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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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März 1530.

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(1530, März?), Sargans, Mandat. Da auf Geheiß und Verwilligung der Obern ein unparteiischesGericht gesetzt worden und den Rechtsprechcrn bedenkliche Händel vorkommen, die von einzelnen Personen inder Landschaft verursacht sind, indem sie mit Klagen in etliche Orte laufen, wodurch die Herren genöthigt werden,Boten herauf zu schicken und große Kosten haben, auch dem Lande selbst großer Unrath und Mißhclligkeit ?c.daraus erwachsen; da ferner die VII Orte durch solches Verklagen wider einander verbittert, ja zum Krieg gereiztwerden könnten, was dann nicht blos den Anstiftern, sondern der ganzen Landschaft ... zu ewigem bösemNamen und vielleicht zu gänzlichem Verderben gereichen möchte . . ., so haben sich die Richter darüber unterredetund zur Verhütung solcher Gefahr in allen Kirchhöfen folgenden Rathschlag zu verlesen beschlossen:

Item ob jemand, wer der wiiri, es wäri landtman, burger, hindcrsäß, frömbd oder heimsch, den, iudertunser landsmark etwas geprest(e) oder anläg(e), es berüerti den glauben oder sonst ander fachen, klein odergroß, wie die namen haben mögen, so sol ein jeder, es träffe ein gemein, in selbs oder sonder lüt an, erstmalskeren für unseren Herren landtvogt, im sin anligen klagen und anzöigen, und ob dann der landvogt im oderinen, so dann spann und stöß Hand, mit willen des mercrn teils der gmeind, da der klagend seßhaft ist, ab derfach helfen mag, sol ers versuochen und dz best thuon, so förderlich im komlich ist. Ob aber unser Herr land-vogt durch sin selbs pcrson sp nit vertragen und vereinigen mächt, sol er ein erbercu landsrat berücfen undmit hilf derselben nach bestem flpß die spän und stöß versuochen abweg ze thuon, und so fer st) die durch mererutheil verwilgung bürgere» oder laudtlüten, an denen orten dann stöß sind, verrichten oder betragen mögind, soles dabtz pliben one witer klagung, müeyeu oder nachiloufen unseren Herren und obern, eim oder mer Orten,dem übertretenden bp verlierung traft und zuovcrsicht gemeiner landlüten, darzuo by straf unsers Herren laud-vogts an lib, eer und guot, nachdem dann einer ursach zuo unruow gibt und ufstört. Und ob aber der land-vogt, deßglichcn die landlüt wie obstat, die fachen nit vertragen möchte» mit willen der mereru theil, wievorgemelt ist, so sol gedachter Herr landvogt dem klagenden und dein antwurter uff iren kosten iren Handel undanligen in geschrift verfassen lassen und den unsern Herren und oberen, wo die ze nächst, nachdem er angerüeftwirt, ze tagen bp einander» versäumet sind, zuoschickeu; ob dann ein oder beid theil ir botschaft ouch dahinschicken wöltcn, das mögents ouch thuou, und was alsdann unser Herren und oberen der siben Orten ratsbottenderhalbcu machend oder erkennend, darby sol es pliben. Ob aber je unser Herr landvogt jemand sölchs, wieobstat, on ursach abschlücg und versciti, der oder die selben mögend sich dannenthin beklagen und iren Handelsürpringe», W0 inen gesellig ist." St. A. Zürich: A. Sargans.

2»0.

Nein. 15Z0, 4. März.

Kaiitonsarchiv Feciburg: Jnstruct. Bd. I. wbb, Ivo». TtaatSarchiv Vcrn: Jnstruct. Zvi. Rathsbuch Nr. »ss, p. es, l«.

I. Gesandte von Freibürg Humbert von Perronian, Schultheis;; Petermann von Perroman, Bür-germeister; Hans Cnrbres, Hans Reif sollen Beschwerde führen über die jüngsten Vorgänge zu Mnrtcn,Grasbnrg und anderwärts und dabei erinnern, das; sich Freiburg bisher allezeit der Freundlichkeit beflissen,indem es zugestanden habe, daß dem Landfrieden gemäß in den gemeinen Herrschaften (der beiden Städte)über den Glanben abgestimmt und dem Mehr unweigerlich nachgelebt werde; das sei aber in Guggisperg,Kerzers, Merlach und andern Orten, wielvohl da ein Mehr fiir den alten Glauben ergangen, nicht beobachtetworden, was man weder von Bern noch von den betreffenden Minderheiten erwartet Hütte; das finde mansehr befremdlich und dem Landfrieden nicht gemäß, zumal nach den von Berncr Botschaften gegebenen Zusiche-rungen. Damit man aber endlich bestimmten Bescheid erhalte, sollen die Anwälte die Mitbürger von Bern