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December 1529.
und sy vor dem houptman und den appellacions richtern mit brief oder lütcn erwiscn mögend, daß die vonnüwem und by menschen gcdächtniß ufgemachscu und nit von rechtem gründe, rechten von der eigcnschaft (?) wegenvon altem herkamen uff den güetern erkouft sigcnd, deßglichcn das abkaufen der fälen oder geläßen by lebendigemlyb, das man von wyb und man, wann sich jemand uß der landschaft thuon wellen, bißhar genommen hat,güctlich abuemen, sy deren erlassen und sy in allen anderen beschwerlichen dingen so früntlich bedenken und mitsölichen gnaden und trüwcn gemeinen, glicherwys und in allen fuogen, wie sy die ireu in iren eigenen landenhaltend, wie dann solichs ir bürg und landrechts brief auch zuogibt und ußwyßt; darby ouch unsere Herren s>)getriiwlich, erlich und redlich handhaben und darvon nit tryben lassen wellent.
13. „Der kauf oder pfuudschilliugcn halb, als sich die bidermen lüt erklagt, wenn ein biderman sin guotverkauft, das ouch sin eigen ist, daß der köufer einem Herren zu Sauet Gallen von jedem pfuud einen schillinggeben und beznlen „messen; dicwyl nun obgemelte myne Herren solich beschwärden für unzymlich und unpillichgeacht, sind sy ouch des willens, inen die abzenemen, und soferr es ire eigene güeter belanget, sy deren zuoerlassen.
14. „Deßglichcn haben ouch die biderwcn lüt anzöigt, wie die tschuppissen inen ouch vornaher umb einzymlichen zins on erschatz gclichcn, und aber demnach über den gewoulichen zins init einem erschatz »ach desAbts gefallen gesteigert worden; dicwyl dann diese tschuppis güeter nit gclych zinsig, ouch nit mit glichen erschätzcnbeladen, und deßhalb minc Herren gcstaltsnmi und gelegcnheit derselben nit gruntlich fassen noch bcricht werdenmögen, habend sy solichs uff den houptman und die Zwölf gcwiscu und inen gcwnlt und bcfälch geben, sichder fach grundlich zuo erkunden und demnach on wider hiudersich pringen nach gstalt der fachen darin zc handle»und nachzclassen, das sy zymlich, erlich und göttlich dunkt.
15. „Und damit ouch die biderwcn lüt in disen thüreu zyten dest bas den armen zuo hilf kommen mögend,wellent unsere Herren von beiden Orten Zürich und Glarus inen bewilligen, daß sy die gczierdcn, klcinatcr,ornaten und kilchengüeter angryfcu und zuo nutz und notdurft der armen verwänden mögend; doch daß viererbar man uß den eltcrcn mitsampt dem gerichts amman jedes orts darüber verordnet und mit rat und gw'stderselben, das sy am göttlichsten bedunken will, angelcit und vcrwändt ivcrdint, die ouch dem houptman undden Zwölfen darumb järlich from erbar rechnung und Kescheid ze geben pflichtig syn söllent."
Die für die Gemeinden bestimmte Ausfertigung obiger Artikel (St. A. Zürich: A. Abtei Gallen;Stiftvarchiv St. Gallen) enthält einen Vor bcricht, welcher die Motive in t», etwas ausführlicher entwickelt alsder Abschied, für dessen Fassung aber der Kürze wegen auf das Archiv E. H. I. zi. 254 ff. verwiesen werdenkann, wo nur die Orthographie verändert ist; ferner gibt jene Schlußredaction noch folgende Varianten-„Und ccstlich, so wellent vilgemclt unser Herren von Zürich zuosampt iren lieben Eidgnosscn von Glarus ver-meinen, kein fücklicher" w., - und Art. 5„. Schluß: sin st. werden; endlich die Schluß Verhandlung,eine Ermahnung an die Gotteshausleute und Art. v enthaltend, deren Tenor an obgenanuter Stelle (p. 263 ff.)zu finden ist. ^ ^
Eine Eopie der Bcrfassungs-Artikcl, von der Hand Werner Bcyels, hat auch das StadtarchivSt. Gallen.
231.
Zürich. 1539, 13. December (St. Lucien Tag).
Staatsarchiv Zürich! Rathsbuch koi. sog«.
Zwischen der Bauersame der Herrschaft Grießenbcrg einerseits und M. Alexander Schmutz, Lcutpriest^zu Leutmerkcn, mit Beistand I. Heinrichs von Ulm, Gerichtsherrn daselbst, anderstheils, waltet ein Span »m