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December 1529.
3. Am Sonntag seien die Boten nach Norschach verreist, wohin sie die Rhcinthalcr vertagt haben, um derenBeschwerden zn empfangen, die Haushaltung (Rechnung) samt vielen andern Geschäften zu verschen, und soweites sich anfangs ordnen lasse, die ganze Verwaltung in's Geleise zu bringen. Am nächsten Freitag werden sie,da Bürgermeister b)r. Joachim von Watt sie schon in Wyl auf's dringendste nach St. Gallen berufen, dahingehen, die Antworten der Gotteshausleute verhören und nach bestem Vermögen handeln, was ihre Befehle unddie Umstände erheischen. . . . St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen.
Zu 1». Im Original folgt auf diese» Artikel der Wortlaut des berührten Vorschlags fortlaufend alsText, dem sich v mit einigen auch oben sichtbaren Wiederholungen anschließt. Die Artikel sind nicht numcrirt.
1. „Und erstlich so vermeinen wir kein süeklicher noch geschickter houpt oder obersten rcgicrer ze setzendesyn, dann je zuo zyten einen houptman, so der ordnung und dem alten bruch nach von je zwcycn zuo zweyenjarcn von den vier Orten dahin geschickt und geordnet wirt, also daß der in namcn und von wegen der oberkeitin dem gotshlls und aller desselben landschaft das obcrist houpt syn und heiße», der alle Verwaltung der obernund bärschaften gcschäftcn in syncm gcwalt, und uff den ouch alle landschaft und alle gotshuslüt ir ufschcn undzuoflucht haben, und dem alle gotshuslüt in aller landschaft, deßglychen ouch alle undcr amptlüt, es sygend Hostammnu, statthaltcr, vögt uud andere schweren gehorsam (ze) sin und alles ircs thuons und lasscns, in gegen'würtigkeit der Zwölfen, so durch einen landsrat oder die gemeinden über die appcllacioncn gesetzt wcrdcnt,rechnting und Kescheid geben und in also für einen obern rezenten in namen der Herrschaft erkennen, ouch inensyus heißen und entheißcns gewärtig sin und kein wäscnlichc große fach on sin vorwisseu und gehäll zuo ver-walten macht haben söllent.
2. „Daß ouch alle des gotshuses güctcr, Nutzung, ingaug und gerechtigkeit, ouch aller vogtyen uud underämptern Verwaltung in ein urber verzeichnet und zuo Händen eins houptmans gestellt wnrd, darmit er allerNutzung wissens haben und nit hinder im durchgangen werden möcht.
3. „Und damit die biderwen gotshuslüt dcstminder sorg oder schüchens haben, daß sy von andern Ortenmit böswilligen houptlüten belestigt oder inen sölich unmilt gottlos lüt ufgestoßen werden möchten, so soll hierinversehen werden, daß der houptmau, so man inen also harsetze» will, ein fromm, eerlich, tugentsam, wol-verständig, gotsförchtig man und dem das göttlich wart anmüetig, gefellig und deßhalb ein guot crist, göttlichergerechtigkeit, evangelischer leer und warheit hold, günstig, anhängig und in keinen weg darwider syge; dann woer änderst erfunden, sölle in ircr macht stan, in nit anzenemen noch ime Huldigung ze thuon. Er soll inenouch schweren, daß er sy bym gotsmort und ircm cristenlicheu fürnemen belybcn lassen und in keinen weg darvontringen noch uöten welle.
4. „Damit sy ouch mit gericht und recht, besunder den appellntioncn und hohen geeichten versehen werdenmögind, dieivyl inen doch die nidcrn gericht wie von altem här ze pruchen, doch mit fromen cristenlicheu gots-förchtigen männern, die zum tisch gottes gaud, ufgcthan sind, so hat unser Herren von Zürich und Glarus fürguot augescheu, und wellend biß usf wyter Verbesserung vergönnen, daß der houptman anstatt des Rych6vogt obman und richtcr sin und das schwert fücrcn, und ncmlich die gemeinden ime zuo mitrichtcru oder rätenund urtcilsprcchern zivölf from, ersam, tapfer, verständig und gotsförchtig man fürschlachcn, darus sy acht »»der vier ncmcn, zuo welichc» zwölfen sy noch zwccn thuon, also daß der mitrichtcru, so man über das pluotoder sunst malefitzisch richten will, vierzehcn und der houptman der fünfzehendist syg; die söllent also zno gerichtsitzen und da nach erbarkeit, allein Gott und gerechtigkeit angesehen, sprechen und erkennen, was sy pillich unddem rechten gemäß bedunkt, dcß sy ouch mit lyplichen ciden an Gott gcwisen werden, und darüber, wie rechtist, schweren söllen. Doch ob der houptman etwa mit anderen gcschäftcn beladen, mag er einen uss den vicr-zehenen zuo statthaltcr setzen und demselben das gericht an syncr statt zuo volnfücrcu befälhen.
5. a. „Die appellaciouen zuo volnfücren uud zuo entscheiden, wcllent nnser Herren von gemclten beidenOrten, daß der houptman ouch der oberrichter syg uud den stab friere, und von gedachten zwölf mannen, dieüber das malcfitz gericht verordnet sind, sechs, ncmlich vier von denen, so die gemeinden dargcbend, und Zwcc"von den vier, so er dargethan hat, zno allen halben jarcn und ein halb jar unrbs ander zuo im »einen, also