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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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März 1530.

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Zur Erläuterung und Ergänzung dienen folgende Acten:

1) 1530, 25. Februar (Freitag nach Matthiä). Zürich an Rapperswpl. Der dortige Pfarrer habe denPfarrer zu Weese», Hans Schindler, seines Prcdigens wegen schmählich gescholten, wofür ihn dieser in Rapperswylbeklagen wolle. Weil aber jene Nachreden nicht bloß den Schindler, sondern auch andere christliche Prädicantenund zumeist die Ehre und Wahrheit Gottes und den christlichen Glauben berühren, und man als christliche Obrigkeitschuldig sei, die zu retten und zu handhaben, so habe man, um zu prüfen, ob bie hiesigen Prädicanten Schclmeu-oder Bubcnwcrk gelehrt, den Commenthur zu Küsnncht, Konrad Schmid, und den Schulmeister zu Nüti, WolfgangKröil, dem Pfarrer Schindler zuverordnet, und begehre nun freundlich, daß die Beiden um der Ehre Gottes willenfreundlich verhört und nicht abgewiesen werden, damit sich Niemand zu beklagen habe. . . . (Dieses Schreibendiente den Genannten als Creditiv). St. A. Mich: A. Rapperswyl.

2) 1530, 26. Februar (Samstag nach Matthiä). Schultheiß und Rath zu Napperswpl Urkunden desSpans halb zwischen Hans Schindler, Prädicant zu Weese», cinestheils, und ihrem Pfarrer andern-thcils, daß sie nach Anhörung von Klage und Antwort, Rede und Widerrede der Sache diesmal einenAufschub geben, aber mittlerzeit über den Handel sitzen, ihn beförderlich ausmachen, sich zu einem Urtheil verein-baren und dasselbe verschlossen den Parteien zuschicken oder ihnen, um «ts zu hören und zu empfangen (einenTag) verkünden wollen. St. A. Mi-h: A. Capp. «u-g.

Es folgen später weitere Acten über diesen Fall.

27!).

Sargans. 1530, 1. März.

Staatsarchiv Lucrr«: Allg-m. Abschiede l. i. t. c7S. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. 10, t. S7S.

Tag der VII alten Orte.

». Auf die wiederholten, schriftlich und mündlich angebrachten Beschwerden des Landvogtes von Sargansüber Unruhen, vielfache Beeinträchtigung der Freiheiten in der Landschaft, Friedbrüche und andere Händel, istbon den VII Orten beschlossen worden, eine Botschaft dahin abzufertigen; diese hat in den Sachen gehandeltwie folgt. I». Das Begehren des Abtes von Pfäfers, die Privilegien und Gerechtigkeiten seines GotteshausesZu bestätigen, wird in den Abschied genoinmen, weil nicht alle Boten darüber instrnirt gewesen sind, v. Zweialte Priester von Mels zeigen an, daß seit der Nbmehrung der Messe Einzelne unterlassen, ihren Veitrag zuden Pfrnndeinkünften zu leisten, und äußern die Besorgniß, die Gemeinde möchte ihnen alles Einkommen ent-ziehen. Da der Aminann und die zwölf Ausgeschossenen von Mels eine anstündige und ehrbare Antwortgegeben haben, so wird erkannt, daß die Gemeinde diesen beiden Priestern ihr bisheriges Einkommen lebens-länglich zu verabfolgen habe; doch sollen sich dieselben der Gemeinde nicht widersetzen. «I. Die zwei Per-sonen von Sargans, welche die Rathsboten von Zürich wegen gewisser Acußernngen haben belangen wollen,berantwortcn sich und erweisen, daß dieselben vor dem Landfrieden gethan worden seien, v. Der LandvogtZeigt an, daß etliche Landleute begehrt haben, die ledigen Kinder zuziehen" oder sieder Erbschaft zu er-lassen". Antwort auf dem nächsten Tage. L. Heimzubringen die Beschwerde des Junkers Balthasar vonRamschwag, daß ihm seine Base zu Lindau seine Güter im Rhcinthal mit Beschlag belegt habe, und seinschon zu Baden gestelltes Gesuch, diesen Haft gemäß der Erbeinung aufzulösen. K. Es weiß jeder Bote,wie die Leute, welche den Landvogt an einer Verhaftung gehindert, den Landrath überfallen und des Nachts