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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Februar 1530.

hernach regelmäßig Ziel um Ziel eingehalten werden solle, bis er quitt und ledig sei; wenn er noch früheretwas thun könne, so werde dies ganz sicher geschehen. Die Eidgenossen mögen also noch etwas Mitleidenmit ihm haben und nachdem sie im Kriege das Beste für ihn gcthan, ihn auch im Frieden nicht oerlassen,um die Auslösung seiner Söhne nicht zu hindern; er hoffe übrigens, die Freundschaft und Vereinnng,welich so notwendig zuo beiden siten, daß man es nit könd »Strücken", werde dnrch diesen Aufschub nichtgebrochen; seines Theils wollte er lieber alles, was er auf Erden besitze, hingeben, als sie verlieren; er glaubeauch, daß die Eidgenossen auf seine Bitte die ihnen schuldige Summe leihen würden, um ihm aus der Nothzu helfen, wie er Hinwider das Zehnfache, sofern er es vermöchte, ihnen anvertrauen wollte. Sie mögennun dem Gesandten anzeigen, wo sie die Bezahlung zu empfangen wünschen, da sich der König gerne darnachrichten werde. 5. Weiter bezeuge derselbe seine herzliche Freude über den Frieden, der unter den Eidgenossengemacht worden sei; desto mehr bedaure er, daß etliche Fünklein der Zwietracht noch nicht gelöscht seien. Erhabe sie früher schon warnen lassen vor den Folgen der Uneinigkeit und stelle ihnen, zu schweigen von dem,was sie aus den Chroniken wissen, Italien als Beispiel vor Augen, was für verderbliche Folgen ausanfänglich kleinem Haß entstehen können; nun sei das Land größtenteils dem Kaiser unterworfen. Nachdemdie Türken (von Wien) zurückgekehrt seien, werde die Christenheit Ruhe haben und unter allen christlichen Fürstenguter Friede herrschen, und aus dem Ehevertrag, der mit dem Frieden zwischen dem König und dem Kaisergeschlossen worden, sei zu erkennen, welche große Freundschaft sie künftig verbinden werde; die Eidgenossenmögen also ihre Späne beseitigen und sich davor hüten, daß siedie einzigen Erben des Krieges blieben."Darum habe der König den Gesandten Auftrag gegeben, mit dem größten Fleiß für eine Versöhnung zu arbeiten;denü es thüte ihm wunderbarlich leid zu sehen, daß der Krieg auf sie allein fallen sollte.

II. 1. Nachdem dieses Anbringen der Gesandten den anwesenden Hauptleuten eröffnet worden, beklagensich diese bitter, daß die vereinbarten Summen ihnen nicht bezahlt und über die andern Ansprachen noch keineAbrechnung gehalten worden; daher bitten sie auf's dringendste, daß die Herren ersucht werden, sie förderlichzu befriedigen. Auf die Mittheilung dieser Beschwerde erfolgt aber die Antwort, General Maigret sei nur mit20,000 Kronen abgefertigt; davon seien 12,000 zur Bezahlung verfallener.Zinse bestimmt, die übrigen 8000seien die Gesandten bereit, für die Hauptleute zu verwenden, sofern es gefordert werde. 2. Mit den An-sprechen wollen sie gütlich rechnen und abkommen; wenn der eine oder andere nicht auf diesem Wege abge-funden werden könnte, so wolleer" (Maigret?) denselben unverzüglich Recht gestatten; doch sollen die Haupt-leute und Knechte erst auf den 20. März »ach Freiburg kommen, damit er Zeit habe, zuerst alle Rödel undBriefe einzusehen; die Ansprecher sollen auch ihre Schriften mitbringen und nicht in einem Haufen erscheinen,da hiedurch das Geschäft nur erschwert würde. Den Maisold betreffend erklären die Gesandten zum voraus,daß sie darüber mit Niemandem eintreten wollen, ehe die Sache rechtlich beurtheilt sei.

III. Diese Antwort vernehmen die Boten mit Bedauern, namentlich daß die Gesandten nicht mit einertapferen" Summe abgefertigt worden; deßhalb wird dem König ernstlich geschrieben, er möge dafür sorgen,daß ohne längern Aufschub und sofort eineehrliche" Summe geschickt werde, da man die Knechte uud dieWaisen, die ihre Väter in seinem Dienste verloren haben, nicht länger zu erhalten und zu beruhigen wisse-Die Botschaft wird ermahnt, ihrem Anerbieten gemäß beförderlich mit den Ansprechen: abzurechnen, damit manendlich der Sache loskäme, und denjenigen, die sich gütlich nicht vergleichen wollen, ohne Aufschub Recht zugewähren. Zu diesem Zwecke wird ein Rechtstag angesetzt auf St. Johannis des Täufers Tag (24. Juni),