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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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December 1529.

242.

Meinfcldcn. 1529, 28. December.

Staatsarchiv Zürich: Acten Thnrga».

Verhandlungen einer Botschaft von Zürich mit der Thurganer Landsgemeinde.

Es liegen hierüber folgende Acten vor:

1) 152g, 23. December (Unschuld. Kindlcin T.), Weinfelden. Die Landsgcmcindc der Thurganer anZürich. Sie habe kürzlich auf einige schriftlich eingelegte Artikel dessen Rath begehrt und nun durch seine Vot-schaft über alle genügenden Bescheid empfangen, den sie mit großem Wohlgefallen vernommen und untcrthänigverdanke. Es habe sie dabei crmahnt, für die Abschaffung der Wucherzinse an Kernen und Haber derzeit nochnichts zu thuu; man fühle sich aber dadurch wider alle Billigkeit und göttliches Wort beschwert und ivollc dieseLast nicht länger dulden, sondern hosfe, bei dem Mandat, welches Zürich der Zinsen halb habe ausgehen lassen,zu bleiben, gemäß dem Vertrösten des Nathsherrn Hans Escher im vergangenen „Zug", daß die Thurgaucrwie die Angehörigen.Zürichs gehalten werden. Dcßwegen ordne man diese Botschaft ab und bitte, dieselbeohne Verdruß zu hören und die Landschaft väterlich zu bedenken. Und weil has göttliche Wort erfordere, daßdie offenen Laster durch Strafen ausgercutet und verhütet werden, so bitte man auch nur Mittheiluug der ein-schlagenden Satzungen, die gedruckt sein sollen. . . . St. A. Zürich: A. Thurau.

2) 1529, 28. December (Unschuldigen Kindlein T. rrviiij), Weinfelden. Die thnrgnnischc Landsgemcindcan Wpl. „Demnach ir ungczwyfelt guot müssen tragen, wie kurz verrückter tagen von den predicanten imThurgöw und iren mithelfercn in bpsin unserer Herren von Zürich zuo lob gott dem allmächtigen und fürderungsins worts nin cristeulich gcspräch oder Spnodus ... zuo Frowenfeld gehalten, daruf dann ain merklicher kostgangen, und so nun den capiteln im Thurgöw, darin das üwer onch gczelt wirt, ufgelegt ist, an sinnlichen kostenain zimliche summ gelts uszuorichtcn, langt uns klags wys an, wie ir üch widerint, des gedachten üwers capitelsbrief, so hinder üch ligcnd, von Händen ze lassen, villicht uf mainung, sidmal das in lut der stiftung wie vonalter har nit mcr begangen werd, den jenen so sy daran geben, oder iren natürlichen erben bis in das vicrdgeschlecht wider verfolgen ze lassen zc., das uns uf das zuosagen, so ir hievor verschiner zyt unfern bottenin namen gemaincr landschaft Thurgöiv des göttlichen worts halb, üch darin beinelter landschaft glychförmig zemachen, gethan haben, nit wenig befrömbdet. Darum so langt an üch unser fründlich bitt, daß ir obangezaigtsüwers fürnemens abstou, den capitelherren die gcmeltcn brief one wpter intrag und ufzug zuo iren Händenstellen und wie billich ist iuantwurten und üch harinne unserm sondern vcrtruwen nach guotwillig bewysensyen.". . . Siegel von Haus Mörikofer. ' Stiftsarchiv St. Galt-» (Original).

3) 1539, 19. Januar (Montag nach Trinin Ncgum), Zürich. Die Botschaft der Thurganer wird aufihren Vortrag und Verhörung der Antwort der Frauen von Dießcnhofen mit dem Bescheid entlassen, der Rathgedenke die Sache beförderlich an Näthe und Bürger zu bringen und deren Beschluß der Landsgemeiude schrift-lich oder mündlich zu melden. Dießcnhofen belangend soll einstweilen nichts Thätliches vorgenommen, sondernweiterer Befehl von Zürich erwartet werden, das seine Zusagen treulich halten werde. St. A. Zürich c A. Th»rga».