Februar 1530.
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i'. 1) 1530, 17. Februar (Daustag nach Vnleutiu), Bade». Die Boten der acht Orte schreibe» auMark Sittich Vau Ems zur Antwort auf die Anzeige, daß die von Berunng den Ammann don Lustnau undeinen Gefährten oerhaftet haben: Man habe anch die Gründe der Bernanger angehört und diesen ernstlichbefohlen, die zwei Gefangenen auf (die auerbotene) Tröstung ledig zu lassen, es wäre denn daß der Verwun-dete von Bcrnang stürbe; wenn der Thäter im Gefänguiß läge, so sollen sie ihn behalten und der Handelan dem Orte berechtigt werden, wo er vorgefallen. St. «.Mich: A. Rh-wthai (Copie).
2) 1530, 19. Februar (Samstag nach Valentiui), Baden. Die Boten der acht Orte au Landvogt PaulJnderhaldeu im Rheinthnl. Antwort auf sein Schreiben über die Verhaftung des Ammanns von Lustnau :c.Man hätte erwartet, daß die Bernangcr sich besser besinnen und ohne Wissen und Willen des LandvogtesNiemanden fangen würden. Er solle nun mit denselben verschaffen, daß sie die zwei Gefangenen unverzüglichans die von Marl Sittich versprochene Bürgschaft entlassen, damit aus dem Handel keine größere Unruheerwachse, indem daran viel gelegen sei. St. «. Zürich: A. Rh-inM (C°pi-v°» Schwyz).
(Der Zürcher Abschiedbaud 10, 1. 40 — 44, und die Bcrner Sammlung, LL. 81—92, enthalten einenweitschweifigen Vortrag der französischen Gesandtschaft, ohne Namen, Titel und Datum, der aber im Februar1530 gehalten sein muß, wie sich ans dem Inhalt ergibt; die bezüglichen Schlußnahmen sind demselben un-mittelbar angereiht, finden sich dagegen, wie es nicht selten vorkommt, im Abschied nicht erwähnt.)
l. 1. Nach General Morelet's Abgang sei der Sprechende (Maigrct?) bestimmt worden, ihn zu ersehen;allein durch die damals bevorstehende Friedensunterhaudlung mit dem Kaiser, bei welcher er wegen einiger inItalien verrichteter Geschäfte habe mitwirken und deßhalb nach Cambray gehen müssen, sei er zurückgehaltenworden, sodaß er erst um Weihnachten (1529) habe verreisen können. 2. Nun habe ihm der König befohlen,den Eidgenossen zu danken für die bewiesene Nachsicht; daraus erkenne er ihre große Freundschaft; er hoffe,daß ihm dieselbe immer bewahrt werde, und wolle seinerseits ewiglich daran festhalten in Zeiten des Kriegesund Friedens. 3. Um genau zu wissen, wie viel er ihnen schuldig geblieben, begehre er nun, daß in jedemOrte die Personen, welche etwas fordern haben, ihre schriftlichen Titel dem Gesandten einreichen, damitnn vollständiges Verzeichniß dem König zugeschickt werden könne; denn er wolle ihnen nochmals versprochenhaben, daß Niemand einen einzigen Heller verlieren solle. Er sei jedoch im Zweifel, ob alle Forderungen, dieu» ihn gestellt werden, rechtmäßig seien, da seit der Gefangenschaft in Pavia eine sehr große Summe für dieEidgenossen verwendet worden, wie die Schriften des Generals Morelet ausweisen. Sie mögen ihn entschul-digen, daß in den letzten Jahren nicht jedesmal, wenn eine Sendung versprochen gewesen, dieselbe wirklichgeschehen sei; der König habe sie mit seinen Verheißungen gar nicht etwa täuschen wollen, sei aber öfterdurch die großen Kosten, die er sonst gehabt, zu seinem Bedauern verhindert worden, denselben nachzukommen;um guten Willen habe es niemals gefehlt. Nu allen diesen Verzögerungen seien die Kriege schuld, die erimmerfort habe führen müssen, um einen Frieden zu erhalten; dieser sei unterdessen glücklich zu Staude ge-kommen. worin der König die Eidgenossen, als seine vornehmsten Freunde, eingeschlossen habe. 4. Nun werdensie aber gehört haben, daß er ans Ende des nächsten Monats März dem Kaiser 1,200,000 Kronen bezahlenwüssc für die Freilassung seiner Söhne; da er gcnöthigt sei, diese Summe auf einmal zu erlegen, so könnejetzt nur eine kleine Abschlagszahlung für Zinse und Anderes (s. u.) ausrichten; nach der Befreiung derSohne werde ihm aber nichts mehr angelegen sein als die Abtragung der noch übrigen Schuld; er könne anch""fehlbar versprechen, daß 3 — 4 Monate später eine namhafte („ehrliche") Summe heransgeschickt und
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