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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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December 1529. 485

freventlich und ohne Recht im Hanse belagert werden nnd dem Hauptmann gedroht worden, ihn dort hinaus-zuwerfen. Weil er darüber glaublichen Bericht empfangen, so habe er von Stund an verordnet, daß Jedermannin der Grafschaft Kybnrg gerüstet sei mit Schuhen, Harnisch und Gewehr, nnd daß, wenn ein Sturm erginge,das Volk zuerst nach Elgg laufen und daselbst weiter» Bescheid erwarten sollte; zudem sei den Anstößcrn zuAndorf nnd Elgg befohlen, den Sturm mit guter Gcwnhrsamc zu stellen nnd eine Wache in Tuttwil zu ver-sehen, damit man eilig Bericht erhalten könnte, wenn ans der Pfalz in Wyl Feuer ausgeworfen oder Wort-zeichen gegeben würden, und auf das erste Zeichen den Sturm anzuschlagen. . . Bitte um eilige Weisungen,was den Obern gefalle. Nachschrift: Er sei auch Willens, wenn ein Sturm ausbreche, demselben nachzu-fahren nnd den Vogt in Klotcn zur Haushaltung nach Kybnrg zu berufen. St. A. Mich-, A. Abm s» G °u«,.

2) 1529, 30. December (Donstag vor der Beschncidnng nnscrs Erlösers), 2 Uhr Vormittags, Kybnrg.Lavntcr an die Obern. 1. Antwort ans ihr Schreiben von 3 Uhr Nachmittags (29.), das 9 Uhr Abends, undden Bescheid ans sein Schreiben, der um 10 Uhr eingetroffen. Da er daraus ersehe, daß die Obrigkeit geneigtsei, in diesem mnthwilligcn Handel, der ohne Zweifel vorher angelegt worden, nicht weiter einzugreifen als mit(den Hülfsmitteln) der Grafsthaft Kybnrg, so stelle er die nntcrthänige Bitte, für den Fall eines Sturmesnicht bloß diese anzustrengen, da hier viele arme Leute seien, die der Thenrung wegen kläglich Roth leide»;den ersten Anlauf („rnsch") wollen sie zwar übernehmen; aber wenn es zwei oder drei Tage dauerte, so hättensie zu schwere Kosten. Sollte der Sturm ausbreche», so möchte er zudem bitten, daß ihm zwei Nathsvcrordnetcbeigegeben würden, indem . ^ . es sehr nöthig scheine, solcher Verrätherci, die in einigen „Lnrcn" stecke, ansden Grund zu kommen. 2. Ein Missiv von Hauptmann Frei, vom letzten Dien,tag 9 Uhr Vormittags aus-gegangen, habe angezeigt, wie die Voten von Lucern und Schwyz in Wyl große Unruhe erregen, so daß einAufruhr zu befürchten sei, weßhalb er bitte, gutes Aussehen zu haben, sich mit Geschütz wohl zu versehen w.Hierauf habe er sofort nach Winterthnr geschrieben, daß sie eilig ihr Geschütz rüsten, die nöthigen Leute dazuverordne» und im Fall eines Sturmes damit ausrücken sollten. Darauf sei die Antwort gekommen, man habeans die erste Nachricht von de.» Aufruhr (durch Jacob Engel) den Schultheiß Hanser nnd Hans Boßhart »achWyl abgefertigt, um das Beste darin zu handeln, auch dem letzten Auszug befohlen, sich ans einen Stur.» gefaßtzu halte»; drei Stückle», auf Rädern nnd sechs Haken .volle ».an rüsten lassen nnd geeignete Leute dazu stellen...Für den Stur», habe er (Lavater) die nöthigen Anordnungen getroffen. . . . . B.tte um Nachricht, wenn die

Sache gestillt würde, um die Wachen (zwar nur 2 Mann) abstellen zu können.

^ St. A. Zürich: A. Abtei St- Gallen.

3) 1529, 30. December (Donstag nach Natalis), Nachts 10 Uhr. St. Gallen an Zürich. Da sichaus Anstiftung'des vermeinten Abtes und seiner Anhänger zu Wyl ein „Blast" erhoben, so habe man eineBotschaft dahin verordnet, n.n die Sache genau zu erfahren, damit man sich nach Gebühr zu verhalten wüßteund das Mögliche zur Acnfnung des göttlichen Worts und zur Wohlfahrt Zürich's »nd „unser Aller" bei-tragen könnte. Nun sei ...an so weit berichtet, daß es wieder auf guten Wegen stehe. Ans Zürichs Schre.be»habe man indessen die zu Rheincck und im Nhcinthal freundlich nnd nachbarlich ermahnt, den Rhein ans »ndab wohl zu wachen nnd treulich aufzumerken, daß kein Angriff über den Rhein her geschehen könne; deßgle.chenwerde ...an hier nichts versäumen. Nachschrift: Der Bote sei aufgehalten worden bis 3 Uhr nach Mitter-nacht (31. Dec.). Si. «.Mich^A. MM S.. Gauen.

4) 1529, 31. December (Beschneid.»..« Christi Abend). 10 Uhr Vmm.ittags Wyl. Diethelm NöistJacob Wcrdmüller, M. Bleuler, Clans Brunner und Jacob Frei an Zürich. Ihr Handel stehe nicht ubcl, so eas,sic ein glückliches Ende hoffe», wozu die Botschaften aller Nachbarn durch frnn.dUche Vermittlung be.tragmunterdessen ziehen die Gotteshausleute fortwährend heran, sodnß vor Ende dieses »ages wohl 10l vor ^ylsein werde.» Hier .verde u.a.. ...... auch die Landgemeinde halten, dw sonst Z» Waldk.rch gewesen wäre, und

hoffe, alle Artikel und die ganze Handlung mit den Leute» wohl zum Beschluß zu bringe», heute oder morgen,wen» die Unruhe etwas nachlassen werde. Nachschrift: Der Thurganer tröstl.che Vere.tw.ll.gke.t, m.t 3-4000Mann herbeizuziehen, wolle .»an nicht vergessen, zumal sie schon gekommen wären, wenn u.a.. sic nicht ab-gestellt hätte. ' ' St. A. Sittich: A. Abtei St. Gallen.