Februar 1530.
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uff Tiitschland ziehen wurd (mo); item daß der Herzog von Safoy in großem anscchen ist by keif. Mt. nndVit seltsamer pratiken wider die Schwyzcr und ir mitgehilfen anricht, daruß genzlich zuo besorgen, es wcrd dasWasser Wellen über die kerb gen, besonder dwyl die fünf Ort niiwlich uff dem tag zuo Baden nit vereiniget,sunder mit den achten zerschlagen sind. Item Sachsen und Merenberg sollen ein sicherung vom Kciser haben,sofcrr sy zwinglischer ketzery, als sys nennen, nit anhangend. Item Merenberg hat nüwlicher tag N. Haller,ist des prvbsts von Waltkilchs secretarius gewesen, und Lienharten Stockanicr, mit dem einen ongen, ist etwanan des Keisers regiment secritarius gwesen, botschafts whß zum Keffer geschickt; wer weiß, was uß solchendingen werden wil; darumb ernstlich zu wachen ist. Das übrig verstand ir selbs wol. Datum ylcnds ylendsden xjten Februarii. Anno :e. xxx?." «- Wiewohl der (I.) Artikel des Landfriedens deutlich vorschreibt,daß kein Theil deni andern seinen Glauben angreifen, hassen oder strafen soll, so handeln doch die von Baden,denen solches als „Knechten und Unterthanen" nach weniger geziemt als Andern, stetig dawider, indem sieMehrere gethürmt, in Gefangenschaft geworfen und gestraft haben, weil dieselben gesagt haben, sie müßten beiihren Herren in Zürich und Bern Schirm suchen, wenn man sie vom göttlichen Wort treiben wollte, undAndere, weil sie anderswohin zur Kirche gegangen sind; einen darunter haben sie genöthigt, seinen Glaubenbetreffend das Sacrament zu bekennen, nnd mit Drohungen davon abzubringen versucht. Da sich in solchenVorgängen zeigt, daß dieser Platz nicht mehr unparteiisch ist, daß die Leute den christlichen Städten spinnen-feind und allein den V Orten ergeben sind, und da die Boten hier ohne Gottcswort („zuoglich dem vichwyßlos") umhergehen müssen, so stellt Zürich die hochgeflissene und dringende Bitte, die Tage an einen andernOrt zu verlegen, so lange die V Orte hier „getagt haben". Darauf hat man es gebeten, noch den nächstenTag zu besuchen; man werde seinen Wunsch in den Abschied nehmen und treulich heimbringen und bei dernächsten Zusammenkunft die Meinung der Obern eröffnen. Es ist hiebei den Boten von Bern aufgetragen,denen von Baden ernstlich vorzustellen, daß sie „etwas geschickter fahren." t. Betreffend den Vorsitz derStadt Basel gegen Constanz hat sich aus Anlaß des letzten Burgertagcs in Zürich ein Mißverständnis; erhoben,das jetzt aufgeklärt ist. Weil nämlich bei der Aufrichtung des Burgrcchts mit Basel in der Eile Constanzdergessen worden, so hat Basel auf das Ansinnen des letztem nachträglich bewilligt, es ebenfalls aufzunehmen,wofür die nöthigcn Copicen gefertigt wurden, welche aber Constanz, weil es darin nach Basel genannt war,kurzweg zurückwies, was bei den Baslern großen Unwillen erweckte, indem sie der Meinung sind, es wolle ihnennicht geziemen, auf den Burgertagcn Händel mit den V Orten zu besprechen vor den Boten von Constanz,denen sie nicht verwandt seien; da nun auf dem letzten Burgcrtage zu Zürich die Boten von Basel dennochbei denen von Constanz gesessen, so haben ihre Herren kein Gefallen daran gehabt, aus dein Grunde, daß siemit jenen in keinem Burgrechte stehen und darum überhaupt nicht mehr mit ihnen tagen wollen. Es soll»un bcrathschlagt werden, ob man letztere bewegen solle, in gleicher Form wie Straßburg in das Burgrcchteinzutreten, nämlich Basel zum einen und Constanz zum andern Theil rc., oder wie man die beiden Städtesonst vergleichen könnte, weil Basel sich weigert, ferner neben Constanz Tage zu besuchen, „damit wir nitjedermanns gespött wnrdint." K. Die von Kadelburg, die mit ihrer Tochtcrkirche nach Zurzach pfarrhkrigsind, bringen an, daß sie als Pfarrgenossen mit der Gemeinde in Zurzach über das Gottcswort abgestimmtund darauf die Götzen in ihrer Filiale abgethan haben; weil sie aber in Zeiten der Wassergröße nicht wohlherüber kommen mögen und als Angehörige des Grafen von Sulz ctwelcher Gefahr ausgesetzt seien, so bittensie um Hülfe nnd Rath, was sie thnn sollen. I». Hans Blutsch und einige Mithaftcn, die in vergangenenJahren des göttlichen Wortes wegen von Waldshut haben fliehen müssen, haben bei früheren Tagleistnngen
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