vielen Orten her Warnungen einlangen, die alle darin zusammenstimmen, dos; der Kaiser im Sinne habe,die Städte von deui heilsamen wahren göttlichen Wort mit Gewalt zu drängen, und zwar, wie zu vermuthenist, auf Anstiftung des „geweihten Haufens". Deßholb „entblößen" sich die Boten zuerst der Nachrichten,welche ihre Obern erholten hoben; einige hoben jedoch keine Vollmacht zu berathschlagen, wie man solchen An-schlägen begegnen und zuvorkommen möchte, sondern bloß Auftrog anzuhören, was vorgebrocht werde. Nachdemmau sich hierüber gegenseitig ausgesprochen, hat man für gut erachtet, einen Ausschuß zu wählen, um einenRathschlag zu verfassen, wie dem Kaiser Widerstand zu leisten wäre, sofern er wirklich die Städte von derevangelischen Lehre mit Gewalt drängen wvllte; zu weiterer Berathung soll nun jeder Bote den folgendenVorschlag heimbringen. 1. Da der Kaiser auf den 8. April dieses Jahres einen allgemeinen Reichstag in der