December 1529.
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daß der anträten sechs und er der houptman als der obrichter der sibcnd syge; dieselben sollend all appellacionenhören und darumb nach crbarer billigkeit sprechen, das st) recht dunkt, und wenn also das ein halb jar hernnibkompt, sollend alsdann die übrigen sechs, so dasselb halb jar still gestanden und rüewig gewesen sind, nüw angon,und die sechs, so das vergangen halb jar das gericht besässe» Hand, dasselb halb jar rüewig, und also allwegsechs nüw und sechs alt rät (sin), d. Doch soll dem houptman, wie oblut, so er mit gcschäften beladen, einenstatthalter an syn statt ze ordnen gegönnt werden. Doch will es den gemeinden bas gefallen, daß der nppel-lations richtern setz zum ansang zwölf sygend, wellent unsere Herren von gemcltcn beiden Orten zuo diser zyt,diewyl der gcschäften so vil sind, mich nit abgeschlagen han, doch allein biß die zyt rüewiger und der gcschäftenminder werdint.
6. „Sy mögend auch bewilligen, daß soliche gericht, es syge das malefitz oder die appellationen, so ächtertder kost in malcfitzischen fachen nit von des Übeltäters oder verurteilten guot erfolgt werden mag, In des gots-huscs kosten erhalten werden, und nemlich der houptman den richtern essen und trinken für roß und man nachzymlicher Notdurft, darzuo denen, so dem gotshus mit ämptern und dienstcn nit verfangen, jedem des tags zwccnbatzen für sin müeg und bcsoldnng ze geben schuldig jin soll.
7. „Was amptlüten ouch der houptman setzen und entsetzen will, es sygend statthalter, Hofamman,vögt oder gerichts aminan, das soll er thuon mit der zwölfen oder des merern theils under inen wissen undwillen.
8. „Item es sollend die amptlüt, rät und richter, ouch die gemeinden järlich einem houptman in namender oberkeit schweren, nemlich die gerichts amman und ander landrät, hoch und nidere richter, mcnklichem znosynem rechten ze richten, als sy billich und göttlich dunkt, ouch eines lands nutz und eer ze fürdercn und schadenze wenden, demnach ouch in discm cid schwemm, was sy den vier Orten der houptmanschaft, ouch bürg undlandrechtcn halb schuldig sind, all irs Vermögens getrüwlich ze leisten und sy by buoßen und frästen ze handhaben,ouch deßhalb zuo iren rechten nach pillicher crbarkeit ze richten und ze raten nach bester irer Verständnis;, on allegefärde.
9. „Die pfarrcr und vcrknndcr göttlichs worts wellend unsere Herren den gemeinden ircs gefallcns znosetzen nnd zuo crwcllen gewalt zuagcstcllt haben; doch daß die zuo vor durch die geschrifts erfarncn zuo Zürich,Costcnz oder Saut Gallen behört nnd znogclasscn, ouch keiner von den pfrüendcn verschupft noch abgewisenwerden solle, der houptman mitsampt den Zwölfen möchtcnd sich dann einhelliklich oder mit dem meeren erkennen,daß ein gcmeind iren prcdicanten abzcwyscn guot fuog, ouch redlich, dnpfer nnd gnuogsam lirsachen dazuo hctte.
19. „Unser Herren wellent ouch keinen nnder amptman, statthalter, Hof oder gerichts amman, rat, richteroder ander amptlüt bestätigen, snndcr sy gar oder zum teil ze änderen und andere an ir statt ze ordnen, be-funden' der amptlüten und gerichts amman halb dem houptman zuosampt den Zwölfen, und der rätcn, Zwölfenund richtern halb dem houptman zuosampt den gemeinden behalten und zuogelassen haben, nachdem sy je znoZyten nutzlich und guot syn bedanken will.
11. „Daß ouch die gotshuslüt alle zins, zehcnden und andere Nutzungen, wie die bißhar dem gotshuszuoständig gewesen, usserthalb den ungöttlichcn beschwärdcn, die man inen nach billigkeit abzelassen urbüttig ist,(als sy sich in anncmung göttlichs worts zuo meermaln erbottcn), wie von altem har güctlich nnd on intragfolgen lassen, dnruß der hnsbruch, lypgeding, kosten, zins und andere beschwärden, ouch besoldung der dicnstenund amptlüten bezalt, ouch die armen dürftigen in lnndschaftcn durch den houptman mitsampt den Zwölfern,nachdem sy gott hicrumb nntwurt geben wöllcn, bedacht und versehen, nnd was über sölichs übcrplypt, zno«hürincn, kriegs, fürs, Heeres und andern derglichen landsnötcn und schäden »ach ansehung unserer Herren, dcß-glichcn des honptmans nnd der Zwölfen hindcrsich geleit, vcrwaret und behalten werden söllc.
12. „Und damit die biderwen lüt sehen und spüren mögind, daß unsere Herren von beiden Orten inenalle billigkeit zuo bcwyscn geneigt, wellint sy inen setz für dißmnl die ungöttlichcn beschwärden, als nemlich dereigenschaftcn halb, dcßglychcn die houptfäll, als die so nemlich unz biß uffs kind in der wiegen gangen sind,Zuosampt den erschätzeu, die nit von des gotshuses eigenen güetern gand, sunder von nüwcm ufgewachsen sind,