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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Januar 1530.

Zu it. 1) 1530, 2. Januar (Sonntag vor Drei Königen). Zürich an Schaffhausen (deßgleichen andie übrigen Burgerstädtc). Auf dem letzten Tage zu Basel sei weder ein Burgertag angesetzt noch in den be-sprochenen Geschäften etwas Endliches gehandelt worden. Nun sei aber in Betracht der höchst bedenklichenZeitumstände die Abhaltung eines solchen Tages dringend nöthig. (Folgen ausgeführte Klagen über die Um-triebe der V Orte mit dem Kaiser :c., gegen den Landfrieden). Den bestimme man nun ans Sonntag nachDrei Königen, den 9. Januar, nach Zürich und richte an Schaffhnuscn w. das geflissenste Begehren, die gefähr-lichen Anschläge der Gegner reiflich zu erwägen und seiner Botschaft Vollmacht zu geben, in allen etwa vor-kommenden Geschäften rathschlagen und die nothweudigeu Schritte verabreden zu helfen, damit die Städte aufjedes Ercigniß gefaßt und unter sich einig wären, w. ?c. K. A. Schasfhausmi Corrcsp°,id.

2) 1530, 5. Januar. Meyer und Rath zu Biel an Zürich. Antwort: Entschuldigung des Ausbleibensvon dem Burgertag, indem der ganze Rath wegen wichtiger Geschäfte, als Rechuuugsabnnhme, Besetzung derAemter w., beisammen bleiben müsse. „Was ir aber, ouch ander üwer und unser cristcnlich Mitbürger angescchen,handle», thuond, lassend und beschließend, wellend wir mit üch allen helfen volstrccken und erstatten, und sundcrlichalles das thuon, so unser cristcnlich burgrecht wysct, ce für dann hinder, dann wir üch in keinen weg nit ver-lassen, sunders behilflich und byständig sin und unser lyb und guot zuo üch setzen, so wyt sich dasselb alleserstrecken mag; dcss söllend ir üch frölich zuo und gegen uns vcrsechcn." Folgt Bitte um Zusendung desAbschieds. St. A. Zürich: A. Bi-l.

3) 1530, (Ans. Jaizvar?). „Anbringen (uff künftigen burger tag)", — Programm von U. Zwingli.

1. 1. „Sittemnal so öffentlich am tag ligt, daß der Keiscr vom bapstum angcricht, daß er schlcchtlich unserenglauben ze durächten und dilggcn usgezogen, ist sich ernstlich ze bewarcn, daß er uns nit unbewart und oneanschlag überfalle.

„Hie mag man die antwurt lesen, die er den fürsten und stellen geben hat, nachdem sy von dem nüwenspyrischen abscheid adpelliert."

2. „Glycher wys hat man kundschaft, daß Keiser und Ferdinand, syn bruoder, vor etlichen jarcn berat-schlagt, ein Eidgnoschnft und die Rychstett undcrzcbringen. Und ist der weg, der Eidgnoschaft halb, durchdie fünf Ort; die werdiut ietzmal Zürich, Bern, Basel ec. gern helfen undcrtrybcn, und so das beschechen, habees demnach nit not, die fünf Ort ze temmcn, sygind nit stark. Nun habend sy den weg ze Hand genommen,als man in vil weg kundschaft hat, uß Saphoy w., daß die fünf Ort an Keiser gefordret, weß sy sich zuo imversehen, dann sy nit willens, den friden ze halten, und der Keiser geantwurt, sy söllind getrost sin; dann erden gloubcn »seichten (well) ze. Daß ze Turin kciscrisch, frankrychisch, cidgnössisch, saphoysch botschaftcn zcmcutagend, alles zuo nidertruck des evangelii. Daß Mycon(ius) weißt ze sagen von einem Eidgnossen, der da redt,wie der Keiser uns welle an zwey orten angryfen; ist wol ze gedenken, daß sy das dritte wellend sin, das einsratsherrcn wyb ze Luzern usgelasscn ze. Daß ze Nanße getagt wirt mit etlichen bäpstischen fürsten w.

3. „Aber der weg, die rychstett ze undertryben ist, eine nach der andren besunder ze überfallen ec. Alsoist ietz Gmündt von den Ferdinaudischen wider alle pündt und trüw überfallen.

II. 1. „So ist nun des gloubens halb erstlich trachtung ze tuou, wie man sich in die widerwer stellen;

2. „Demnach wie man sich vor dem arglistigen weg, damit sy die ganzen Eidgnoschnft Und demnach dierychstett undcr sich (ze) bringen understond, goumen und verhüeten welle.

3. „Zum dritten, fürnemcnlich ist ouch der töiferen halb ze handlen, betrifft ouch de» glonben an. Dannze Gmünd söllend ouch töifer gewesen sin, und wellend die Ferdinaudischen sich damit beschönen, die Lutcrischenhabind da angefangen, die ecwyber gmein ze haben, das doch niemand weder die töifer tuoud. Mag manermessen, was uß dem argen list Übels entspringen möcht.

4. „Hieby müssend unser mittburger von Costenz anzezeigen, was durch die Lutcrischen understanden, »am-lich zwcyung under denen, die nit ires sinues sind im sacrament, und inen.

III. 1. „Da aber zuo einem wol ze betrachten ist, daß der Lutcrischen grnnd schwach, so sy ir Meinung