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November 1529.
und denen, so hierin gerechtigkeit Hand, durchgangen ist, daby er auch hinder uns und den biderwen lüten, derenaller unbefragt und unwissend, da sy in aller gefar gestanden, ganz untrüwer verdachter wys über sce hinussich entüssert, des Gotshuses und ir, der biderwen lüten zuogehörigen schätz, Hab und guot bctrüglich undfrävenlich veruntrüwt und cntwert, und also vor siner vernieintcn bestätigung ein offne» nam und spoliumdaran begangen, und sich angenommen, als ob er siner vermeinten bestätigung zuo Ucberlingen, die mit ringerenkosten, wie er sich setz hören laßt, ußzubringen, nachwerben müeßt, das doch alles one grund erdichtet, dann ersölichs lang lang darvor durch die Fuggcr zuo Ougspurg angerichtet und zuo werben befolhen. Und diewyl imdann uß jetzgehörten und andern cehaften gründen, deren wir üch zuo tagen nnster berichten wellcnt, keinerleigerechtigkeit zuo vilgemcltem Gotshus, desselben landen, lüten und gercchtigkeiten nie gebürt, sunder er die, obim schon einiche zuogestanden, durch obangezognen öffentlichen nam und spolium von rechtswegen verwürkt, under sich ouch für und für hören laßt, daß er sin kudt nit lassen well, die doch der landsfrid, ouch unser zuosagen,wie daoben genuogsan: gehört, in keinen weg erlydcn mag, könnend wir im sin vermeinte brief, diewyl die demGotswort und jetzgemeltem landsfriden stracks widcrig, ob wir es schon gern thäteud, nit halten, sundcr sigindwir des styfen Vorhabens, uf gegebner unser antivort, sin Herrn Kilians vermeint unbegründt rechtbott unan-geschen, zuo verharren, deren mit üwcr hilf nachzekomcn und die Verwaltung des gotshuses, desselben land undlüten, uf der biderwen lüten, denen wir das in kraft bries und siglcn schuldig, vilfnltig nnsinnen und truugculichaurüefen, zuo versähen und st) irer bcschwerdcn nach zimlicher gebür ze entladen, und habend ouch darumb, sölichszuo erstatten, einen tag, als nemlich den nächsten Mitwochcn nach Sanct Niclaus tag schierist künftig zuoWyl nachts an der Herberg zuo erschinen, angesehen, den wir üch hiemit ernempt und daruf ttwers vilfaltigentröstens und zuosagens, uns hierin anhängig und beständig zc sin, gethan, zum höchsten crmaut, ouch ufs allertrungeulichest und früntlichest gebetten haben ivellent, diewyl ir den biderwen lüten nit minder dann wir schuldig,gedachter Herr Kilian sich ouch bißhar üwerem verdingen weder mit begründung sines stands oder widerkeerungcntivertcr Hab statt thuon, ir wellind üch vilgemcltcn Herren Kilians unbegründt fürwcnden und rechtsbietcn,darzuo er lnt brief und siglen kein fuog hat, nit abwenden lassen noch des ends von uns sündern, sundergedachten tag durch üwer crsam potschaft disem Handel gemäß besuochen, und alda vorab umb Handhabungwillen göttlicher eeren, uns zuo verwaltigung und ufrichtuug gepürlicheu ordenlichen regiments und der h»s-Haltung, ouch abnemung gehörter beschiverden behilflich und beraten sin und alles das hierin handlen helfen,das sich von zimligkcit wegen und der notdurft nach gcbüren wirt. Dann wir nit willens, ützit (anders) hierinfürzenemen, dann das unser aller lob, nutz und ecr sin, ouch mir znosampt üch mit glimpf und eeren, ob galtwill, wol verantwurten mögend. Deß wellend wir uns zuo üwer liebe, (daß) ir hieran nit hindersich ziehenwerdind, ganz trostlich versehen und sölichs ninb üch allzit günstigs gencigts willens, wo wir üch lieb, eer unddienst bewyscn möchten, in allen trüwcn, ungcspart lybs und guots, haben zuo beschuldcn."
„Bürgermeister, die oberisteu Meister und sonder verordneten Nät der Statt Zürich."
St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen.
Die Antwort Zürichs an Abt Kilian hat abschriftlich auch das Stiftsarchiv St. Gallen.
Einige andere Acten müssen übergangen werden.
Zu Ii. Es mögen hier noch einige Ergänzungen folgen:
1) 1520, 29. November (St. Andreas Abend). Zürich an Schaffhnusen. Seine Botschaft habe aufdem Tage zu Baden dem an sie gestellten Gesuche, dein freundlichen Schreiben an Rothwcil auch beizutreten,nicht entsprechen, sondern die Sache vorerst heimbringen wollen, dabei aber versprochen, sie bestens zu empfehlen-Weil man nicht zweifle, daß seine Obrigkeit aus christlichem Gemüth und herzlichem Mitleiden nicht ininde>zur Hülfe geneigt sei als andere Orte, so bitte man freundlich, der beigelegten Copic gleichlautend oder nacheigenem Ermessen an Rothweil zu schreiben und seinen Brief dem gegenwärtigen Boten mitzugeben.
K. A. Schasshausw! Korr.
2) 1529, 4. Decembcr (St. Barbaren Tag). Nothwcil NN Zürich. Auf dessen abermalige Zuschußbetreffend die Ausgetretenen werde man binnen Kurzem durch eigenen Voten schriftliche Antwort geben.