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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
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Januar 1530.

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Herren, so mit uns hinnf söllent, nit ee habent mögen abwychen unz nf morndrigen Mittwuchs früe; sindwir endlich.des Willens, don Straßbnrg zuo verrücken, und so erst wir zuo Basel und Bern gefertigt werdenmögent, widerumb anheimisch ze leeren, dann by uns aller schimpf us ist." . .

St. A. Zürich: A. Wiedertäufer.

Zu ir. 1) Eine Copie des Burgrechts mit Straßburg, vor dem Abschluß, haben die Veruer AbschiedeLtZ. 427—447; eine vom 5. Jan. datirte das Stadtarchiv St. Gallen.

Wir geben noch einige ergänzende Acten:

2) 1530, 13. Januar, Straß bürg. Bernhard Tillmann und Niklans Manuel an Schultheiß nndRath in Bern. „Uf Sonntag vor hüt dato (?) sind mir uf unser christenlichen Mitbürgern von Straßburg be-schreiben von Basel verrückt und (am) Mentag den nächsten darnach den Ryn ab gan Straßburg kommen, alldawir zum erlichosten, insonders fründlich gehalten und uf beider alt und nüws Ammcistern stuben ze gast gewesen,und uf Hütt dato Hand wir mit inen das christenlich burgrecht vollzogen nnd geschworen, welches förderlichernit geschechen mögen; dann sy mit besatzung irs Ammcistcrs und andrer ämptern bishar und noch zum teil zeschaffen gehcbt. Dwyl wir aber nun den Handel zuo cnd gebracht, so sind wir 'willens, uf nächst Zynstag (bisdar wir ir(er) verordneten ratsbotten, die mit uns den nächsten, als wir achten, hinnf zuo üwern gnaden ritensollend, warten »messend) von Straßburg uns ze heben nnd von demselben Zynstag über acht tag daheim byüch (ze) sind oder ungefarlich uf Mittwochen darnach zum lcngsten anheimsch ze kommen. Wir wellend üchouch nit bergen, daß uns nf der straß vil zucht und ccr bewisen worden-, der zoll und eerenwin geschenkt ist,harumb wir billich gencigts willens, solichs um mcnklich ze verdienen. Es will uns ouch (doch alles uf üwerVerbesserung) für guot anstehen, die von Straßbnrg, wann sy hinnf kommen, (gethane ecrerbietliche fründschaft zeverglichen) usserhalb ir gcwonlichen gemeinen hcrberg (welche unser achtnng zum Löuen von inen erkieset wirt)zum Narren ze laden; doch werden wir üch gewüsscn tags unser Heimkunft nnd sunst anderer fachen uß Baselwyter der länge nach berichten." Verweisung auf einen Zcddel, enthaltend „nüwe zytung", und Entschuldigungdes langen Ausbleibens. St. A. B-m: A. Strchbmg.

3) 1530, 10. Januar (Sonntag vor Antonii), Basel. Bernhard Tillmann und Niklans Manuel anSchultheiß und Rath in Bern. Entschuldigung ihrer langen Abwesenheit. . . Erst gestern haben sie wiederhieher gelangen können; morgen werden sie „den Handel" (auch) hier mit dem Eid bestctcn. In den StädtenNeuenbürg, Breisach, Schlcttstatt, Colmar, Mühlhansen nnd besonders in Straßbnrg und Basel sei ihnen großeEhre und Freundschaft bewiesen worden, was die Herren werden zu „vergleichen" haben, ?c.

St. A. Bern: A. Strasburg.

4) 1530, 19. Januar, Bern. „Uf den stuben daß die mcister zwcn der burgern selbs uszien, deichen)von Straßbnrg eer zuo bewysen, ij zuo morgen, ij znacht, nf ein zwyfache iiij, ob die übrigen by einander»sin, jedem ein maß." Rathsr. 224, p. 122.

Vgl. noch ck, § 2 und Nr. 261.

5) 1530, 26. Januar. Friedrich, Pfalzgraf bei Nhcin, Herzog in Bayern, kais. Statthalter, und ver-ordnete Räthe des kais. Neichsregiments an Straßbnrg. „Als uns jetzo durch ein gemein gerücht, auch zumteil durch ein getruckten zedel mit üwer und etlicher Orten der Eidgnosscn ufgcmerkten wappcn und underge-schriben sprüchen an uns gelangt, daß ir üch mit denselben Eidgnosscn in sonder verpündnus, verstand undVereinigung begeben haben, welchs nun nit ein gering bcfrembden gebäre, wa ir als des Rychs verwandten,k. Mt. und dem Rych, ouch etlichen desselben ufsatzungcn, constitution und ordnungen zuowider, einich sonderpüntnus und Vereinigung on k. Mt. und des Rychs verwilligung mit jcmands anncmcn söltct, und habend alsodem bisher kein glauben geben, sonder zuovor von üch deshalb grundlichen bcricht crfarcn wöllen, und langtdemnach unser beger und gesinncn an üch, ir wollet uns anstatt k. Mt. by disem botten, ob ir einich bündnus,Vereinigung und verstand mit den angeregten Eidgnosscn, nnd mit was maß, gemacht, ufgericht oder angenommenhaben oder nit, eigentlich berichten; deß wcllcnt wir uns also der billigkcit nach zuo üch gcnzlich versehen."