November 1529.
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3) 1529, 5. Dccembcr. Nothwcil an Zürich: Wie an Schaffhanscn, (f. N. 4).
2) und S) im St. A. Zürich: A. Rothweil.
4) 1529, 5. Dccembcr (Sonntag nach Barbara Virginis). Nothwcil an Schaffhanscn, Bern zc. Ant-wort (mit Rekapitulation zc.). „Hierauf fliegen wir euch als unfern insonders gncten freunden und getrewcnlieben Aidgnosscn zue verneinen, daß wir denselbigcn in allen zimlichen gepürlichen fachen gern gueten freund-lichen willen und gefallen erzeugen und beweisen wollten; aber in disem fall ist uns solhs zuo thun kains wcgsgcmaint. Dann kurz vcrschincr tag seind viel kaufleut und glaubiger, als nämlich von Straßburg, Haidelbcrg,Speyr, Costenz, Ulm, Sant Gallen, Pforzheim und andern Stetten, deu(en) die abschwaif(ig)en, (wie sie selbstwissen) zu thun und schuldig, die auch auf ire güctere arrest und vcrpott gelegt, allhie gewesen und inen irerecht auf die bestimptcu arrestiertc güctere aincm jeden umb sein schulde ergeen zu lassen angesuccht, das wir inendann dem rechten und pillichait nach nit abschlagen künden, haben inen auch darauf amen andern tag, benännt-lich auf Mittivochen vor Sant Thomas tag Ap"' (15. Der.) nächst knmeud angesetzt, inen ire recht laut unserStatt gebrauch und irs arrcsts und verbotts folgen zu lassen." . . . Auf die Erinnerung an die bisherbewiesene Treue ze., „ist die warhait, daß wir unser leib und leben zu euch und gcmainen Aidgenossen allwcgengetreulich gesetzt haben, deßgleichcn ir zu uns auch, und wollen solhs fürterhin nngespart unsers Vermögensleibs und guots nochmals getrewlich thun. Daß ir euch aber diser abschwaifen und ausgetrcttnen, die so manig-faltiklich wider uns als ir Obrigkait gehandlel, dermassen als cwcrer Aidgnosscn beladet zc., beschwert uns nitklain; dann do (so) sy unsere burgcr und uns als irer Obrigkait gehorsam und gcwertig, alsdann wären sysnmpt uns ewere lieben und getrcwen Aidgnosscn; scidtemal sy aber dermaßen als obstect wider uns, ir ordcn-lichc Obrigkait, gchandlct, daß sy uns in unser Statt zu nemcn oder darin zu gedulden kains wegs gelegen,auch dardnrch ire burkrecht vcrwürkt, so mögen sy sich diser püudtnus und verainigung . . . scrrer nit gebrauche»,berttemcn noch freuen. Deßhalben (langt) an euch . . . unser ganz freundlich crnstflcissig bitt und begcren,euch merberücrter abschwaifen zu cntschlagcn, weiter nit zu beladen und uns irenthalbcn scrrer nit anzulangen,wie wir uns dann laut des pnndtbrieves, der under anderen ausweiset, daß kam thail dem andern seine wider-wcrtigcn aufenthaltcn solle zc., gcnzlich versehen", >'e. A. Schasshausm: Corr. — sc. A. B-n>: «rchl. A»gel-g-»h.
Zu l mögen noch einige Acten folgen:
1) 1529, 4. November. Basel an Zürich (dcßgteichen an Bern). Seit dem letzten Abschied von Baden,des Bundschwörcns halb, daß jedes Ort auf Sonntag nach Martini seine Boten an den Herbergen haben solle,vernehme mau gerüchtweise, daß sich „etwas Irrungen", um das zu verhindern, zugetragen; da dies unbilligeKosten mir sich brächte, so bitte man hiemit um Bericht bei diesem Boten, ob die Beschwörung auf jenem Tagihren „Fürschritt" haben werde oder nicht. «. A. Bas -n Ms. c. 247«. - St. sc. Zürich: A, Bas-r.
2) 1529, 8. November. Bern au Basel. „Min Herren vermeint, die pottcn zuo Frouenfcld sy desufschlngs des schweren(s) halb d,er pünden bericht; so nun etwas irrung, (will) min Herren trucken, nämlich daßsy die pünd also dem göttlichen wort onc Nachteil und die alten ccrimonieu dorm ungcmeldct und unvergriffcnwellen schweren, und dcßhalb der angesatzt tag ufgschlagen bis uf jetzigen tag zuo Baden; ivirt man der v Ortenwiderbringcn und willen verneinen." - St. A. B-r»: Rathsb. sse, ,>. soi.
Den vollständigen Text dieses Schreibens hat der Tcutsch-Missiveu-Band H. 431 u.
3) 1529, 29. November. Bern au seinen Gesandten (N. Manuel) in Baden. Nach Erwägung derFrage beireffend die Beschwörung der Bünde habe man sich entschlossen, dieselben verlesen zu lassen wie vonAlter her und auch den Eid zu leisten, doch in der Meinung, daß alles in den Bundbriefen Geschriebene, daswider Gott und sein heilsames Wort wäre, nicht binden und dem Landfrieden, der auch beschworen werdensollte, nicht uachtheilig sein dürfe, lind da bemerkt worden, daß es zur Winterszeit wegen der Zkürzc der Tagenicht beyncm sei, die Handlnng vorzunehmen, so möge der Bote, wenn Zürich dazu auch einwillige, einen Auf-schub bis zum Frühjahr gestatten, jedoch dein Landfrieden ohne Schaden. Das soll den Boten von Zürich,Basel und Schaffhanscn angezeigt werden, zc. St. «. B-r«: TM-h Miss. u. 43».