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Februar 1530.
von sich aus nichts bewilligen wollen; aber die andern Orte seien entschlossen, auf Sonntag der Herren Fast-nacht (27. Febr.) dort zu tagen, was hiemit angezeigt werde, damit die Obrigkeit den Tag nach Gefallen auchzu besuchen wisse; denn die Eidgenossen meinen, sie seien da ebenso wohl Herren als Zürich und können es nichtalso fürfahren lassen. St. A. Zürich: A. Capp. Krieg.
4) 1S30, 2V. Februar. Zürich an seine Boten in Baden. Wiewohl es gehofft hätte, bei seinerMeinung (betreffend die Beschwörung der Bünde) bleiben zu können, wolle es jetzt, nachdem alle andern christ-lichen Städte sich auf die Instruction der Berner Gesandten vereinbart haben, dieselbe auch seinerseits annehmenund zu unverzüglicher Beschwörung einwilligen, jedoch mit dein ausdrücklichen Vorbehalt des göttlichen Wortes;hienach sollen die übrigen Orte ersucht werden, auf das Bäldestc endliche Antwort zu geben.
St. A. Zürich: Missiven.
Zu l». 1530, 8. Februar. Das Regiment zu Innsbruck an die eilf Orte (ohne Zürich und Glarns),auf den 14. Februar zu Baden versammelt. Mittheilung der bisher mit Zürich gewechselten Schriften beteeffendden Zehuten zu Höchst (als Beilagen A, B, C). Weil man bisher gehandelt, was sich von Amts wegengebührt habe, so sei man der Zuversicht, daß sie die zivei Orte anhalten, sich mit dein gethancn (Rechts-)Erbieten- gütlich zu begnügen, und unruhige Leute, die gern zwischen Oesterreich und den Eidgenossen Unrathanrichten möchte», abstellen werden, damit zu allen Theilen die gute Nachbarschaft erhalten werde, w.
St. A. Zürich: A. Rhemthal (Original).
274.
Utldeil. 1530, 14. Februar f. (Auf Valentin! f.).
Staatsarchiv Ztirich: Abschiede Bd. w, k, 272. Staatsarchiv Bern: Allgem. -idgen. Abschiede «!, 7S. KaiitovSarchiv Schasfhausr»: Abschiede.
Äa»to»Sarchiv Basel: Abschiede.
». 1. Basel hat einen eigenen Boten und Kundschafter in Italien gehabt, der als gewisse Nachrichtmeldet, daß der Kaiser nach Rom ziehen wolle, um allda die Krone zu empfangen; die allgemeine Sage laute,daß er hierauf nach Deutschland gehen werde. 2. Auf dem Heimwege ist dem Boten der Propst von Wald-kirch oder der neue Bischof von Constanz begegnet, am folgenden Tage Wernhcr von Meggen, den er sehrwohl kennt, mit einer andern, ihm unbekannten Person aus der Eidgenossenschaft; ob sie dem Bischof nach-reisen oder was sonst ihr Vorhaben sei, weiß der Bote nicht; jedoch fahren sie ebenfalls nach Italien. ?»» Voneiner christlichen getreuen Stadt (Straßbnrg) kommt die Nachricht, daß sich in Lothringen eine Rüstung erhebeund zwar ein großer reisiger Zug; auch seien Hanptlente für 3000 Knechte bestellt; wozu diese dienen sollen,ist noch verborgen. «. Das Regiment, zu Ensisheim hat in den vier Aemtern Pfirt, Altkirch, Thann undLandser verboten, nach Basel und Mühlhanscn Haber zu Markt zu führen; wer solchen feil habe, solle ihn ansden vier Plätzen Thann, Sennheim, Ensisheim und Altkirch verkaufen. Den Ritterleuten im Sundgan istein solches Gebot ebenfalls zugegangen, aber ohne Nennung von Basel und Mühlhanscn; im klebrigen istallenthalben verkündet, daß niemand Lebensmittel oder andern „Plunder" flüchten solle; wenn jemand Baar-schnft, Kleinodien, Briefe und dergleichen flöchnen wolle, so möge cr's thnn, bloß nach Basel und Mühlhansennicht, ßl. .Ans diesem Tag ist nachfolgende Kundschaft von abgedachter christlicher Stadt eingelangt: »Allsguots zuovor. Lieber vertrnwter Herr und snnderer fründ, ich flieg üch hiemit in still zuo verneinen, daßmich in disem puncten der stund glaublich und gwißlich, daß nichts gwisscrs ist, angelangt vertrnwter wyse,däß uff nächst körnenden Sanct Mathis tag der Keiser die krön zuo Bononiä empfohen und alsbald darnach