Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
441
Einzelbild herunterladen
 

November 1529. 441

Die Antwort Zürichs (4. Dccember) gibt die gleiche Sammlung, I. 244243, leider mit einigenLesefehlern. Sowohl der Ucbcreinstimmnng in den Klagen gegen den Abt als der abweichenden Momentewegen thcilen wir das daherige Schreiben von Zürich an Glarus mit, ans dem sich jener Abdruck leicht ver-bessern läßt.

5) 1529, 3. Dcecmbcr (Freitag nach Andrea). Zürich an GlnrnS.Uns znn)fclt nit, üwer bott, so irjch uf Entharinä us dem vcrhörtag zno Baden gchept, habe üch des vermeinten nnbegründtcn entschnldigcnsHerren Kilian Köufis, der sich einen Abt des Gotshuscs zno Sant Gallen vermässenlich berücmbt, onch unsererdarnf gcfolgten antwnrt gcnuogsamlich und nach notdnrft verständigt, daß nur ncmlich in kraft nnsers zuosagenSund trängender nvtdurft der Meinung und des Vorhabens sind, mitsampt üch unfern lieben Eid und mit-schirmsgnossen hinnf ze leeren, unS der verwaltignng des rcgiments der bidcrwcn lüten zc nndernemen und syirer unlpdcnlichcn beschwerdcn zno entladen ?c., ivie dann der abscheid über solichs vergriffen nnster zuogibt.Diewpl aber gedachter Herr Kilian uns nf sölichs mit nnzöig, daß er üch gliche Meinung znogcschriben, so wirje nf discr antwnrt beharren wöltind, schriftlich crmant, diewpl bries und sigel under anderem mit bedingtlichcnWorten nßwyse, daß sich die vier Ort in sincm Gotshus noch dcm sinen ganz keiner gewaltsami annemcn söllendw., daß wir noch unser honptmnn uns sölicher verwaltignng und besetznng des rcgiments und hnshabung onrecht nit niederziehen noch beladen, sunder welle er uns hicmit an zymlichen billichcn orten sölich recht fürge-schlagen und anpotten haben, wie dann sin schrybcn, das üch onch behändigt, solichs mit weiteren worten ußdrnckt.Und so aber sölich sin schreiben sich villicht so will l») üch ansehen lassen, als ob das etwas grnnds, das dochim grund nützit ist, haben möcht, haben wir üch dcnnacht gnotcr getrüwcr Meinung, damit ir destbas der fachund sincm nnbegründtcn fürwenden nachgedenkcn und demselben destmindcr statt geben möchten, Nied warnmbevir und ir ine siner angczognen bries und siglcu ze gestatten nit schuldig, znovor berichten wellen. Daß wirncmlich den vermeinten honptmanschastsbries erdnret und nit die Meinung, als er in sincm vermeinten schribenon grnnd darthnot, sindent, ja daß wir uns des gotshuscs, stner land und lüten gar nit annemcn noch beladen,snndcr die Meinung ist, daß wir uns deren nit nnster dann nach lnt und sag des bürg »nd lnndrechtcns nndcr-ziehcn söllend. Sitteumal aber in demselben bürg und landrccht nit allein des Abts peeson, snndcr dao Gots-hns zno Sant Gallen mit sampt allen sine» Herrschaften, landen, lüten, güetcren und gercchtigkeitcn, daß wirs>) glpch ivie onch ander unser eigen lüt handhaben, verwalten und schirmen söllend, vorhast, begriffen und si)uns mit ewigen bnrgrechten znogethan, als onch sölichs der nrtikel, so im honptmanschastsbnes glvch ns disennrtikcl folgt, heiter zno verstau gibt, daß ncmlich der vergriff discr honptmanschaft disem bnrg und landrcchtenganz nnvergriffenlich sin soll. Wie kau dann gcmeldter Herr Kilian sich hören lassen, als ob nur uns desgotshuscs und siner Verwaltung zno beladen nit fnog haben, so doch wir in krast vil angczognen bnrgrechtcnsdas gotshus und die bidcrwen liit, so demselben znogethan, ze schirmen und b>) wäsen zno erhallen schuldigsind. Diewrst nun die bidcrwen lüt sich des golswortS, das diser münchery gar zuowider ist, nndcrnommcn,lieh im glauben mit uns verglicht und darnf uns als ire schirmhcrren, st) darby ze handhaben, angeniest, unddoch diser Herr Kilian wider dis cristcnlich der ganzen lnndschnft ansehen, onch den gemeinen InndSfriden, sichstiv und für und erst nf jüngstem tag zno Baden hören laßt, daß er von stner kntten nit stau well, null NM.'je gebüren, die bidcrwen lüt bp göttlichem rechten zc handhaben, allermeist so unser honptmnn dem abgehenlnmnÄbt »it änderst geschworen, dann mit heiterem vorbehält göttlichs ivorts, das auch dersclb Abt nit widnsprachen,jnndcr darin geivilliget und in mit disem vorbehält schweren lassen und zno honptman angenommen hat. Ivieund die bidcrwen Gotshnslüt können onch gedachten Herren Kilianen nit für ein Herren gemUdten Gatohnseo"nd siner znogehörden bekennen, dann er unordentlich an einem frömden ort, da solich weclnng vorhar niegebrncht, ividcr des gotShnscs frgheiten und alt herkomme», nit mit wissen und gchnll eins ganzen convenio,wie sölichs von rechts wegen geschehen soll, snndcr hindcr inen, onch uns und luve», simi schümhccrui, unbc.liestund unwissend, ganz nichtiglich und wider form rechtens, onch wider der Gotshuslütcn wissen und willen znouermeintem Abt nit crwclt, snndcr mit gfärden ingeschlcift ist, sich hindcr uns und üch, onch on unser und üwerwissen und gefallen, bestäten lassen, znodem gedachten Herrn Abts seligen lad zno meercr gefar und betrug, damitbiß betrüglich elcction dest mer fürgang haben möcht, dr>) tag verhalten belibe», und also in allweg hinder uns