Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
508
Einzelbild herunterladen
 

508

Januar 1530.

„Zum andren, so hat er zur selben fart die gücter mit im entfüert, Heß halb man wol erivegen mag,daß er sich für den abt getragen, do ers noch nit gewesen; dann er sclbs anzeigt, er sye umb bestätung willen. hinus gefaren; so ist (er) je noch nit abt gewesen nnd hat aber die gücter entfüert, so ist es ein spolium, raubund »am.

9. „Demnach hat er ze Baden anzeigt, er habe es mit wüsten etlicher Orten geton, und so wir undGlans das nit geton habent, muß er liegen, oder aber es mücssend im die ij (andern) Ort daryn verwillgot,und soferr dem also ist, so sind st) nit redlich hinder uns fürgangen und im zuo sölchcm roub und »am geholfen,das wider alle billicheit und trüw ist, die wir Eidgnossen einander schuldig sind.

10. „Es ist ouch das eigenlich im bürg und landrechtcn ze bedenken, daß sin religio» oder geistliche us-genomcn und vorbehalten ist, dcß halb wir im ghcincn schirm schuldig.

11. „Er, abt Franciscus, hat ouch unseren hoptman in cid genomen. mit vorbehaltnus des göttlichenwortcs.

12. „Noch hat Herr Kilian Koste ze Baden sin kntten erschütt und unseren nnd Glaris Kotten gefeit, dieknttcn werde im nieman angwünnen.

13. „Demnach so ist im landsriden begriffen, daß wir by allen nnd jeden unseren zuosagnngen belybcnsollend, wie man weißt. Es ist ouch begriffen, daß wo die mess und andre verwännctc gotsdienst abgetan,daß sy abgetan blyben söllend, und nimmer mee ufgericht werden. Deß halb wir die biderben lüt uß kraft desbürg und landtrechtcns, und uß kraft des landtfridens glimpf und recht habent ze schirmen, wellent ouch dasmit gottes hilf tuon.

14. „Wir habent ouch glimpf und recht, den abt nimmer mc ynzelasscn, ob er glich nit landtrümig nnddie nam geton hctt, so er by siner kntten, die ein verwandter gotzdienst ist, vermeint ze blyben.

15. „Noch habend wir zuo guotem und friden gemeiner Eidgnoschaft uns gegen verwandtem abt nitungnädiger ufgcton, wann so er das enttragen widerkere und sich dem Evangelio glychförmig mache», oder sine»orden mit gotsivort schirmen, wcllind wir lassen zur fach reden.

16. „Unser Eidgnossen der ij Orten halb habend wir sy ernstlich gcbetten, mit uns hinus ze kercn nnddas recht den biderben lntcn- ufzerichten. Darüber sy uns allweg geantwnrt, sy wellind den abt by dein syncnschirinen, unangeschen daß ers nit recht nach redlich hat, nit recht crwellet und in nnwidersprechliche bsihnng niekamen ist.

17. „Und uff sölich ir zwytrachtig abschlahen habent wir je mücßcn tuon, als uns znostat, und samptGlaris inen den biderben gotshns tuten erstlich die nidrcn gricht ufgericht nnd demnach von den hohen ouchgcratschlngt. Uff das ist der gehalten tag ze Baden (mit?) genanntem Abt vollstreckt, daruf sich unser Eid-gnossen die ij Ort lnter ufgcton, sy wcllint im halten nnd (in) by sinem fürnemcn beschirmen, und aber wir vonden zwcy Orten habent uns ufgcton, wir wellind für uns, so vil wir recht habint, handle».

18. „Und so wir hinus kamen, bietend uns die ij Ort recht, und habent aber sy den Köife mit demsack by inen, und ist uns die Notdurft der bidcrben lntcn angesehen (?), ouch der eonvent Herren, die zuo SautGallen sind.

19. „Aber in allem rcchtpott wird ein nflouf von des abts bruodcr über uns ufgericht mit andren >nce,nnd sind die Kotten von Luzcrn und Schwyz ouch im nflouf gewesen, habend doch erstlich nit zuo uns denbcden Orten ze Hof ynlcrt, stmder ze letst, als inen der nflouf gcfält, begcrt, wir söltind sy ynlassen, was unsnümmen ze tuon, für daß sy sich so ungeschickt gehalten ?c. Wie sy ouch für und für an gemeinden und fastanzeigend, daß sy den verwandten abt schirmen wcllind, zeigt öffentlich an, daß sy dem friden nit gclcbcn wcllint ze.Mit wyterer offnung der hcndlen, so ferr es not sin (wurd).

20. „Ermesscn wie vil barschnft der Köiffe spoliert und entfüert Hab.

21. „Gotzhns Saut Gallen hat des wcnigosten yngends rij N gld., des höchsten rviij N. Hat Abt